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Anspruch auf Geld, welches für ein Taxi bezahlt wurde, nachdem die Züge ausgefallen sind?

Am 13.08.2017 wollte ich mit dem Zug von Vechta (Stoppelmarkt) nach Osnabrück (Hbf) fahren. In Neuenkirchen wurde die Fahrt allerdings unterbrochen (aufgrund eines Unfalls am Gleis). Den Fahrgästen wurde von der Deutschen Bahn mitgeteilt, dass für Ersatzvekehr gesorgt sei und dieser in Neuenkirchen eintreffen würde. Folgendes Problem : Der Ersatzvekehr ist nicht erschienen. Somit bin ich mit einem Taxi von Neuenkirchen nach Osnabrück zum Hauptbahnhof gefahren. Nun zu meiner Frage: Kann ich das Geld, welches ich für das Taxi bezahlt habe, von der Deutschen Bahn zurückerstattet bekommen? Die Quittung besitze ich noch. Der Taxifahrer hat mir auch empfohlen, mich an die Deutsche Bahn zu wenden, da in so einem Fall das Geld im Normalfall erstattet wird.

AlWi
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Antworten

Unter folgenden Bedingungen werden Ihnen die Taxikosten bis 80 Euro erstattet:

  • Bei einer planmäßigen Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr UND
  • einer zu erwartenden Verspätung von mind. 60 Minuten am Zielbahnhof

oder:

  • bei Ausfall eines Zuges, wenn es sich dabei um die letzte fahrplanmäßige Verbindung des Tages handelt UND
  • der Zielbahnhof ohne Nutzung eines anderen Verkehrsmittels nicht mehr bis um 24 Uhr erreicht werden kann

Darüber hinaus stehen Ihnen Entschädigungen für die verspätete Ankunft am Zielort zu. Siehe: https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Fehntjer
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Außerdem dürften Ansprüche aus August 2017 bereits verfristet sein.

https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Innerhalb welcher Frist müssen Ansprüche geltend gemacht werden?

Die Ansprüche müssen spätestens 1 Jahr nach Ablauf der Geltungsdauer der zugehörigen Fahrkarte geltend gemacht werden.

Sparflieger
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Sie sollten sich da aber bitte bei der Nordwestbahn melden, diese Strecke wird durch die NWB betrieben, und nicht durch die DB .

https://www.nordwestbahn.de/de/kontakt

Vielleicht zeigt mansich dort ja kulant.

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Die Frage ist allerdings auch, ob der Ersatzverkehr tatsächlich nicht erschienen ist, oder nur (zu) lange benötigt hat, um zu erscheinen, und man nicht lange genug gewartet hat.

Das Problem mit dem Ersatzverkehr bei unvorhersehbaren Ereignissen, wie Unfällen, ist ja, das nach der Unfallmeldung geprüft wird, ob und wie lange die Strecke nicht befahrbar sein wird, um zu entscheiden, ob man überhaupt einen Ersatzverkehr benötigt, z.B. weil man den Zug umleiten könnte, zum letzen/nächsten Bahnhof mit Umsteigemöglichkeiten leiten könnte (das kostet etwas Zeit). Wenn klar ist, die Strecke ist länger gesperrt, den Zug kann man nicht umleiten, muss man einen oder mehrere Busse organisieren (das kostet ebenfalls Zeit, und durchaus nicht unwesentlich), dazu muss man natürlich auch ggfs. erst mal Busfahrer aus dem Bett holen (nachts), bzw. aus ihrem freien Tag holen, die müssen zum Busdepot fahren, Fahrpläne, Strecke besorgen, dann zum Bahnhof fahren, der sich ja auch nicht unbedingt in der Nähe des Busdepots befindet. Da läppert sich eines zusammen.

D.h. bis der Ersatzverkehr eintrifft, kann je nach Tageszeit und Ort des Bahnhofes locker eine Stunde und mehr Zeit drauf gehen. Soviel Geduld hat man leider als genervter Fahrgast selten, zumal niemand weiß, was da im Hintergrund so alles organisiert werden muss. Und leider sind die Informationen der Bahn in solchen Situationen auch extrem dünn. Speziell nachts gibt‘s vor Ort eh kein Personal mehr, der einzige Schaffner im Zug hat auch wenig Informationen, und könnte diese zwar im Zug per Lautsprecher durchsagen, aber da die Leute vor dem Bahnhof auf den Bus warten, klappt das auch nicht.