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Frage beantwortet

Was sind meine Rechte, wenn ich nachts den letzten Anschlusszug nach Westerland nicht mehr erreichen kann?

Meine Reise ging von Münster nach Westerland mit dem EC8. Durch einen Vorfall auf der Strecke war in Osnabrück schon klar, dass der Zug mit einer Verspätung von über 60 Min. Hamburg Altona erreichen würde und ich somit die letzte Verbindung um 21:40 zur Insel verpassen würde. Da nicht nur ich, sondern viele Reisende in Hamburg Altona stranden würden, dachte ich mir, dass ich in Bremen aussteige um dort zu übernachten, da es nicht ganz so voll am Info Schalter werden würde. Die Dame an der DB-Info in Bremen wollte mir jedoch keinen Hotel Gutschein ausstellen mit der Begründung, dass ich immer bis zum möglichen Endbahnhof (in diesem Fall Hamburg Altona) fahren müsse und ich das nicht entscheiden könne wo ich auf der Strecke übernachte obwohl wir ja schon eine sichere Verspätung von über 90 Min hatten. Andere Mitarbeiter hatten mir ein paar Wochen vorher anstandslos einen Übernachtungsgutschein ausgehändigt. Was ist denn jetzt die richtige Vorgehensweise? Darf ich in Bremen aussteigen wenn klar ist das ich in Altona erst um z.B. 23:30 ankomme und schon viele Hotels ausgebucht sind und ich möglicherweise noch ein Taxi benötige um eine Übernachtungsmöglichkeit zu erreichen? Es ist mir ja auch freigestellt welchen Zug ich am nächsten Tag nehme, um mein Ziel zu erreichen.
Vielen Dank schon mal für die Beantwortung meiner Frage!

Anonym
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kabo
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"Darf ich in Bremen aussteigen wenn klar ist das ich in Altona erst um z.B. 23:30 ankomme und schon viele Hotels ausgebucht sind und ich möglicherweise noch ein Taxi benötige um eine Übernachtungsmöglichkeit zu erreichen?"
-> Natürlich dürfen Sie aussteigen - aber Sie müssen dann damit rechnen, auf den Hotelkosten sitzen zu bleiben.

"Was ist denn jetzt die richtige Vorgehensweise?"
-> Sich an den nächsten DB-Ansprechpartner zu wenden.

Es ist Aufgabe der Bahn, sich um die Weiterbeförderung oder Übernachtung zu kümmern.
Auf welche Weise die DB Ihren Pflichten nachkommt, darauf haben Sie keinen Einfluss. Wenn die DB Sie also erstmal bis Hamburg weiterbefördern will, anstatt eine Übernachtung in Bremen bereitzustellen, dann müssen Sie das akzeptieren (oder die Übernachtung aus eigener Tasche bezahlen).
Dass Sie zur Selbsthilfe greifen können (also z.B. selbst ein Hotel suchen und die Kosten bei der DB zurückfordern) ist nur vorgesehen, wenn die DB erkennbar ihren Pflichten nicht nachkommen will oder kann (z.B. weil weit und breit kein DB-Mitarbeiter erreichbar ist, weder am Servicepoint noch im Zug).

Wenn ein DB-Ansprechpartner erreichbar ist, müssen Sie den auch kontaktieren und die bereitgestellte Lösung nutzen - auch dann wenn die Lösung "nur" aus der Weiterbeförderung zum nächsten Knotenbahnhof besteht. Tun Sie das nicht, haben Sie ohnehin keine Ansprüche.

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Drehrumbum
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Ja, die Dame an der DB-Info hat recht. Sie müssen immer so weit fahren, wie es am Tag geht. also bis nach Hamburg. Da anzunehmen ist, dass noch mehr Fahrgäste nach Richtung Sylt wollen, bestand die Möglichkeit, dass die DB Großraumtaxis einsetzt. Wenn z.b. 7 Leute in die Richtung wollen, hätte die DB 560 Euro an Taxikosten bezahlt, das dürfte reichen um nach Sylt zu kommen (7 Pers. x 80 Euro Erstattung). Auf jeden Fall hätten sie schon im verspäteten Zug die Zugbegleiter ansprechen müssen, dass sie weiter nach Sylt wollen. Meist organisieren die im Zug schon was oder geben Hotelgutscheine aus, wenn gar keine Möglichkeit zur Weiterreise besteht bzw. nicht mehr zumutbar ist.
Selber ein Hotel suchen ist nur die letzte aller Möglichkeiten. Zuvor MUSS sichergestellt werden, dass die DB keine Ersatzfahrmöglichkeit stellt und alle DB-Stellen geschlossen sind, was für Hamburg Hbf nicht zutreffen würde. Die haben 24 Std. auf.

Was anderes wäre es gewesen, wenn der Zugbegleiter im EC das O.K. gibt, dass sie in Bremen aussteigen dürfen. Das muss aber vorher telefonisch mit der Zentrale vereinbart werden, ob die Kosten übernommen werden. Deshalb IMMER erst versuchen, dass im Zug zu klären.

Anonym
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Nach Sylt mit dem Großraumtaxi???? Das ist eine Insel und nur mit der Fähre oder dem Autozug zu erreichen!

Drehrumbum
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Ist ja egal, ob das nun mit Taxis geht oder nicht. Sie hätten sich aber vorher informieren müssen. Es hätte z.b. auch nur bis Husum oder sonst wohin gehen können mit Taxis. Realistisch wäre in ihrem Fall gewesen, dass sie in Hamburg ein Hotelgutschein bekommen hätten.
Ich mache die Regeln nicht. Sie wollten wissen, wie es richtig wäre und nur das habe ich erklärt. Ob es nun sinnvoll ist , sie mit einem Taxi weiterzuschicken, entscheidet die DB ganz alleine.

kabo
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"Darf ich in Bremen aussteigen wenn klar ist das ich in Altona erst um z.B. 23:30 ankomme und schon viele Hotels ausgebucht sind und ich möglicherweise noch ein Taxi benötige um eine Übernachtungsmöglichkeit zu erreichen?"
-> Natürlich dürfen Sie aussteigen - aber Sie müssen dann damit rechnen, auf den Hotelkosten sitzen zu bleiben.

"Was ist denn jetzt die richtige Vorgehensweise?"
-> Sich an den nächsten DB-Ansprechpartner zu wenden.

Es ist Aufgabe der Bahn, sich um die Weiterbeförderung oder Übernachtung zu kümmern.
Auf welche Weise die DB Ihren Pflichten nachkommt, darauf haben Sie keinen Einfluss. Wenn die DB Sie also erstmal bis Hamburg weiterbefördern will, anstatt eine Übernachtung in Bremen bereitzustellen, dann müssen Sie das akzeptieren (oder die Übernachtung aus eigener Tasche bezahlen).
Dass Sie zur Selbsthilfe greifen können (also z.B. selbst ein Hotel suchen und die Kosten bei der DB zurückfordern) ist nur vorgesehen, wenn die DB erkennbar ihren Pflichten nicht nachkommen will oder kann (z.B. weil weit und breit kein DB-Mitarbeiter erreichbar ist, weder am Servicepoint noch im Zug).

Wenn ein DB-Ansprechpartner erreichbar ist, müssen Sie den auch kontaktieren und die bereitgestellte Lösung nutzen - auch dann wenn die Lösung "nur" aus der Weiterbeförderung zum nächsten Knotenbahnhof besteht. Tun Sie das nicht, haben Sie ohnehin keine Ansprüche.