Frage beantwortet

Betrug bei Rewe und Penny?

Okay, die Frage ist absichtlich etwas provokativ formuliert, aber auf
https://www.bahn.de/p/view/home/info/sonderkommunikation-...
steht:

"So schützen Sie sich vor Betrug bei Bahntickets: [...] Gutscheine und Fahrkarten werden immer zum aufgedruckten Preis verkauft, es gibt keine verbilligten Gutscheine oder Tickets."

In den genannten Läden wurden aber doch kürzlich verbilligte Gutscheine angeboten?! Vielleicht sollte man den Text auf der Homepage noch mal überarbeiten...

kirroyal
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kabo
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Den Gedanken hatte ich auch.
Auf der einen Seite erweckt die DB den Eindruck, dass es sich um unseriöse Anbieter handelt, wenn Bahngutscheine zu einem Preis unterhalb des Nennwerts verkauft werden.
Auf der anderen Seite lässt die DB selbst bei Rewe und Penny 29€-Gutscheine für 25€ verkaufen.
Warum soll dann ein Angebot auf eBay, wo 500€-Gutscheine für 430€ verkauft werden, dubios sein?

Damit schwächt die DB völlig unnötig die eigene Rechtsposition, wenn es um das Sperren von Gutscheinen geht. Denn da kommt es ja auch darauf an, ob Kunden beim Kauf eines Gutscheins erkennen konnten, dass es sich um "Hehlerware" handelt.

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Hallo,

es heißt „nur in offiziellen Verkaufstellen [...]“
Rewe und Penny sind ja offizielle Verkaufsstellen.

Damit sind eher Angebote z. B. von eBay gemeint.

kirroyal
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Ähm, nein. Vollständig steht da: "Bahntickets und Gutscheine sollten Sie grundsätzlich nur in offiziellen Verkaufsstellen erwerben. Gutscheine und Fahrkarten werden immer zum aufgedruckten Preis verkauft, es gibt keine verbilligten Gutscheine oder Tickets."

Der 2. Satz ist meiner Meinung nach einfach falsch:

  • Es gibt verbilligte Gutscheine.
  • Diese werden nicht zum aufgedruckten Preis (29 €) verkauft

kabo
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Den Gedanken hatte ich auch.
Auf der einen Seite erweckt die DB den Eindruck, dass es sich um unseriöse Anbieter handelt, wenn Bahngutscheine zu einem Preis unterhalb des Nennwerts verkauft werden.
Auf der anderen Seite lässt die DB selbst bei Rewe und Penny 29€-Gutscheine für 25€ verkaufen.
Warum soll dann ein Angebot auf eBay, wo 500€-Gutscheine für 430€ verkauft werden, dubios sein?

Damit schwächt die DB völlig unnötig die eigene Rechtsposition, wenn es um das Sperren von Gutscheinen geht. Denn da kommt es ja auch darauf an, ob Kunden beim Kauf eines Gutscheins erkennen konnten, dass es sich um "Hehlerware" handelt.

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@kirroyal
Das ist jetzt aber wirklich ein Nebenkriegsschauplatz.
Die Wahrscheinlichkeit, dass bei Penny oder REWE im Rahmen von solchen, auch auf Prospekten beworbenen, Aktionen gefälschte Gutscheine vertickt werden, tendiert gegen 0,0.

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"Denn da kommt es ja auch darauf an, ob Kunden beim Kauf eines Gutscheins erkennen konnten, dass es sich um "Hehlerware" handelt."

Wenn der Kunde den Gutschein bei einer offiziellen Verkaufsstelle erworben hat (und dazu zählen für mich auch die Supermärkte mit einem großen Angebot von Gutscheinen aller Art), kann er davon ausgehen, dass es mit der Ware seine Ordnung hat.
Es werden ja auch andere Produkte zu Sonderangebots-Konditionen verkauft - da muss man schließlich auch nicht überprüfen, ob es sich evtl. um Fälschungen handelt.

Bei eBay hingegen wird alles mögliche vertickt. Auch Fälschungen.

Hustensaft
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Es gibt Fälle, in denen Gutscheine mit widerrechtlich abgegriffenen Kontodaten oder gestohlenen Kreditkarten bezahlt wurden, es soll auch schon vorgekommen sein, dass betrügerische Agenturen Gutscheine erstellt haben. Da niemand etwas zu verschenken hat, ist - insbesondere wenn es sich um Gutscheine mit höherem Nennwert handelt - schon darauf zu achten, ob die "Geschichte" des Gutscheins stimmt. 100 € als einziges Angebot mit dem Titel unbrauchbares Geburtstagsgeschenk ist sicher glaubhafter als viele laufende oder bereits abgewickelte Gutscheinangebote über 500 € ohne wirklich überzeugende Story. Von daher ist bei manchem eBay-Angebot sicher eine gesunde Skepsis angebracht.

Die Angebote von REWE und Penny fallen aber garantiert nicht darunter, da diese erst an der Ladenkasse aktiviert werden müssen, ist auch ein Diebstahl sehr unwahrscheinlich. Die Beschreibung/Warnung der Bahn passt nicht zu dieser Fallkonstellation und ist zu ignorieren.

kirroyal
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@alle:
Ich wollte hier keine Diskussion auslösen, ob die bei Rewe oder Penny erhältlichen Gutscheine legal sind (es liegt auf der Hand, dass sie es sind), sondern nur darauf hinweisen, dass die Formulierung "es gibt keine verbilligten Gutscheine" in diesem Zusammenhang falsch ist.

kabo
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Ja, schon klar.
Es geht mit um Folgendes:
Kunde (K) kauft von einem Verkäufer (V) einen Gutschein, der zwar echt ist, aber aus einem Betrug stammt. V ist also der Betrüger. K ist arglos, schöpft keinen Verdacht und glaubt, dass alles seine Ordnung hat. K möchte den Gutschein einlösen, aber die DB verweigert die Einlösung, weil der Gutschein ja von V betrügerisch erlangt wurde - was K aber nicht wusste. Da der Gutschein echt ist und K den gutgläubig erworben hat, muss die DB aber eigentlich den Gutschein einlösen oder zumindest K Schadensersatz für die Nicht-Einlösung des echten Gutscheins zahlen.
Hätte K aber erkennen können, dass das Angebot von V unsauber ist, kann K von der DB nicht die Einlösung des Gutscheins verlangen. K wäre dann nicht gutgläubig gewesen und wäre nicht geschützt.

Die DB macht sich halt gerade die Argumentation kaputt, dass man unseriöse Verkäufer daran erkennt, dass der Verkaufspreis vom Nennwert abweicht.

Oder anders: Die DB kann kaum die Einlösung eines 500€-Gutscheins verweigern, der bei eBay für 430€ erworben wurde, wenn die DB gleichzeitig bei Rewe 29€-Gutscheine für 25€ verkauft. Der Rabatt ist der gleiche - das Angebot bei eBay wäre also nicht offensichtlich dubios.