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IC-Bus nicht mit ALX kombinierbar?

Wenn ich mit dem IC-Bus von Zürich nach München und weiter mit dem ALX nach Schwandorf reisen möchte, so sehe ich keine Möglichkeit, die gesamte Reise auf einer Fahrkarte unterzubringen.
Beispiel: Am 20.03.2019 mit BUS42224 von Zürich nach München und weiter mit ALX359 nach Schwandorf. Ich kann anscheinend nur beide Teilstrecken getrennt buchen, etwa einen Super-Sparpreis Europa bis München und ein Servus-Ticket weiter nach Schwandorf.

Wieso ist das so? Es liegt nicht etwa daran, dass ALX/Länderbahn grundsätzlich keine Europa-Sparpreise akzeptieren, denn wenn ich statt dem IC-Bus den EC von Zürich nach München nehme, so kann ich einen Super-Sparpreis Europa für die gesamte Reise buchen.

Meine zweite Frage ist: Gelten die üblichen Fahrgastrechte in diesem Fall trotzdem noch? Habe ich also bei Verspätung des IC-Busses das Recht, den nächstmöglichen Zug nach Schwandorf zu nehmen und analog in der Gegenrichtung? Und bekomme ich bei einer Verspätung von einer bzw. zwei Stunden auch eine Entschädigung von 25% bzw. 50% des Gesamtpreises von Super-Sparpreis und Servus-Ticket?

Schukin
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Geben Sie als Viapunkte München Hbf und Nürnberg Hbf an, wobei Sie bei der Verkehrsmittelwahl angeben müssen, dass zwischen Zürich und München Hbf lediglich "Intercity- und Eurocityzüge" sowie S-Bahnen genutzt werden dürfen und zwischen München Hbf und Nürnberg Hbf sowie zwischen Nürnberg Hbf und Schwandorf ausschließlich Nahverkehrszüge. Im Wegetext steht dann ab München nur *NV und Sie haben zwischen München und Schwandorf freie Zugwahl (da im Nahverkehr keine Zugbindung besteht), das heißt, Sie können hier auch mit dem Alex fahren. Preislich sieht das dann folgendermaßen aus (für die Gesamtstrecke bis Schwandorf): Super Sparpreis Europa 39,90 €, Sparpreis Europa 44,90 €. Hier gelten im Gegensatz zur Stückelung in München auch die Fahrgastrechte durchgängig bis Schwandorf.

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Danke für den Trick! So scheint es zu funktionieren. Kann ich den Wegetext vor der Buchung einsehen, nur um sicherzugehen, dass ich nicht gezwungen bin, über Nürnberg zu fahren?

Handelt es sich hier um einen Fehler im Buchungssystem der Bahn, oder ist das Verhalten, keine durchgängigen Tickets auszustellen, irgendwie beabsichtigt?

Ich war ins Reisezentrum gegangen, in der Hoffnung, dass man mir dort eine durchgängige Fahrkarte verkaufen könnte, aber letztendlich hat auch die Frau dort mir, wie oben beschrieben, zwei getrennte Fahrkarten verkaufen müssen. Von Ihrem Trick hat sie wohl nichts gewusst :)
Das Servus-Ticket ist nicht zuggebunden, also werde ich bei einer Verspätung des Busses einfach den nächsten Zug nehmen können, aber wegen einer möglichen Entschädigung schaut es dann bei mir wohl eher schlecht aus, oder?

"Kann ich den Wegetext vor der Buchung einsehen, nur um sicherzugehen, dass ich nicht gezwungen bin, über Nürnberg zu fahren?": Das kann man leider nicht. Beim Flexpreis müssen Sie wahrscheinlich über Nürnberg fahren, bzw. sich im Reisezentrum eine kostenlose "Umweg"fahrkarte besorgen, die Ihnen die Fahrt über Landshut-Regensburg ermöglicht. Beim (Super-)Sparpreis werden Strecken, die mit Nahverkehrszügen gebucht wurden, nicht genauer angegeben. Hier wird lediglich die Angabe "*NV" aufgedruckt (NV=Nahverkehr). Hier besteht dann auch keine Zugbindung bzw. Streckenbindung.

"Das Servus-Ticket ist nicht zuggebunden, also werde ich bei einer Verspätung des Busses einfach den nächsten Zug nehmen können, aber wegen einer möglichen Entschädigung schaut es dann bei mir wohl eher schlecht aus, oder?": Genau. Die Entschädigung bezieht sich immer auf die Verspätung am Zielbahnhof der Fahrkarte, in Ihrem Fall also München.

Es gibt sogar noch einen besseren Trick:
Einfach als Via München Hbf mit Aufenthalt von einer Stunde einstellen. Dann bekommt man eine Verbindung mit dem RE (Ringzug Ost) nach Regensburg ausgegeben, dort ist dann Umstieg in den RE Richtung Nürnberg nach Schwandorf.
Im Gegensatz zum Alex ist die Verbringung so bepreisbar. Da die befahrene Strecke hierbei mit dem Laufweg des Alex übereinstimmt, sollte der Wegtext in jedem Fall passen. Da es im Nahverkehr keine Zugbindung gibt, darf aber trotzdem auch der Alex benutzt werden.
Tipp: Buchung am Automaten oder Reisezentrum, wo keine Reiseverbindung mit auf das Ticket gedruckt wird. Das ist im Falle von Fahrgastrechtefällen, bei welchen der Alex verpasst wird, vorteilhaft (da ggü. dem am Online-Ticket aufgedruckten und damit vermeintlich auch gewünschten RE keine Verspätung bestehen würde).

Schukin
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Vielen Dank für alle Antworten. Für den Moment sollten die angegebenen Vorgehensweisen funktionieren, aber es wäre natürlich besser, wenn die Buchung dieser Verbindung auch ohne solche Umwege, auf die unerfahrende Reisende wohl nie kommen würden, möglich wäre. Dieser Trick, den ALX zu vermeiden und eine Verbindung mit REs zu suchen, klappt ja auch nur, wenn REs auf der betreffenden Strecke fahren. Wenn ich etwa von Schwandorf weiter in Richtung Lam will, wo nur die Oberpfalzbahn verkehrt, so muss ich wohl tatsächlich zwei Tickets kaufen.

Hat das Personal am Schalter eigentlich nicht die Möglichkeit, eine Verbindung aus beliebigen Zügen zusammenzusetzen und als ein Ticket zu verkaufen? Das dachte ich nämlich immer, aber meine obige Erfahrung zeigt, dass das zumindest nicht bei jeder beliebigen Verbindung geht.