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Entfällt die Zugbindung eines Sparpreistickets bei Ausfall des Zuges, wenn ein Ersatzzug angeboten wird?

Habe Ticket für ICE 1591 von Berlin nach Frankfurt am Main fährt um 17:33 h los, dieser ist gestrichen. Es gibt einen Ersatzzug, bei dem jedoch keine Sitzplatzreservierung möglich ist. Würde sicherheitshalber lieber früher fahren und mir einen Sitzplatz reservieren. Deshalb die Frage, ist diese Zugbindung trotz des Ersatzzuges aufgehoben?

Querflöte
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Hallo Querflöte,

Sie haben eine Zugbindung auf dem eingetragenen Zug (Zugnummer). Hat der Ersatzzug nicht diese Zugnummer, ist die Zugbindung aufgehoben und Sie können einen anderen Zug für die Fahrt nutzen. Die Aufhebung der Zugbindung am Schalter kann hilfreich sein. /ka

@DB/ka Sehen sie in ihrem Laden selber noch durch? Warum diese Falschmeldungen?

In einem älteren Beitag schreibt ihre Kollegin Nicole:
"Hallo Bahnfahrer0815,
wenn der Ersatzzug genau so verkehrt wie der ursprünglich gebuchte Zug, dann wird die Zugbindung nicht aufgehoben und Sie müssen den Ersatzzug nutzen. Benötigt dieser aber nachweislich länger oder fährt Ihren Zielbahnhof nicht an, dann ist die Zugbindung aufgehoben und Sie können einen anderen Zug nutzen. /ni"
https://community.bahn.de/questions/1547627-gebuchter-ice...

Signal
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Ich habe das Gefühl, dass es da keine verbindlichen Regelungen gibt. Jeder handhabt das anders.

@signal ja stimmt, aber deshalb ist es fahrlässig von DB/ka zu schreiben, die Zugbindung ist aufgehoben. Wer bezahlt die Strafe, wenn der Threadersteller nun ohne den berühmten Stempel sich in einen anderen Zug setzt und dort als Schwarzfahrer zu Kasse gebeten wird?
Das ist halt ein Graubereich, welcher dem Kunden teuer zu stehen kommen kann.

Joeopitz
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Wenn ich Zugbindung habe, erkenne ich das an der Wegevorschrift. Diese sieht so aus.

Berlin+City -> Frankfurt M.+City
B-Hbf 17:33 ICE1591

Damit ist das Ticket an die Uhrzeit und den Zug gebunden.
Wenn um 17:33 kein ICE 1591 fährt, dann fährt der Zug nicht, an dem man gebunden war.

kabo
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Jein, in den Beförderungsbedingungen ist aber auch geregelt, wann die Zugbindung aufgehoben ist: Und da ist von einer Verspätung am Zielort von mindestens 20min die Rede. Wenn also ein Ersatzzug bereitgestellt wird, der mit weniger als 20min Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zug ankommt, dann besteht kein Anspruch auf Aufhebung der Zugbindung. Ergo: Man geht das extreme Risiko ein, nachzahlen zu müssen, wenn man den Ersatzzug nicht nutzt. Deshalb wurde hier immer dazu geraten, am Schalter nach einer Aufhebung der Zugbindung zu fragen. Bekommt man den Stempel ist man auf der sicheren Seite. Bekommt man ihn nicht, hat man Pech gehabt.
Das war immer das was hier auch vom DB-Social-Media-Team (mehrfach) bestätigt wurde.

DB/ka ist jetzt erstmals davon abgewichen - wenn das sich tatsächlich bestätigen sollte, wäre das geradezu revolutionär.

Joeopitz
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Aber wenn ich an den ICE1591 gebunden bin und der ICE1591 nicht fährt, dann habe ich doch keine Zugbindung?? In der Reiseauskunft steht groß in rot "Fahrt fällt aus".

Genau wie meine Platzreservierung an Zug und Uhrzeit gebunden ist.
Wenn ich eine Platzreservierung für den ICE1591 habe gilt die auch nur im ICE1591 und nicht im ICE2891.

kabo
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"Aber wenn ich an den ICE1591 gebunden bin und der ICE1591 nicht fährt, dann habe ich doch keine Zugbindung?? In der Reiseauskunft steht groß in rot "Fahrt fällt aus".
-> Deshalb dürfen Sie ja auch mit dem Ersatzzug fahren, obwohl Sie für den Ersatzzug eigentlich gar keine Fahrkarte haben. Die Frage ist halt, ob man auch einen anderen Zug als den Ersatzzug nehmen darf - und da kommt es halt auf das Kriterium "20min Verspätung am vertragsgemäßen Zielort" an.

Man denkt immer, dass "Ausfall eines gebuchten Zuges" für die Aufhebung der Zugbindung allein schon ausreichend ist - das steht in den Beförderungsbedingungen aber so nicht drin. Wenn man sich ganz streng an die Beförderungsbedingungen hält, dann muss das Kriterium "20min Verspätung am vertragsgemäßen Zielort" auch erfüllt sein, weshalb bei "Ausfall eines gebuchten Zuges, aber Ersatzzug mit weniger als 20min Verspätung" kein rechtlich durchsetzbarer Anspruch auf Nutzung eines anderen Zuges als des Ersatzzuges besteht.

Wir wissen aber alle (auch die DB bestätigte das auch schon mehrmals), dass man in der Praxis trotzdem fast immer den Stempel mit der Zugbindungs-Aufhebung bekommt, wenn man freundlich fragt.
Aber ohne Stempel ist das zu riskant. Wenn man nachzahlen muss, weil man einen anderen Zug nimmt, hat man wenig bis keine Chance dem zu entgehen.

"Genau wie meine Platzreservierung an Zug und Uhrzeit gebunden ist.
Wenn ich eine Platzreservierung für den ICE1591 habe gilt die auch nur im ICE1591 und nicht im ICE2891."
-> Deshalb steht Ihnen ja auch die Erstattung der Reservierung zu.

Hallo Bahnfrosch,

auf einem Ticket mit Zugbindung ist die Zugnummer eingetragen. Diese Zugnummer gibt es, beim Einsatz eines Ersatzzuges mit einer anderer Zugnummer nicht. Daher ist die Zugbindung aufgehoben und es kann ein anderer Zug genutzt werden.
Ich verstehe, dass die verschiedenen Antworten verwirrend und irreführend sind. Leider kommen wir bei der Fülle der Beiträge nicht immer aktuell zur Überprüfung und Aktualisierung. Ich nehme den Hinweis auf und gebe es zur Prüfung weiter. /ka

kabo
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Ich nehme sehr verwundert zur Kenntnis, dass hier offenbar eine 180°-Wende bei der DB stattgefunden hat.

Diese Infos sind dann offenbar nicht mehr aktuell:

https://community.bahn.de/questions/1627535-ic-ersatz-fur...
("... beim Fernverkehrsangebot „Sparpreis“ muss der angebotene Ersatzzug genutzt werden, wenn die erwartete Verspätung am Zielbahnhof unter 20 Minuten beträgt. Ansonsten bedarf es ja keine Mühe unsererseits einen Ersatzzug zu stellen. ;) Sobald die Verspätung mehr als 20 Minuten beträgt, ist die Zugbindung automatisch aufgehoben und es kann ein anderer Zug als Alternative genutzt werden. … /ch")

https://community.bahn.de/questions/1547627-gebuchter-ice...
("... wenn der Ersatzzug genau so verkehrt wie der ursprünglich gebuchte Zug, dann wird die Zugbindung nicht aufgehoben und Sie müssen den Ersatzzug nutzen. Benötigt dieser aber nachweislich länger oder fährt Ihren Zielbahnhof nicht an, dann ist die Zugbindung aufgehoben und Sie können einen anderen Zug nutzen. /ni")

https://community.bahn.de/questions/1509050-zug-846-fallt
("... Bei Sparpreisen ist die Zugbindung somit nicht aufgehoben, sofern die Ankunft am Zielort nicht bei mind. +20 min liegt. .... /ti" und weiter "Wenn eine Ersatzleistung (egal ob ICE oder Intercity-/Interregio-Wagen) gestellt wird, kommen wir unserer Beförderungspflicht nach, die wir auch erfüllen wollen. Manchmal ist es wesentlich angenehmer einen Ersatzzug anzubieten, als würde gar kein Zug für den ausgefallenen Zug fahren. Eine Aufhebung der Zugbindung macht auch gar keinen Sinn, wenn alle Fahrgäste mit Zugbindung einfach einen anderen Zug nehmen würden. Dann würde der Ersatzzug nämlich komplett leer fahren und die beteiligten Einsatzstellen brauchen diesen Aufwand nicht zu betreiben. … Ich bitte die falschen Bestätigungen unsererseits zu entschuldigen und ich kann es auch nachvollziehen, dass es manchmal sehr verzwickt sein kann. /ch")

Nachtrag: Kann ich jetzt davon ausgehen, dass zukünftig keine Ersatzzüge mehr angeboten werden? Wenn sich die 180°-Wende der DB bestätigen sollte, wären Ersatzzüge ja unnötig - die Zugbindung wäre ja auf jeden Fall aufgehoben.

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In den Zügen befinden sich doch auch Reisende mit Flexpreisticket, die den Ersatzzug evtl. gerne nutzen.

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Nicht nur Reisende mit Flextickets nutzen den Ersatzzug gerne. wenn 300 Flexpreis und 300 Sparpreisreisende mit Zugbindung den Zug benutzen wollten, dann werden wegen der geänderten Zugnummer trotdem 295 Flexpreis und 295 Sparpreisreisende den Zug nutzen. Schließlich wollten Sie ja sowieso um diese Zeit fahren.

5+5 Reisende weichen evtl. auf eine andere Verbindung aus, weil ihre Platzreservierung weg ist.
Die Idee das nach Aufhebung der Zugbindung keiner mehr mit dem Zug fährt ist schwachsinnig.

Wenn ich einen Zug am späten Nachmittag buche, dann weil ich am späten Nachmittag nach Frankfurt fahren will. Eine aufgehobene Zugbindung führt bei 99% der Reisenden doch nicht dazu, plötzlich die Reisepläne zu ändern.

Es ist auch keine 180° Wende der DB. Für einen Zug der nicht fährt brauchte man noch nie eine Zugbindung aufheben. Wenn der Zug nicht fährt, kann man auch nicht mitfahren. War bisher auch so.
Evtl. wurde das in der Vergangenheit hier in der Community falsch kommuniziert, es war aber noch nie anders.

kabo
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"Es ist auch keine 180° Wende der DB. Für einen Zug der nicht fährt brauchte man noch nie eine Zugbindung aufheben. "
-> Die Frage war aber: "Muss ich dann zwingend den Ersatzzug mit den gleichen Fahrzeiten nehmen oder darf ich frei einen anderen Zug wählen?"
Und da war die Antwort der DB in dieser Community bislang immer "Nein" - was auch m.E. mit den Beförderungsbedingungen in Einklang steht.
Jetzt kommt erstmals von einem DB-Mitarbeiter die Antwort "Ja".
Das ist schon einer 180°-Wende.
Aus Kundensicht würde mich das sehr freuen - ich vermag es halt nur noch nicht zu glauben.

@kabo Ist es auch immer noch nicht. Habe vorhin ein paar mir bekannte Zugbegleiter gefragt. Einstimmige Meinung und Handhabung: extra eingesetzter Ersatzzug mit gleichem Ziel und gleichen Zeiten heißt: Keine Aufhebung der Zugbindung. Ausnahme, wenn das Wagenmaterial ein anderes ist und die Platzkapazitäten viel weniger sind, kann eine Zugbindung aufgehoben werden (vor Ort).
Ich habe mir den Beitrag von DB/ka ausgedruckt...Dieser Satz ist viel Wert...Quasi ein geschenktes Flexticket. ;)

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Ich hab ja den Eindruck, dass die Ausführungen von DB/ka 'die Fehlermeldung wurde bereits an die Fachabteilung weitergeleitet' nicht von großer Sachkenntnis zeugen...

Joeopitz
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Hier ist man wohl zu sehr in seiner eigenen Blase gefangen.

Nur weil hier in der Community gefühlt 20 Mal gefragt wurde ob man an einen Ersatzzug gebunden ist, heißt das nicht dass jeder Zehnte mit einem zuggebundenen Ticket plötzlich nicht mehr mitfahren will.

Wenn ich einen Zug buche, dann meistens weil ich um die Zeit wo der Zug fährt an das Ziel möchte, das der Zug bedient. Wenn ich dann lese "Zug fällt aus" bekomme ich einen Schreck und freue mich wenn ich weiter erfahre "Es verkehrt Ersatzzug". weil ich dann doch wie gewünscht an das Ziel komme.

Wie ich weiter oben schon schrieb, werden von 300 Reisenden mit Zugbindung max 5 (ich glaube in der Praxis eher weniger) wegen des Ersatzzuges ihre Reisepläne ändern.

Auch wenn Bahnfrosch das nun für ein geschenktes Flexpreisticket hält, auch er wird wenn er eine Zugverbindung mit Zugbindung gewählt hat nicht plötzlich seine Reisepläne ändern weil nun ein Ersatzzug fährt. Er wird auch in den Zug einsteigen und sich wie ein Froschkönig fühlen, da er ja nun quasi flexibel mit dem Zug fährt obwohl er nun auch einen anderen wählen könnte. Bahnfrosch freut sich, der Bahn ist das egal, er sitzt ja sowieso in dem Zug, den er gebucht hat. Alles Prima.

Wenn ich eine Fahrkarte mit Zugbindung habe, dann ist das ein Vertrag! Ein Beförderungsvertrag! Dafür gelten, wie für jeden anderen Vertrag auch, Rechte und Pflichten. Die Rechte und Pflichten sind zum einen in Gesetzen (BGB §§145ff., GG Art. 2 I etc.) geregelt, des weiteren in den Allgemeinen Vertragsbedingungen (hier insbesondere BB Personenverkehr vom 9.12.2018) und den bei Vertragsabschluß getroffenen Vereinbarungen.

Eine dieser Vereinbarungen kann sein, dass der Beförderungsvertrag ganz oder auf einer Teilstrecke nur in einem bestimmten Zug gilt. Im Fall eines Tickets ist das dann in der Wegevorschrift gekennzeichnet. Z.B. B-Hbf 17:33 ICE1591. Damit haben Bahn und Reisender sich auf einen bestimmten Zug geeinigt, der durch Ort, Zeit und Zugnummer gekennzeichnet ist. Wenn der Reisende das nachträglich nicht einhalten möchte/kann weil er nicht ab diesem Bahnhof fahren möchte, oder nicht um diese Zeit oder mit einem anderen Zug dann hat er Pech gehabt. Er hat trotz Ticket keinen Anspruch auf Beförderung.

Im Gegenzug kann die Bahn nicht vom Reisenden verlangen, dass er den Vertrag einhält, wenn die Bahn die Voraussetzungen ändert unter denen der Vertrag geschlossen wurde. Die Zugbindung ist aufgehoben, wenn der Zug nicht ab B-Hbf. sondern stattdessen ab B-Lichtenberg abfährt. Die Zugbindung ist aufgehoben wenn der Zug nicht um 17:33 h sondern um 17:32 h abfährt. (Auch hier gab es mal teilweise die fälschliche Meinung, es müsse mind.eine 20 Minuten Verpätung oder so eintreten, dass dem nicht so ist hatten wir aber schon vor längerer Zeit geklärt). Genausowenig kann die Bahn vom Reisenden verlangen mit dem ICE 1591 zu fahren, wenn der ICE 1591 überhaupt nicht fährt.

Eine Zugbindung für einen anderen Zug als den ICE 1591 hat nie bestanden. Es gibt auch keine Regelung in den BB, die die Bahn nachträglich berechtigt einseitig eine Zugbindung auf einen anderen Zug zu ändern. Insbesondere nicht, wenn der Zug andere Eigenschaften hat. Z.B. weil ich im ICE 1591 Plätze reservieren konnte, im ICE 2891 aber nicht. Es kann auch andere persönliche Gründe haben. Eventuell hätte ich einen Zug mit der Zugnummer 2891 nie gebucht, weil meiner Familie am 2.8.91 ein großes Unglück zugestoßen ist.

Wir reden uns hier aber ein Problem groß, dass so gut wie keins ist. 99% der Reisenden, die für einen Zug gebucht haben, werden in den Erstzzug einsteigen, wahrscheinlich noch mehr.

Für BC100 Kunden, Zeitkarteninhaber, Flexpreisreisende, Freifahrtnutzer etc. sowieso nicht relevant und 99% der Sparpreisreisenden interessiert es auch nicht.

Glaubt Ihr wirklich, die Bahn würde wenn es hart auf hart kommt deswegen einen Rechtsstreit riskieren, mit guten Chancen ihn zu verlieren?

kabo
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@Joe
War das Mittagessen nicht gut - oder warum so aggressiv?

"Eine Zugbindung für einen anderen Zug als den ICE 1591 hat nie bestanden. Es gibt auch keine Regelung in den BB, die die Bahn nachträglich berechtigt einseitig eine Zugbindung auf einen anderen Zug zu ändern. Insbesondere nicht, wenn der Zug andere Eigenschaften hat. Z.B. weil ich im ICE 1591 Plätze reservieren konnte, im ICE 2891 aber nicht."
-> Lenken Sie bitte nicht vom Diskussionsgegenstand ab. Es geht um die Frage, was passiert, wenn ein Ersatzzug eingesetzt wird, der die gleichen Fahrzeiten hat - also keine anderen Eigenschaften bezüglich der Fahrzeit. Und andere Eigenschaften (wie Reservierbarkeit, Gastronomie-Angebot oder die Tatsache, dass die Zugnummer möglicherweise identisch mit dem Geburtsdatum der bösen Schwiegermutter ist) sind keine verkehrswesentlichen Eigenschaften im rechtlichen Sinne.

"Wir reden uns hier aber ein Problem groß, dass so gut wie keins ist. 99% der Reisenden, die für einen Zug gebucht haben, werden in den Erstzzug einsteigen, wahrscheinlich noch mehr."
-> Dafür regen Sie sich aber ganz schön auf ...

Joeopitz
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@kabo
"War das Mittagessen nicht gut - oder warum so aggressiv?"
Entschuldigung, ich wollte nicht aggressiv rüberkommen. Daran, dass das Mittagessen nicht gut war kann es aber nicht gelegen haben. Ich hatte heute noch kein Mittagessen. :-(

"-> Dafür regen Sie sich aber ganz schön auf ..."

Stimmt auch.
Wollte ich garnicht.

Angenehmen Nachmittag noch gewünscht.

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Die Frage der Aufhebung der Zugbindung bei Bereitstellung eines Ersatzzugs ist z.B. dann von Interesse, wenn man statt des Ersatzzugs, der über die Rheinstrecke fährt, einen ICE über die Schnellstrecke nehmen kann.

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Ja, an so was dachte ich nämlich.
Ursprünglicher Zug fährt durch das Rheintal. Er wird durch einen Ersatzzug mit gleichen Fahrzeiten und gleichem Fahrweg ersetzt. Die Ansicht, dass dann trotzdem 99% der Reisenden den Ersatzzug nehmen würden, wenn trotz des Ersatzzuges der doppelt so schnelle Zug über die KRM ohne Zusatzkosten benutzbar wäre, erscheint optimistisch.

Bin ich übrigens der einzige, der sich darüber wundert, dass die DB in dieser Diskussion so auffallend zurückhaltend ist?
Wartet das ganze DB-social-media-team auf die Rückmeldung des Fachbereichs? Will sich keiner in die Nesseln setzen?

Ich bin echt gespannt, was jetzt an "offizieller" Rückmeldung kommt ...

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Wieso? DB/ka hat sich doch schon schön weit aus dem Fenster gelehnt...

Allerdings war ich, als ich vor ein paar Wochen genau den Fall hatte - Supersparpreis über Rheinstrecke gebucht, sehr kurzfristiger Wechsel von ICE zu IC mit reduziertem Platzangebot - auch der Meinung, dass auf meinem Ticket ja ganz unmissverständlich steht: "Gilt nur für eingetragene Züge/IC-Busse und Tage/Zeiten" und dass der Zug, der nun fahren sollte, nicht der auf dem Ticket eingetragene sei.
Bertosch hat mir damals energisch widersprochen. Am Info-Schalter haben sie mir dann allerdings die Zugbindung aufgehoben.

"Bin ich übrigens der einzige, der sich darüber wundert, dass die DB in dieser Diskussion so auffallend zurückhaltend ist?"
--->Nicht nur hier. Jeder Beitrag, der irgendwie Kritik übt bzw. Feststellungen über Probleme bei der Bahn erörtert, wird in letzter Zeit immer mehr ignoriert. Selbst 08/15-Textbausteine kommen da nicht mal mehr. Liegt aber wohl auch an den Moderatoren. Früher waren andere Namen hier. Die wurden wohl zu FB und Twitter hoch "delegiert". ;)

Hallo zusammen,

sofern wir eine Anfrage im Fachbereich stellen, warten wir natürlich erst einmal dessen Antwort ab. Es ist weder uns noch der Community geholfen, wenn wir hier weiter Antworten geben und der Fachbereich uns dann anderslautende Informationen nachreicht. /ti

Volker
Volker

Volker

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Interessant, dass ich als Kunde alle Regeln und Paragraphen kennen muss, der Fachbereich aber nach 5 Tagen nicht im Stande ist, die Frage zur Zugbindung zu beantworten....

MitPalmölfahrenNeinDanke
MitPalmölfahrenNeinDanke

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Dass die Fachabteilung noch nicht geantwortet hat, hat den Vorteil, dass ich noch ergänzend fragen möchte, ob man, sollte es zu einer negativen Antwort kommen eventuell auch gezwungen ist, mit einer niedrigeren Produktklasse fahren zu müssen. ICE wird durch IC ersetzt. Zeiten bleiben gleich.

buenavista
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Es wäre wirklich schön, wenn die DB eindeutige Aussagen zur Aufhebung der Zugbindung in ihre Beförderungsbedingungen aufnehmen würde:

  • bei Einsatz von einem Ersatzzug
  • bei Anschlussverlust (und Verspätung von weniger als 20min)

Insbesondere der 1. Fall wird hier
https://inside.bahn.de/zugbindung-sparpreis/

so beantwortet, dass eine Mitfahrt bei Zugausfall gar nicht erlaubt wäre:
"Zugbindung bedeutet, dass Sie nur mit dem Zug zur eingetragenen Uhrzeit auf dem ausgestellten Fahrschein fahren dürfen. "

Die zuletzt gegegebe Antwort "bei Änderung der Produktklasse ist die Zugbindung aufgehoben." halte ich für falsch, weil meiner Meinung die Aufhebung der Zugbindung "digital" ist: entweder ist sie aufgehoben oder nicht. Einen Übergang von einer Zugbindung auf eine andere gibt es nicht und ist an keiner Stelle der BB erwähnt.

Hallo buenavista,

die Antwort ist korrekt. Wenn eine gebuchte Verbindung nicht mehr so besteht und dies ist auch der Fall, wenn die Produktklasse sich ändert, dann gilt die Zugbindung als aufgehoben.

Die Zugbindung bei (Super) Sparpreisen wird wie folgt in den Beförderungsbedingungen (BB) definiert: "Sie sind zur einfachen Fahrt bzw. zur Hin- und Rückfahrt innerhalb eines Monats nur an den Reisetagen, in den Zügen der Produktklasse ICE oder IC/EC (Zugbindung) und in der Wagenklasse gültig, die auf der Fahrkarte bezeichnet sind."

Auch die Fahrgastrechte wurden in den BB integriert. Diese finden Sie ab dem Punkt "A.9 Fahrgastrechte". Die aktuellen Beförderungsbedingungen finden Sie hier. /di

buenavista
buenavista

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Die Ausgangsfrage ist nicht erschöpfend beantwortet:
"Besteht die Pflicht den Ersatzzug (gleiche Produktklasse, gleiche Fahrtzeit) zu nehmen, wenn der ursprüglich gebuchte Zug ausfällt (Zugbindung für diesen Zug kann nicht eingehalten werden) ?"
Wenn ja, wo in den BB ist das beschrieben ?