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Zugbindung bei Zwischenhalt (erster Anschluß wird nicht erreicht, 2. evtl.)

Guten Abend,

bei mir ist die Konstellation folgende:

Ich habe für den 01.12. eine Hinfahrt von Mannheim nach Köln mit einem Zwischenhalt von knapp 2 Stunden in Bonn gebucht.

Nun kam eine Email, daß sich bei dieser Verbindung Änderungen ergeben haben.
Start ist ICE 774 in MA mit Ankunft 6:37 FFM Fern. Nach Recherche fährt der IC 2310, den ich dann nehmen wollte, nicht wie vorgesehen um 6:57 ab FFM Fern sondern aus welchen Gründen auch immer bereits um 6.28 ab. Ankunft in Bonn ist dagegen komischerweise lt. der Reiseauskunft trotzdem wie üblich um 8:44. Evtl. steht der IC dann eine halbe Stunde wartend in Mainz am Gleis.

Egal. Ich kriege den Anschluß nicht, also ist diese Zugbindung wohl automatisch aufgehoben?

Was ist nun mit meiner Weiterfahrt ab Bonn, die lt. Ticket um 10:46 mit dem IC 2216 geplant habe? Ist hier ebenfalls die Zugbindung aufgehoben und ich schaue zu wie ich am Besten nach Bonn komme (notfalls erst über Köln und dann zurück nach Bonn und dann wieder Richtung Köln)? D.h. ich fahre in MA z.b 6:36/7:36 mit einem ICE nach Köln und dann mit IC/EC nach BN.
Kann ich in diesem Fall auch einen RE nutzen, falls der zeitlich besser passt?

Vielen Dank im voraus.

planetfuse
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Hallo Drehrumbum, soweit haben wir es geklärt, dass die Zugverbindung – wie von planetfuse gebucht – nicht mehr angeboten wird. Die Zugbindung für die Strecke von Mannheim Hbf nach Köln Hbf ist automatisch aufgehoben.

Es gibt folgende Möglichkeit, da die Fahrkarte weiterhin Gültigkeit am eingetragenen Reisetag hat:

  • planetfuse sucht sich eine Verbindung von Mannheim Hbf nach Köln Hbf mit zwingendem Zwischenhalt in Bonn Hbf über die Reiseauskunft raus,
  • jedoch ist zu beachten: Wenn bei der Alternativverbindung das erste Mal der eingetragene Zielbahnhof Köln Hbf erreicht wird, endet die Fahrt dort. 

Viele Grüße /ch

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Drehrumbum
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Für die komplette Strecke ist dann die Zugbindung komplett aufgehoben und sie können jeden nicht reservierungspflichtigen Zug (also auch ICE oder RE) an ihr Ziel nehmen. auch wenn sie wünschen mit Zwischenhalten. Sie sind auch nicht an die vorgegebene Strecke gebunden und könnten über die Schnellfahrstrecke Ffm-Köln fahren, wenn sie damit schneller am Ziel wären.
Das einzige was sie nicht dürfen ist erst nach Köln fahren, dann weiter nach Bonn und dann wieder zurück nach Köln. Jedenfalls theoretisch. Praktisch gesehen sieht das ja keiner, wie sie letztendlich gefahren sind und wird auch niemanden interessieren. ;)

Neptun
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Zuerst: "... Zugbindung komplett aufgehoben ... nicht an die vorgegebene Strecke gebunden ..."
Völlig richtig alles.

"nicht ... erst nach Köln fahren, dann weiter nach Bonn und dann wieder zurück nach Köln. Jedenfalls theoretisch."
Man soll zum Zielbahnhof die schnellste Strecke fahren dürfen, aber zum explizit angegebenen Via-Bahnhof nicht? Das kann nicht Sinn der Fahrgastrechte sein.
Nun, ich weiß schon, welche Vorschrift das angeblich ausschließen soll. Das muss nicht an dieser Stelle diskutiert werden – ganz eindeutig ist es nämlich überhaupt nicht:
Bleiben wir bei dem Reisewunsch am 1.12. ab 6.06 Mannheim - Köln über Bonn, allerdings nur mit der weiteren Vorgabe "ohne Straßenbahn". Ich erhalte einen Komplettpreis über Köln-Bonn nach Köln mit 3 x ICE, 1 x RB.

"Praktisch gesehen sieht das ja keiner"
Im Teilstück Köln - Bonn könnte es natürlich zu unangenehmen Nachfragen kommen mit der vom Fragesteller beschriebenen Fahrkarte. Ebenso zwischen Bonn und Köln, wenn ein Stempel auf der Fahrkarte ist von einem ICE, der die Schnellstrecke befährt und womöglich nicht mal in Siegburg hält.

Drehrumbum
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Zu meinem letzten Satz: Wie es Neptun schon schildert, ist es rechtlich nicht eindeutig. Es gibt die Regel mit den untersagten Stichfahrten und der Priorität der rechtzeitigen Ankunft am Ziel. Ein Zwischenhalt ist kein Ziel und wenn ich eine Fahrt buche, einen Zwischenhalt von 2 Stunden habe und dieser wegen Verspätung nicht eingehalten werden kann, hab ich keinen Anspruch auf meinen Zwischenhalt, wenn ich trotzdem noch pünktlich ans Ziel komme. Soweit die Theorie. Was ich mit meinem "bemängelten" letzten Satz meine, ist halt die Auslegung auf Kulanzbasis.
Mir wurde mal von einen ZuB gesagt, dass in solchen Fällen hinweggesehen werden soll. Natürlich ist das nicht bindend, aber die Mods hier könnten ja mal im Fachbereich nachfragen und eine genaue Regelung hier posten, welche bindend ist.
Mir ist auch noch nie ein ZuB über den Weg gelaufen, der ein Ticket, bei dem die Zugbindung aufgehoben wurde, überhaupt die Stempel angeschaut hat.

Hallo Drehrumbum, soweit haben wir es geklärt, dass die Zugverbindung – wie von planetfuse gebucht – nicht mehr angeboten wird. Die Zugbindung für die Strecke von Mannheim Hbf nach Köln Hbf ist automatisch aufgehoben.

Es gibt folgende Möglichkeit, da die Fahrkarte weiterhin Gültigkeit am eingetragenen Reisetag hat:

  • planetfuse sucht sich eine Verbindung von Mannheim Hbf nach Köln Hbf mit zwingendem Zwischenhalt in Bonn Hbf über die Reiseauskunft raus,
  • jedoch ist zu beachten: Wenn bei der Alternativverbindung das erste Mal der eingetragene Zielbahnhof Köln Hbf erreicht wird, endet die Fahrt dort. 

Viele Grüße /ch

planetfuse
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Viele Dank für die zahlreichen und hilfreichen Antworten. Wäre es mir nur um das Ziel Köln gegangen, wäre die Buchung natürlich deutlich einfacher gewesen. Um also meinen gewünschten Zwischenhalt Bonn "mitzunehmen" nutze ich den ICE 616 ab 6:36 Uhr in MA und dann FFM Fern IC 2028. Bin dann lt. Plan 9:44 Uhr in Bonn. Dann verstehe ich es richtig, daß ich für die Strecke BN-K sowohl z.b. den ursprünglichen auf der Hinfahrt gebuchten IC 2216 ab 10:46 oder RE 5 ab 11:02 oder RB 26 ab 11:33 nehmen kann. Wäre bei Nutzung des NV das Ticket in Papierform vorteilhafter? Danke.

Neptun
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Meines Erachtens sollte auch erlaubt sein: Mit dem ICE 616 bis Siegburg/Bonn, dann mit der Straßenbahn 66 bis Bonn Hbf, dann mit einem beliebigen Zug (RB/RE/IC/ICE) nach Köln.
Die Straßenbahn 66 ist zwischen Siegburg und Bonn mit Eisenbahnfahrkarten nutzbar: Bei Auswahl MA-BN wird der Preis für die komplette Strecke angezeigt. Bei einer Weiterfahrt mit einem anderen Zug von Bonn Hbf kann zwar keine durchgehende Fahrkarte ausgestellt werden, jedoch sollte das bei Nutzung im Rahmen der Fahrgastrechte keine Rolle spielen.

planetfuse
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Nach entprechender Prüfung des Personals im ICE 616 und dann im IC 2028 das die Zugbindung tatsächlich aufgehoben war, kam ich pünktlich gegen 9:45 in Bonn an und konnte sogar die ursprünglich gebuchte Weiterfahrt mit dem IC 2216 dank einer 20 Minuten Verspätung erreichen.

Neptun
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Danke für die Rückmeldung zum Reiseverlauf! Prüfungen sind ja manchmal aufregend, aber man muss dem Personal schließlich zubilligen, dass nicht alles auf Ansage durchgewunken wird.