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Sparpreis für letzten Zug des Tages; Zug gestrichen

Hab den 19:15-Zug Freitagsabends von Bremen bis München am 25.01. per Sparpreis gebucht. Der ist jetzt gestrichen worden. Was ich bisher verstehe:

– Ich darf an besagtem Freitag eine beliebige Verbindung nehmen.

Das nützt mir aber nichts, da eine frühere Fahrt nicht infrage kommt.

– Ich darf das Ticket vollerstatten und mir ein neues, jetzt natürlich kurzfrist-teures für Samstag kaufen.

Ich bin aber nicht bereit, für DB-Verschulden draufzuzahlen.

Darum meine Fragen:

– Darf ich, ohne Erstattung, einen Zug am Samstag nehmen?
– Darf ich die Verbindung mit Nightjet ab Hannover nehmen (die einzige Verbindung nach meinem Zug am Freitagabend)?

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tbsn
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Grundsätzlich ist eine Weiterfahrt nur während des Gültigkeitszeitraums des Tickets möglich. Allerdings dürfen Sie in jedem Fall die nächstmögliche Verbindung nehmen, um an Ihr Ziel zu gelangen. Das bedeutet, dass die erste Verbindung am Samstag genutzt werden kann - eine spätere jedoch nicht. Hierfür müsste das Ticket entweder erstattet und ein neues gekauft oder eine Bestätigung an der DB Info eingeholt werden. Die Übernachtungskosten werden natürlich auch erstattet, sofern die DB kein Hotel stellt.

Der Nightjet zählt als alternatives Verkehrsmittel und ist mit einem Taxi gleichzusetzen. Somit muss für diesen zunächst eine Fahrkarte gekauft werden, die später vom Servicecenter Fahrgastrechte bis maximal 80 Euro erstattet wird.

Nachtrag: Neben der NJ-Verbindung (HB*4433*HH*491*NRH*79870*MH) gibt es ja noch eine Verbindung mit Tagzügen um 20:09 ab Bremen und Ankunft 06:02 in München (HB*2437*HH*887*FF*619*MH). Die Umsteigezeiten in Hannover und Frankfurt sind 13 und 15 Minuten. Wäre das keine Alternative?

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Also die Tagzugverbindung ist ja wohl ein schlechter Scherz. Und Samstags frühmorgens zu fahren, ebenso. Mich würde interessieren, woher Sie das nehmen. Können Sie mal den relevanten Passus zitieren?

tbsn
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Ich sehe jetzt erst gerade, dass der Nightjet 40491 direkt bis München fährt - ich bin zuerst vom 491 mit Umstieg in Regensburg ausgegangen. Neun Stunden Zeit zum Schlafen sind natürlich besser, das stimmt.

Habe nochmal recherchiert, das von mir beschriebene Verfahren (Weiterfahrt nur am Geltungstag oder schnellstmögliche Beendigung der Reise) wurde hier öfters von der DB bestätigt und meines Wissens nach ohne Bestätigung so umgesetzt. Weder in der EU-Verordnung zu den Fahrgastrechten noch in den Beförderungsbedingungen lässt sich das aber so finden. Den Fahrgastrechten zufolge darf der Fahrgast im Verspätungsfall zu einem Zeitpunkt seiner Wahl (theoretisch also auch in einigen Jahren) weiterreisen.

Wie gesagt empfehle ich Ihnen, zur DB Info zu gehen, mit Bestätigung ist es in der Regel problemlos möglich, eine beliebige Verbindung am nächsten Tag zu nehmen.

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Dann warte ich jetzt mal auf eine Beurteilung durch die DB Anfang kommender Woche. Danke Ihnen.

Darf ich, ohne Erstattung, einen Zug am Samstag nehmen? - theoretisch nicht, praktisch dürfte Ihnen die Info in Bremen das Ticket gültig schreiben, falls nicht, am Abend den nächsten Zug nach Hannover nehmen, dort zur Info gehen und sich in ein Hotel einquartieren lassen und am nächsten Tag einen beliebigen Zug nach München nehmen (die Vertragshotels dort haben ein ausgezeichnetes Frühstück).

Darf ich die Verbindung mit Nightjet ab Hannover nehmen (die einzige Verbindung nach meinem Zug am Freitagabend)? - Nein, die alternative Nutzung von reservierungspflichtigen Zügen ist ausgeschlossen.

Hallo PaulsÖffentlicherName,

am besten, so wie von tbsn bereits empfohlen, erst einmal eine DB Info bzw. ein DB Reisezentrum aufsuchen.

Sonst kann noch der beschriebene Weg von Woodstock ratsam sein. Dabei ist aber noch ergänzend zu erwähnen, dass auch reservierungspflichtige Züge genutzt werden können, jedoch dafür der Aufpreis bezahlt werden muss. /ju

PaulsÖffentlicherName
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Ich sehe es nicht ein, irgendein Reisezentrum aufzusuchen; man hat ja besseres zu tun, als eine Stunde am Bahnhof auf einen Schalterplatz zu warten. Ich habe mich jetzt selbst schlau gemacht: Ich werde mich auf Artikel 16 Absatz c berufen, der mir "Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen bis zum Zielort zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl des Fahrgasts" garantiert. Ich sehe keine Chance für die DB, dieses Recht in irgendeiner Weise an den Besuch einer Reiseinformationsstelle zu knüpfen und insofern einzuschränken. Die Frage ist für mich erledigt.

MLBC
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Wie ist das ausgegangen?
Ich ahne es. Ist ja auch klar: die Fahrt mit den ÖBB ist eine Fahrt mit einem anderen Vertragspartner als der ursprünglich gebuchten Fahrt mit der DB, also wird ein neuer Vertrag mit den ÖBB abgeschlossen.