Frage beantwortet

Flexpreis doch nicht Flexibel?

Normalerweise bin ich fast zufrieden mit der DB aber manchmal ärgert man sich dann doch wenn etwas geschieht was so nicht vorgesehen war.
Letztens habe ich ein Flexticket gehabt, Fahrt von Krefeld nach München. Also steige ich in den Zug und nehme natürlich jenen Zug der mich von A nach B am schnellsten fährt. Vor allem weil mit der RB ich den Zug in Köln Messe Deutz gar nicht bekommen hätte. Also steige ich in den Zug der von Duisburg aus fährt.
Gesagt getan und irgendwann kommt der Schaffner, Ticket wird gezeigt und dann die Überraschung. Ich soll doch bitte 39,50 zuzahlen. Auf meine Frage warum ich das tun sollte sagt der Schaffner mir "Das ist eine Schnellstrecke sie aber haben die Strecke über Messe Deutz gewählt".
Ich erkläre ihm noch einmal das es doch ein Flexticket ist und ich jeden Zug nehmen darf auf dem ICE steht.
Pustekuchen..., dem ist nicht so. Habe ich nicht bezahlt worauf er mir ein Ticket ausstellt für 300 Euro. Ich solle das der DB Servicecenter bringen und die kümmern sich um das weitere.

Servicecenter sagt sie sind nicht zuständig also mache ich das Online und ich muss wirklich 39,50 zuzahlen. Laut der Bahn "aus kulanz" :)

Ich habe das Geld natürlich überwiesen aber unter Protest.
Denn wenn ich heute noch auf die Seite der DB gehe dann steht dort :
"Ohne Zugbindung: Nehmen Sie am Reisetag einfach den Zug, der Ihnen am Besten passt".

Ich habe ja keine Ahnung welche Sprache die DB spricht aber auf Deutsch bedeutet das, das ich jeden Zug nehmen kann sofern ich ein Flexticket habe, der mich von A nach B bringt.

Es kann doch nicht sein das der Kunde jedesmal nun nachfragen muss ob er denn auch den oder jenen Zug nehmen kann nur weil er etwas sparen möchte.

Ganz ehrlich liebe DB, das war nicht eine Glanzleistung von euch!!!

Muhabbetci
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Bei einem Flexpreis müssen Sie die Wegevorschrift beachten. Wenn Sie einen nicht von der Wegevorschrift abgedeckten Weg fahren wollen, müssen Sie die Differenz zwischen den beiden Flexpreisen nachzahlen (Umwegkarte). Wenn Sie diese erst im Zug erwerben und nicht im Reisezentrum, fallen dann noch zusätzlich 19 € Bordzuschlag an.

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Bei einem Flexpreis müssen Sie die Wegevorschrift beachten. Wenn Sie einen nicht von der Wegevorschrift abgedeckten Weg fahren wollen, müssen Sie die Differenz zwischen den beiden Flexpreisen nachzahlen (Umwegkarte). Wenn Sie diese erst im Zug erwerben und nicht im Reisezentrum, fallen dann noch zusätzlich 19 € Bordzuschlag an.

kabo
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Auf Flextickets steht (falls es sich nicht um eine sehr kurze Strecke handelt) drauf, wo man langfahren darf (VIA / über).
Bei Ihnen stand sicher drauf, dass Sie über Koblenz fahren. Sie haben aber einen Zug ausgewählt, der einen anderen Weg nimmt, der nicht von Ihrer Fahrkarte abgedeckt ist.
Dann muss man in der Tat zuzahlen.

"Ohne Zugbindung: Nehmen Sie am Reisetag einfach den Zug, der Ihnen am Besten passt".
-> Man darf aber nur Züge auswählen, die auch den Weg fahren, der vom Ticket abgedeckt ist. Das war bei Ihnen nicht der Fall.

"Es kann doch nicht sein das der Kunde jedesmal nun nachfragen muss ob er denn auch den oder jenen Zug nehmen kann nur weil er etwas sparen möchte."
-> Da haben Sie nicht ganz unrecht. Denn zumindest bei Automaten-Tickets ist die Beschreibung des Weges, wo man langfahren darf, sehr klein gedruckt und bei allen Tickets (nicht nur Automat) ist die Beschreibung des Weges in Abkürzungen ausgedruckt, z.B. Via: "KO*(MZ/WI)*(F*WÜ/MA*S)". Und besonders ärgerlich: Bei Flextickets bekommt, man die Beschreibung der zulässigen Wege gar nicht vor dem Kauf angezeigt, was grenzwertig bis illegal ist. Man kauft die Katze im Sack.

Muhabbetci
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Was machen denn die Kunden die von vornherein sehen das sie den Anschlusszug nicht bekommen werden? Ich meine die RB hatte verspätung, in Köln hatte ich nur 4 Minuten umsteigezeit, das mit einer Verspätung von 5 Minuten ich den Anschluss nicht bekommen werde war klar.
Übrigens das habe ich sowohl dem Schaffner als auch online in dem Text niedergeschrieben.

Mir geht es ums Prinzip, die 39,50 sind bezahlt worden und damit ist die Sache für mich erledigt.
Ich dachte immer das ich mit Flexpreis jeglichen Zug von A nach B nehmen darf und das war früher auch so aber anscheinend ist es heute anders.

Wenn ich eh an ein Zug gebunden bin aber zeitlich flexibel, ganz ehrlich dann kann ich auch direkt ein Sparpreis buchen und mich an ein Zug binden. Wenn der Zug verspätung hat darf ich dann eh mit einem anderem Zug weiterfahren das mich von A nach B bringt und zwar egal welche Verbindung sie nimmt.

Liebe DB, ihr solltet wirklich an eurem Preissystem arbeiten und es etwas transparenter machen. Auch die Formulierung "Ohne Zugbindung" ist irreführend. Besser wäre es "mit Zugbindung aber zeitlich unbegrenzt" oder so ähnlich zu formulieren.

Nun ja, ich habe meine Antworten bekommen und damit ist das Ding gegessen für mich. Hoffe das andere nicht den gleichen Fehler machen (obwohl ich immer noch der Meinung bin das der Fehler nicht an mir liegt)..

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Herr Kabo danke für die Antworten und ja ich bin bei Ihnen. Im Nachhinein ist man schlauer aber ärgerlich ist es trotzdem :)
Übrigens wurde das Ticket im Servicebüro gekauft und niemand hat mich darauf aufmerksam gemacht. Ich hatte nicht nach einem Sparpreis gefragt sondern nur nach einer Möglichkeit von A nach B zu kommen. Nun ja, die DB... Jedesmal ein neues Abenteuer mit der DB.

kabo
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"Ich dachte immer das ich mit Flexpreis jeglichen Zug von A nach B nehmen darf und das war früher auch so aber anscheinend ist es heute anders. "
-> Nein, das war eigentlich noch nie so. Früher ist das nur nicht so aufgefallen. Die Möglichkeit, dass es unterschiedliche Wege mit stark unterschiedlichem Preis aufgrund der kürzeren Fahrzeit gibt, ist ja in nennenswertem Umfang erst durch die Eröffnung von ICE-Schnellstrecken entstanden.

"Wenn ich eh an ein Zug gebunden bin aber zeitlich flexibel, ganz ehrlich dann kann ich auch direkt ein Sparpreis buchen und mich an ein Zug binden. Wenn der Zug verspätung hat darf ich dann eh mit einem anderem Zug weiterfahren das mich von A nach B bringt und zwar egal welche Verbindung sie nimmt. "
-> Man ist ja nicht an einen Zug gebunden, sondern nur an einen Weg. Sie hätten mit einem Flexticket auch einen anderen Zug nehmen können, der auf dem Weg fährt, der auf der Fahrkarte draufsteht.

Die Frage, wann es sich überhaupt noch lohnt, ein Flexticket zu kaufen, ist natürlich berechtigt. Ich persönlich kaufe seltenst Flextickets - und wenn dann meist nicht wegen der Flexibilität, sondern wegen der besseren Stornobedingungen.
Andererseits muss man sich die Frage stellen, warum man überhaupt ein Flexticket im voraus kauft. man spart ja nichts. Und ein Ticketkauf kurz vor der Abfahrt ist auch früh genug. Dann hat man nicht das Problem, dass Fahrweg des Zuges und zulässiger Fahrweg auf dem im voraus gebuchten Flexticket voneinander abweichen.

"Übrigens wurde das Ticket im Servicebüro gekauft und niemand hat mich darauf aufmerksam gemacht. Ich hatte nicht nach einem Sparpreis gefragt sondern nur nach einer Möglichkeit von A nach B zu kommen."
-> Normalerweise wird man gefragt, ob man möglichst schnell oder möglichst günstig fahren möchte und ob man flexibel sein möchte. Wenn nicht, sollte das Personal besser geschult werden, das stimmt.

Leo
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""Ich dachte immer das ich mit Flexpreis jeglichen Zug von A nach B nehmen darf und das war früher auch so aber anscheinend ist es heute anders. "
-> Nein, das war eigentlich noch nie so. Früher ist das nur nicht so aufgefallen. Die Möglichkeit, dass es unterschiedliche Wege mit stark unterschiedlichem Preis aufgrund der kürzeren Fahrzeit gibt, ist ja in nennenswertem Umfang erst durch die Eröffnung von ICE-Schnellstrecken entstanden. "

Früher gab es sehr großzügige Raumbegrenzung en, die wirklich alle halbwegs sinnvollen Wege abgeckten, z. B. München Emden über Karlsruhe, Köln im Westen bis Regensburg, (wenn ich mich recht erinnere Jena Saalbahnhof =JS), Hannover im Osten.

Mit der Eröffnung der KÜRZEREN Neubaustrecke Frankfurt-Flughafen - Siegburg wird nun ein Express-Zuschlag von erst 20, jetzt etwa 27€ verlangt. Anstatt denn nun aber als Express-Produktübergang einzufordern, wird er als angeblicher Umweg für die schnellere Abkürzungen berechnet. Seitdem sind alle Raumbegrenzungen dermaßen kleinkariert, dass sich in der Tat die Frage nach dem Sinn eines Flextickets stellt.

Zur weiteren Verärgerung der Kunden: Als Produktübergang wären zwar die 27€ Express-Zuschlag auch kassiert worden, aber im Gegensatzzur "Umweg-" Karte ohne 19€ Bordpreis Zuschlag, macht in Summe happige 46 €!

Da Krefeld-München schon sehr teuer ist und nicht mehr viel am Maximal Preis fehlt, war es hier etwas billiger.

Kölnhaas
Kölnhaas

Kölnhaas

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Dieses Thema zeigt doch nur einmal mehr, wie absurd kompliziert und undurchsichtig die Kundenkommunikation der DB ist.
Einem Geschäftsfreund aus dem Ausland wurde dies gestern in einem Zug der DB zum "Problem" und führte zu einer Nachzahlung. Zusätzlich dazu musste er sich auch noch von einem unfähigen Zugbegleiter anblaffen lassen, nachdem er versuchte seine Sicht mit einem Hinweis auf der HP nachvollziehbar zu machen. Natürlich ging die Internetverbindung nicht... Dieses Unternehmen ist peinlich - ich fühle mich leider immer wieder bestätigt.