Frage beantwortet

Gibt es eine Erstattung von Flugkosten bei Fahrtabbruch?

Liebe Bahn,

am 23.12.18 wollte ich um 13:55 Uhr mit dem Zug von Heidelberg nach Prag reisen. Hierzu musste ich zunächst die S-Bahn nach Osterburken nehmen, die aber auf der Strecke wegen technischer Probleme stehenblieb und schließlich nicht mehr weiterfuhr, mein Anschlusszug in Osterburken war längst weggefahren. Ich habe mich daraufhin in der App nach einer Alternative erkundigt und gesehen, dass ich mit der Bahn erst am nächsten Tag um 06:10 Uhr hätte in Prag sein können anstatt wie geplant am gleichen Tag um 22:16 Uhr. Daraufhin bin ich nach Heidelberg zurückgekehrt und habe für den nächsten Tag ein Ticket zum Frankfurter Flughafen gebucht sowie ein Flugticket von Frankfurt nach Prag, um nicht über zwölf Stunden unterwegs zu sein und nicht mehr als sechs mal umsteigen zu müssen, wobei bei so einer Fahrt wahrscheinlich wieder Anschlusszüge nicht erreicht worden wären. Nun frage ich mich, ob ich neben dem Preis für mein Ticket auch Geld für mein Zug- und Flugticket vom nächsten Tag erstattet bekommen kann.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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Sie können sich das ursprüngliche Bahnticket zu 100% erstatten lassen, da Sie ja die Bahnreise abgebrochen haben und zum Startort zurückgekehrt sind. Dann bestehen aber keinerlei weitere Ansprüche auf Ersatzbeförderung, d.h. auf dem Bahnticket zum Flughafen und auf dem Flugticket bleiben Sie sitzen.

Alternativ können Sie versuchen, die Fahrt zum Flughafen und den Flug als Ersatzbeförderung geltend zu machen. Die Kosten für eine Ersatzbeförderung sind aber auf 80€ pro Person gedeckelt, wenn die Ersatzbeförderung eigenmächtig (= ohne Rücksprache mit der DB) gebucht wurde.
Wenn Sie eine Ersatzbeförderung geltend machen, bekommen Sie vom ursprünglichen Bahnticket aber nur 50% erstattet, da Sie das Ziel der Fahrkarte letztendlich doch erreicht haben (wenn auch erst am nächsten Tag und mit Hilfe des Flugzeugs).

Die erste Variante ist relativ sicher (100% vom ursprünglichen Bahnticket aber 0% vom Rest).

Bei der zweiten Variante (50% vom ursprünglichen Bahnticket plus 80€ für die eigenmächtig gebuchte Ersatzbeförderung) werden Sie sich wahrscheinlich auf umfangreichen Schriftverkehr mit dem Servicecenter Fahrgastrechte einstellen müssen.

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Sie können sich das ursprüngliche Bahnticket zu 100% erstatten lassen, da Sie ja die Bahnreise abgebrochen haben und zum Startort zurückgekehrt sind. Dann bestehen aber keinerlei weitere Ansprüche auf Ersatzbeförderung, d.h. auf dem Bahnticket zum Flughafen und auf dem Flugticket bleiben Sie sitzen.

Alternativ können Sie versuchen, die Fahrt zum Flughafen und den Flug als Ersatzbeförderung geltend zu machen. Die Kosten für eine Ersatzbeförderung sind aber auf 80€ pro Person gedeckelt, wenn die Ersatzbeförderung eigenmächtig (= ohne Rücksprache mit der DB) gebucht wurde.
Wenn Sie eine Ersatzbeförderung geltend machen, bekommen Sie vom ursprünglichen Bahnticket aber nur 50% erstattet, da Sie das Ziel der Fahrkarte letztendlich doch erreicht haben (wenn auch erst am nächsten Tag und mit Hilfe des Flugzeugs).

Die erste Variante ist relativ sicher (100% vom ursprünglichen Bahnticket aber 0% vom Rest).

Bei der zweiten Variante (50% vom ursprünglichen Bahnticket plus 80€ für die eigenmächtig gebuchte Ersatzbeförderung) werden Sie sich wahrscheinlich auf umfangreichen Schriftverkehr mit dem Servicecenter Fahrgastrechte einstellen müssen.