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Wie kann es sein dass mein Mann im Zug für Ticket, das ich mit meiner BC25 für ihn gebucht habe, bezahlen muss?

Wie kann es sein dass mein Mann im Zug für Ticket , dass ich mit meiner BC25 für ihn gebucht habe, nachträglich 42,25€ bezahlen muss. Ticket hatte mit BC25 und als Supersparpreis gerade mal 19,40€ gekostet. Er hätte Ticket ohne meine BC25 für sich selbst für etwa 30,00€ buchen können. Am Ende hat ihm das Ticket über 60,00 € gekostet.
Wie und wo kann man sich eigentlich dafür beschweren?
Die Reisedaten, Ticket- sowie Auftragsnummer und Beleg für Nachzahlung im Zug kann ich auf Anforderung mitteilen.

Vielen Dank im Voraus

Oches
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Antworten

Bahncard-Rabatt gibt es nur für die Person, welcher auch die Bahncard gehört. Ihr Mann hat keine Bahncard, also darf er auch nicht mit Bahncard-Rabatt fahren, er ist demzufolge mit einer ungültigen Fahrkarte unterwegs. Ergo war er Schwarzfahrer. Somit ist die Fahrpreisnacherhebung rechtens.
Seien sie lieber froh, dass er keine Anzeige wegen Leistungserschleichung bekommen hat, sondern nur den Flexpreis inkl. Bordpreis für ein neues Ticket bezahlen musste.

Sparflieger
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Erste Frage:

Haben Sie bei der Buchung darauf geachtet, dass Sie nicht für sich selbst gebucht haben? Wenn nein, ist das Ticket nicht gültig, da auf Ihren Namen ausgestellt.

Zweite Frage:

Hat Ihr Mann keine BC25 und Sie haben mit Rabatt gebucht?

Dann ist die Nachzahlung korrekt, da die Ermässigung immer nur dem/der BC Inhaberin gewährt wird.

Benutzerin
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Wenn Ihr Mann mit BahnCard-Rabatt reisen will, benötigt er eine eigene BahnCard.

Hallo Oches,
die hier bereits gegebenen Antworten sind richtig.
Die BahnCard gilt nur für den Inhaber persönlich und ist nicht übertragbar. Wenn Sie online für eine andere Person buchen möchten, dann gehen Sie bitte wie folgt vor:
Setzen Sie im Buchungsschritt "Ticket & Reservierung" unter dem Punkt "Sie selbst reisen nicht mit?" den Haken, dass das Ticket für eine andere Person gebucht wird.

Geben Sie im nächsten Buchungsschritt "Angaben zum Reisenden" die persönlichen Daten der Person an, für die Sie das Ticket buchen. Der Reisende bekommt das Ticket anschließend per E-Mail zugeschickt und kann sein Ticket in die App DB Navigator laden, als PDF speichern oder ausdrucken. /si

Oches
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Erst ein mal vielen Dank für ausführliche Antworten. Ich hätte den Vorgang etwas ausführlicher schildern sollen. Nun jetzt der Vorgang:
-als BC25 Inhaber habe mich bei BD eingeloggt
-Reisedaten eingetragen
-Reise gewählt
-Superspar Preis angeklickt
-Häckchen für das Kästchen angklickt

  • Ticket ist für eine andere Person, ich reise nicht mit*
  • -Seinen Namen sowie Adresse, Tel.Nr. eingetragen.
    -Zahlungsmethode gewählt
    -Ticket gekauft
    -Ticket ausgedruckt.

    Sein Name stand drauf. Unterlagen haben wir selbstverständich aufbewahrt.

    Was war hier bitte falsch?
    Er hätte Ticket selber über seine LogIn Daten buchen können. Er hätte an dem Tag (ca.6 Wochen vor Reisebeginn) etwa 30,00€ bezahlt und Thema wäre erledigt gewesen.

Oches
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Ich muss uch noch erwähnen....
Bei der Angabe der Reisedaten habe ich Option *mit Bahncard 25* gewählt.

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Sie haben scheinbar immer noch nicht verstanden, dass Sie für Ihren Mann kein Ticket mit BahnCard-Rabatt buchen dürfen, wenn Ihr Mann keine eigene Bahncard besitzt. D.h.: buchen dürfen Sie' s schon - aber dann kriegt er halt Ärger, wenn er damit reist.

Oches
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@ Benutzerin

das schon aber nicht warum die Nachzahlung in der Höhe ist bzw. war. Nur Differenz zu zahlen wäre angemessener gewesen.

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Nach meinem Kenntnisstand wird immer zum anwendbaren Flexpreis aufgerechnet, rechnen Sie das mal durch + Bordaufschlag

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Ihr Mann war mit einem ungültigen Ticket unterwegs. Sehen Sie's als Lehrgeld.

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@Ochses

Bevor Sie jetzt sagen, das wäre ungerecht:

Zum Zeitpunkt der Kontrolle hatte Ihr Mann keine gültige Fahrkarte. Warum soll der Zub einen Tarif berechnen, den es vor 6 Wochen gab. Es gibt ZuB's, die berechnen noch 60€ Strafe in solchen Fällen.

@Ochses,

die Tragweite haben Sie immer noch nicht verstanden oder?

Sie schreiben:
"@ Benutzerin
das schon aber nicht warum die Nachzahlung in der Höhe ist bzw. war. Nur Differenz zu zahlen wäre angemessener gewesen."

Das hier der begründete Verdacht besteht, sich eine Leistung (Rabatt bei Beförderung) zu erschleichen steht wohl außer Frage.

Das ist eine Straftat!

Nachträglich nur 42,25 zu bezahlen ist das Mildeste was Ihnen passieren könnte. Doppeltes Beförderungsentgelt, mindestens 60 EUR ist schon durch den Bahntarif gedeckt.

Seien Sie froh, dass Ihrem Mann eine Anzeige erspart geblieben ist und er an einen gutwilligen Zugbegleiter geriet.

Bei einer Anzeige und böswilliger Auslegung hätte eine saftige Strafe gedroht. Schauen Sie mal ins Strafgesetzbuch unter dem § 265a Erschleichen von Leistungen.

§ 265a
Erschleichen von Leistungen
(1) Wer ... die Beförderung durch ein Verkehrsmittel ...in der Absicht erschleicht, das Entgelt nicht zu entrichten, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Der Versuch ein Beförderungsentgelt nicht in der vollen Höhe zu entrichten und sich eine Leistung zu erschleichen ist zumindest gegeben. Nach Absatz 2 ist bereits der Versuch strafbar.

Wollen Sie sich immernoch beschweren?

Seien Sie froh, das es so glimpflich für Sie ausgegangen ist!

Beste Grüße

Nachtrag:

Ich bin ein Mensch, der Verständnis hat wenn ein Fehler passiert. Ich hab auch schon so manches versaut!

Aber wer Fehler immer nur bei andern sucht, hat es im Leben wahrscheinlich schwerer.

Leo
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1. Wenn hier schon so mit dem Paragrafen-Holzhammer auf den (in der Tat offenbar unbedarften) Kunden eingedroschen wird, möchte ich doch mal kontern mit:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Verbotsirrtum

Und gemäß der hier öfters auftretenden Fragen ist für viele Laien offenbar nicht ersichtlich, dass man mit einer BahnCard keine Reisen für andere buchen kann.

2. Der ehrenwerte Kaufmann würde im Fern-Zug, in den man ja sogar ganz ohne Fahrkarte einsteigen darf, den zu Unrecht erhaltenen BahnCard-Rabatt nachfordern, also 25% des Spar-Preises ohne BahnCard-Rabatt und nicht 25% des überteuerten Flexpreises - oder gleich im Zug eine (Probe-) BahnCard ab sofort verkaufen.

3. Zur Übertragbarkeit fällt mir jetzt zwar kein Gegenbeispiel ein, wohl aber zur Gültigkeit der Bahnvard bei Kauf/bei der Reise:

Ich hatte mal eine Postbuscard. Die war sofort ab Kauf gültig und musste BEI KAUF einer Fahrkarte gültig sein, konnte bei der Fahrt selbst aber schon abgelaufen sein.