Frage beantwortet

Fahrpreisnacherhebung ?

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am 22.11. für meine Frau ein Online-Ticket gekauft für eine Dienstfahrt von Garching a.d.Alz nach Bad Wildbad und wieder retour für 117,80€. Bei einer letzten Kontrolle während der Hinfahrt am 26.11 wurde meiner Frau vom Prüfer (*******) das Zugticket abgenommen mit dem Hinweis, dass nicht ihr Name (*******) auf dem Ticket stand, sondern meiner (Thomas Müller) Das Online-Ticket wurde für ungültig erklärt und eingezogen. Zusätzlich bekam meine Frau eine Fahrpreisnacherhebung von 68,70€ (FN-Nr.: *******) überreicht und musste für die restliche Fahrt nochmals ein Ticket einlösen; natürlich auch für die Rückfahrt.
Insgesamt kostet diese Zugfahrt mit Online-Ticket, Fahrpreisnacherhebung und zusätzlichem Kauf der Tickets nach Einzug des Online-Tickets gut dreihundert Euro. Das finden wir sehr ärgerlich.
Zusätzlich kann meine Frau die Fahrtkosten der Hinfahrt nicht bei Ihrem Arbeitgeber abrechnen (Bayr. Staatsregierung), da ihr das Online-Ticket mit bereits erfolgten Entwertungen entzogen wurden.
Wir bitten um eine zeitnahe Klärung des Falls, da innerhalb von 14 Tagen (ab 26.11.) die Fahrpreisnacherhebung bezahlt werden muss.

Nebenbei bemerkt: Hätte meine Frau das Ticket am Automaten gekauft, bei dem für dessen Gültigkeit kein Name erforderlich gewesen wäre, hätte es damit keine Probleme gegeben.

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Müller

[Editiert durch Redaktion, 10. Dezember 2018, 16 Uhr: Persönliche Daten entfernt.]

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
Sparflieger
Sparflieger

Sparflieger

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Die Nacherhebung ist völlig ok, Sie werden zu Beginn gefragt, ob Sie selber fahren oder jemand anders, da müssen Sie dann den entsprechenden Haken setzen.

Der Unterschied zur Fahrkarte am Automaten ist der, dass Sie ein Online Ticket zu Hause beliebig oft ausdrucken können, hier muss man durch die Personalisierung einem Missbrauch vorbeugen.

Ich bezweifle auch, dass Ihre Frau mit einem Ticket auf Ihren Namen eine Reisekostenabrechnung durchführen kann.

Sie können den Fall ja schildern und versuchen bei kundendialog@bahn.de eine Kulanz zu erhalten, um die Zahlung kommen Sie erst einmal nicht drum rum.

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (3)

Ja (0)

0%

0% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

Sparflieger
Sparflieger

Sparflieger

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Die Nacherhebung ist völlig ok, Sie werden zu Beginn gefragt, ob Sie selber fahren oder jemand anders, da müssen Sie dann den entsprechenden Haken setzen.

Der Unterschied zur Fahrkarte am Automaten ist der, dass Sie ein Online Ticket zu Hause beliebig oft ausdrucken können, hier muss man durch die Personalisierung einem Missbrauch vorbeugen.

Ich bezweifle auch, dass Ihre Frau mit einem Ticket auf Ihren Namen eine Reisekostenabrechnung durchführen kann.

Sie können den Fall ja schildern und versuchen bei kundendialog@bahn.de eine Kulanz zu erhalten, um die Zahlung kommen Sie erst einmal nicht drum rum.

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Nebenbei bemerkt: Hätte meine Frau das Ticket am Automaten gekauft, bei dem für dessen Gültigkeit kein Name erforderlich gewesen wäre, hätte es damit keine Probleme gegeben."
-> So ist es.

Online-tickets sind aber personalisiert. D.h. der Name auf dem Ticket muss mit dem Namen des Reisenden übereinstimmen, sonst liegt keine gültige Fahrkarte vor. Das wird bei der Buchung auch ziemlich klar dargestellt. Man wird bei der Buchung ausdrücklich gefragt, ob man ein Ticket für sich selbst oder ein Ticket für jemand anderes buchen möchte. Im zweiten Fall kann man dann den Namen des Reisenden eingeben. Bevor man auf "jetzt kostenpflichtig buchen" klicken kann, wird auch nochmal angezeigt, für welchen Reisenden das Ticket dann gilt.

Die Fahrpreisnacherhebung ist jedenfalls berechtigt, ebenso die Notwendigkeit für die Rückfahrt ein neues Ticket kaufen zu müssen.

Es kann also nur noch darum gehen, ob man das Ticket mit dem falschen Namen evtl. doch noch erstattet bekommt - denn das Ticket wurde ja nicht genutzt. Bei Sparpreis / Supersparpreis fällt die Möglichkeit weg, weil da ein Erstattung nach der Reise grundsätzlich ausgeschlossen ist. Bei einem Flexpreisticket würden 19€ Gebühr für eine nachträgliche Stornierung anfallen.
Allerdings wird der Prüfer wohl Nr. 2.9 der Beförderungsbedingungen ("ungültige Tickets können eingezogen werden") angewendet haben.

Ist blöd & ärgerlich, aber vielleicht wäre ein Kauf am Automat eben doch besser gewesen.