Frage beantwortet

Erhebt die Bahn Aufschläge bei Ticket-Kauf per Kreditkarte (BahnCard mit Kreditkartenfunktion)?

In einem Artikel der "Welt"-online (allerdings von 2015) https://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article146757474... habe ich u.a folgendes gelesen : "... Allerdings erhebt die Bahn beim Fahrkartenkauf im Internet und am Schalter eine Kreditkartengebühr. Der Aufschlag bei Ticketpreisen über 50 Euro beträgt zwischen 50 Cent und drei Euro – das entspricht leider in etwa dem Gegenwert der gutgeschriebenen Punkte...". Ist das tatsächlich (heute noch) so? Hatte die BahnCard mit Kreditkartenfunktion, die mir jetzt allerdings im Zuge eines Upgrades von BC25 auf BC50 automatisch gekündigt wurde. Überlege mir jetzt, ob ich die Kreditkartenfunktion neu beantrage...

bileo
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Nein diese Gebühren gibt es nicht mehr.

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Hui, schneller kann man nicht antworten ;-). Müsste man nur noch durchrechnen, mit wie vielen Fahrten man die Jahresgebühr von 19 € (?) wieder drin hat, wenn man sie mit den Bonuspunkten gegen rechnet...

Raceroaer
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Die Jahresgebühr für eine Kreditkarte 2. Klasse kostet 34€ und nicht 19€

https://www.bahn.de/p/view/bahncard/ueberblick/bahncard-k...

Wenn Sie gleich eine BahnCard 1. Klasse kaufen, gibts die "Standard Kreditkarte" umsonst.

Beste Grüße

bileo
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Ok. Dann müsste man rechnen, wieviele Bonus-Punkte man erst mal sammeln muss, um die 34 € rein zu holen. Habe z. Bsp. parallel auch eine VisaCard, da stellt sich die Frage, ob man sich zusätzlich "nur" wg. der doppelt gutgeschriebenen Bonus-Punkte eine zweite Kreditkarte leistet (gut, die VisaCard könnte man kündigen...).

Leo
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Die Rechnung ist eigentlich recht simpel:

1. Was ist ein Punkt wert? Angesichts von Sachprämien wie 40€-Genuss-Gutschein zu 1500 Punkten etwa 40€/1500P=0,027€/P , also 2,7 Cent pro Punkt.

2. Wieviel gesammelte Bonuspunkte braucht man, um den Kartenpreis zu finanzieren?

34€ / (0,027€/P) = 1259 Punkte

3. Ab welchem externen (internen) Jahresumsatz amortisiert sich demnach die Kartengebühr?

Extern: Man erhält pro Euro Umsatz 0,1 Punkt, also 0,1P/€ gutgeschrieben. Also für 34€ bzw. 1259 Punkte für die Jahresgebühr braucht man einen Jahres-Umsatz von:

1259P / (0,1P/€) = 12590 €

Erst ab 12600€ eternem Umsatz erhält man das erste Pünktchen, das man nicht vorher mit der Jahresgebühr selbst bezahlt hatte!

Für (die meisten, z.B. nicht bei Kauf am BOB-Schalter, Reisebüros,…) internen Umsätze gibt es doppelte Punkte wie bei internen Umsätzen; folglich reicht der halbe Jahres-Umsatz: 6300€

4. Fazit: Die Kreditkartenfunktion der Bahncard 2. Klasse lohnt sich erst ab einem Jahresumsatz von über 12590€ extern (oder 6300€ intern) und dürfte so für die allermeisten eher ein Zuschuss-Geschäft werden!

Daher habe ich auch gar keine Bahncard-Kreditkarte mehr, sondern habe jetzt 2 andere Kreditkarten OHNE Jahresgebühr: Eine (für den Euro-Raum außer Tanken) berechnet noch etwas happigere Femdwährungsgebühren als die Commerzbank-Bahncard einerseits, gewährt aber 0,5% Cashback in Form von PAYBACK-Punkten, die andere gewährt 1% Cashback auf Tank-Umsätze und brechnet keinerlei Fremdwährungsgebühren.

Siehe auch z.B.:

https://www.test.de/Kreditkarten-im-Vergleich-5238561-0/

bileo
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Vielen Dank für die sehr aufschlussreiche Berechnung, super! Da kann ich direkt froh sein, dass mir die Karte gekündigt wurde. Werde mich auch bzgl. einer Kreditkarte ohne Jahresgebühr umschauen und meine (Amazon) VisaCard mal kündigen. Da gibt es ein ähnliches Punkte-Gutschrift-System, bei dem ich auch mal den Umsatz gegen den Punktgewinn rechnen und schauen muss, ob sich die Karte tatsächlich lohnt. VielenDank auch für den Link, werde ich mir mal (nach Weihnachten ;-)) anschauen.