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Was bedeutet:Das Kind hat dann kein zusätzlichen Anspruch,eine Begleitperson kostenfrei mitnehmen?

Auf diesen Satz stößt man in der Rubrik "Barrierefreies Reisen - Angebote und Vergünstigungen für mobilitätseingeschränkte Reisende - Schwerbehinderte Kinder plus Begleitperson - Kinder ab 6 Jahre". Ein Kind ab 6 Jahren mit Schwerbehindertenausweis, in dem die Notwendigkeit ständiger Begleitung nachgewiesen ist, verliert den Anspruch auf die kostenfreie Begleitperson im deutschen Binnenverkehr grundsätzlich nicht, egal ob es eine eigene Fahrkarte hat oder als Familienkind auf der Fahrkarte steht! Bitte schlüssig erklären, was dieser Satz bedeuten soll oder diesen Satz umgehend löschen! Vielen Dank!

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Was bedeutet:Das Kind hat dann kein zusätzlichen Anspruch,eine Begleitperson kostenfrei mitnehmen? - Dieser Passus kommt in dem Text nicht vor, ganz im Gegenteil.

kabo
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Man hätte es in der Tat eleganter formulieren können.
Ein schwerbehindertes Kind mit Merkzeichen B kann immer eine Begleitperson kostenlos mitnehmen. Und zwar auch dann, wenn das schwerbehinderte Kind selbst keine eigene Fahrkarte hat, sondern "nur" auf der Fahrkarte eines Elternteils eingetragen ist.

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Guten Morgen Karl9, ich kann den genannten Passus auch nicht finden. Sie sprechen sicher von dieser Seite. Dort ist es für Kinder anders formuliert als von Ihnen angegeben. /no

Wie von mir bereits angegeben, steht der Passus unter "Barrierefreies Reisen - Angebote und Vergünstigungen für mobilitätseingeschränkte Reisende - Schwerbehinderte Kinder plus Begleitperson - Kinder ab 6 Jahre". Er lautet im Original: "Das Kind hat dann aber keinen zusätzlichen Anspruch darauf, eine Begleitperson kostenfrei mitzunehmen." Bitte erneut prüfen!

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Hallo Karl,

ich muss mich hier erst erkundigen, woher die Aussage stammt und auf welcher Grundlage sie erstellt wurde. Ich melde mich wieder. /ti

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Bei mehrmaligem Durchlesen ist mir klar geworden was gemeint ist:
Ein schwerbehindertes Kind mit "B", das eine eigene Fahrkarte zum Kindertarif hat, kann keine weiteren Personen über die eine Begleitperson hinaus(!) mitnehmen.

Aus dem Zusammenhang ergibt sich, dass es um die Familienkind-Regelung geht, die einen vollzahlenden Erwachsenen voraussetzt. Gibt es keinen vollzahlenden Erwachsenen, weil der Erwachsene als Begleitperson des schwerbehinderten Kindes kostenlos fährt, kann das zu ungünstigen Ergebnissen führen, wenn noch weitere Kinder (zusätzlich zum schwerbehinderten Kind) vorhanden sind.

Beispiel: Mutter mit drei Kindern, davon ein Kind mit "B".
Option a) Die Mutter kauft eine Fahrkarte zum vollen Preis, alle Kinder (egal ob schwerbehindert oder nicht) können kostenlos mitfahren.
Option b) Das schwerbehinderte Kind kauft sich eine Fahrkarte zum Kindertarif, dann fährt die Mutter des Kindes aufgrund des "B" kostenlos als Begleitperson mit. Die weiteren zwei Kinder brauchen dann aber auch eine Fahrkarte zum Kindertarif, weil die Mutter ja schon Begleitperson ist und *zusätzliche* Personen (also die beiden anderen Kinder) nicht kostenlos sind.

Oder einfacher gesagt:
Ein vollzahlender Erwachsener kann ALLE eigenen Kinder kostenlos mitnehmen.
Ein halbzahlendes Kind mit "B" kann EINE Begleitperson kostenlos mitnehmen, aber nicht noch zusätzlich andere Kinder / Geschwister.

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Hallo zusammen,

leider ist diese Textstelle tatsächlich nicht zutreffend formuliert.
 
Wenn die Familienkinderregelung in Anspruch genommen wird, bleiben die zuvor beschriebenen Mitnahmeregelungen mit Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen „B“ unberührt. Das heißt, wenn ein Vater mit einer Fahrkarte seinen 10-Jährigen schwerbehinderten Jungen in der Fahrkarte eintragen lässt, kann die Mutter zusätzlich als Begleitperson des Kindes unentgeltlich mitfahren.
 
Schwerbehinderte Kinder ohne Merkzeichen B benötigen eine eigene Fahrkarte und können keine Begleitung mitnehmen. Eine andere Begleitperson, außer den Erziehungsberechtigten, z. B. Tante, benötigt dann ebenso eine eigene Fahrkarte und kann das Kind nicht kostenfrei mitnehmen bzw. in der Fahrkarte eintragen lassen.
 
Der Fachbereich lässt die Seite entsprechend anpassen.

@kabo
So habe ich auch erst gedacht. Dennoch ist der Absatz sehr schwierig formuliert und lässt sich missverstehen. /ti

Es handelt sich hier um ein hochsensibles Thema, und ich meine, die DB sollte – insbesondere auch angesichts der gesetzlichen Vorgaben bzgl. Antidiskriminierung – darauf achten, ihre Kunden darüber klar und verständlich zu informieren.

Dem wird der fragliche Artikel auch nach der „Überarbeitung“ keinesfalls gerecht: er ist ein Sammelsurium von Regelungen zur allgemeinen Beförderung von Kindern, Familienkinder- und Begleiter-Regelungen, unvollständig und unverständlich – der abschließende Satz „Die zuvor beschriebenen Mitnahmeregelungen mit Schwerbehindertenausweis und Merkzeichen „B“ bleiben davon unberührt“ schafft hier mitnichten Klarheit!

Der Artikel muss m. E. komplett neu erstellt werden. Betrachten Sie nachfolgenden Textvorschlag bitte als „Denkanstoß“.

„Schwerbehinderte Kinder plus Begleitperson
Ist im Schwerbehindertenausweis des Kindes die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson (Merkzeichen „B“ bzw. „BL“) vermerkt, darf eine Begleitperson in der Klasse, in der das Kind reist, kostenfrei und ohne eigene Fahrkarte mitfahren.

Dies gilt auch dann, wenn das Kind selbst keine eigene Fahrkarte besitzt, da es

a) noch unter 6 Jahren alt und damit noch nicht im zahlungspflichtigen Alter ist.

Beispiel: eine Mutter reist mit ihrem 4-jährigen behinderten Kind - das Kind benötigt keine eigene Fahrkarte, da noch nicht im zahlungspflichtigen Alter, die Mutter fährt als Begleitperson kostenfrei mit, d. h. es ist keine Fahrkarte erforderlich.

b) im zahlungspflichtigen Alter zwischen 6 und 14 Jahren als Familienkind auf der Fahrkarte der Eltern/Großeltern eingetragen ist.

Beispiel: Vater und Mutter reisen mit ihrem 10-jährigen behinderten Kind - das Kind steht als Familienkind auf der Fahrkarte des Vaters und reist darum kostenfrei, die Mutter fährt als Begleitperson kostenfrei mit, d.h. es ist lediglich eine Fahrkarte für den Vater zusammen mit dem Familienkind erforderlich.

c) im zahlungspflichtigen Alter zwischen 6 und 14 Jahren im Besitz eines Beiblattes mit gültiger Wertmarke ist und damit Nahverkehrszüge in der 2. Klasse nutzt.

Beispiel: ein Vater reist mit seinem 10-jährigen behinderten Kind mit Nahverkehrszügen in der 2. Klasse – das Kind benötigt keine eigene Fahrkarte, da es zusätzlich zum Schwerbehindertenausweis im Besitz eines Beiblattes mit gültiger Wertmarke ist, der Vater fährt als Begleitperson kostenfrei mit, d. h. es ist keine Fahrkarte erforderlich.

Außerdem haben das Kind und die Begleitperson Anspruch auf kostenfreie Sitzplatzreservierungen in Fernverkehrszügen in der Klasse, in der sie reisen.“

kabo
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Es ist nicht ganz so einfach, denn es gibt ja Konstellationen, wo die allgemeine Familienkindregelung günstiger ist als die Nutzung der Freifahrt für Begleitpersonen.
Beispiel: Vater mit einem schwerbehinderten und zwei nicht-schwerbehinderten Kindern.
Wenn der Vater als Begleitperson zum schwerbehinderten Kind gratis fährt, müssen alle Kinder bezahlen. Wenn der Vater stattdessen ein Ticket für sich und drei (kostenlose) Familienkinder kauft, ist das unterm Strich günstiger.
Die Information, dass es durch die allgemeine Familienkind-Regelung eine Alternative zur Freifahrt für die Begleitperson des schwerbehinderten Kindes gibt, die unter Umständen noch günstiger ist, darf nicht unterschlagen werden (da gibt es eine EU-Richtlinie zu).
Das dürfte der Grund sein, weshalb sich die DB mit einer Formulierung so schwer tut.

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Hallo Karl,

was ist denn jetzt unverständlich an der Formulierung? Ihre Vorschläge kann ich genauso aus den aktuell geschriebenen FAQ ebenso ableiten. Weiterhin kann die Familienkinderregelung günstiger sein, als die Mitnahme einer Begleitperson, wie kabo Ihnen hier schon schrieb. /ti

Liebes DB-Team, sollte Ihre Antwort tatsächlich dem Stil Ihres Hauses entsprechen? Dann allerdings handelte es sich bei der DB nicht um einen modernen Dienstleister, der gern und bewusst den konstruktiven Dialog mit seinen Kunden sucht und gerade auch für kritische Hinweise dankbar ist, um besser zu werden, sondern eher wohl um eine ‚Behörde aus schlechter alter Zeit‘, die lediglich ‚Bittsteller‘ kannte und diese "abkanzelte".

Ihre Antwort ist - mit Verlaub - im Tonfall anmaßend, im Ausdruck mangelhaft und inhaltlich ignorant. Auf Form und Ausdruck hier näher einzugehen, erübrigt sich - jedem, der Ihre Antwort unbefangen liest, wird sich ohne weiteres erschließen, was ich meine...
Inhaltlich ignorant ist die Antwort, da Sie, statt bestrebt zu sein, Ihre Kunden klar und verständlich zu informieren, vom Kunden verlangen, dass er das für ihn Relevante aus dem vorhandenen ‚Sammelsurium‘ gefälligst selbst "ableite" - ganz im Stile der oben erwähnten ‚Behörde‘, die sich darauf beschränkte, auf die vorhandenen Paragraphen zu verweisen ohne Rücksicht auf Verständlichkeit.

Wie soll ich beispielsweise aus dem Artikel "ableiten", dass ein schwerbehindertes Kind, das als Familienkind auf der Fahrkarte steht, außerdem auch noch eine Begleitperson kostenfrei mitnehmen kann?
Wenn Sie denn – ein weiteres Beispiel - so viel Wert legen auf den Hinweis, dass die Familienkinderregelung u. U. günstiger sein kann als die Begleiter-Regelung – warum schreiben Sie das dann nicht klar und eindeutig und unterlegen das mit einem entsprechenden Beispiel (Vater mit drei Kindern im zahlungspflichtigen Alter, davon eines schwerbehindert)? Stattdessen ist da nebulös von „vergünstigten Preisen“ für Kinder die Rede, für die die „regulären Regelungen“ (sic!) gelten würden.
Der nachträglich eingefügte Satz „Die zuvor beschriebenen Mitnahmeregelungen (…) bleiben davon unberührt“ schließlich ist schlechte alte Behörden-Rhetorik in Reinkultur – was bleibt hier von was „unberührt“?

Liebes DB-Team, Ihre Antwort bedarf – ebenso wie der in Frage stehende Artikel – einer grundlegenden Revision!

kabo
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Wie Sie sicher wissen ist die kostenlose Mitnahme von Begleitpersonen im Rahmen des §145 SGB IX kein privatrechtliches / privatwirtschaftliches Angebot der DB sondern eine gesetzliche Aufgabe. Die DB erhält dafür auch eine finanzielle Kompensation aus dem Bundeshaushalt, weshalb die DB auch nicht ganz frei entscheiden kann, wie die kostenlose Mitnahme von Begleitpersonen "beworben" werden darf.
Die Vergünstigungen für Schwerbehinderte sind somit in der Tat "behördlich".

Wie alle gesetzlichen Aufgaben sind diese auch streng formalisiert. Ich denke, die meisten Schwerhinderten wären sehr unglücklich, wenn die kostenlose Mitnahme von einem einklagbaren, behördlich geregelten, formalen Rechtsanspruch zu einer "modernen Dienstleistung" abgeschwächt würde.
Da, wo es um einklagbare Rechtsansprüche geht, hat eine rechtssichere Formulierung Vorrang vor modernem Marketing-Sprech - auch wenn letzterer aus Kundensicht vielleicht moderner klingt.

Ansonsten: Die DB hat offene Stellen im Bereich Online-Marketing. Sie können sich gerne bewerben und an der Verbesserung der Inhalte mitwirken.
https://karriere.deutschebahn.com/karriere-de/jobs/berufs...

Liebes DB-Team, mir sei die - zugegeben - polemische Frage erlaubt: ist das hier etwa ein 'Schnarch-Forum'? Seit geschlagenen 10 Tagen warte ich nunmehr auf Ihre Antwort auf meinen letzten Beitrag, in dem ich konkrete Fragen formuliert habe.

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Hallo Karl9, hier wurde in dem Beitrag alles soweit gesagt. Sie haben Ihre Meinung und Ihren Vorschlag gegeben und wir haben es zur Kenntnis genommen, dass Sie mit unserer Formulierung nicht so zufrieden sind. Jedoch ist die oben genannte Formulierung durchaus verständlich. Notfalls hat man ja noch die Möglichkeit, zum Beispiel vor Ort in einem DB Reisezentrum nachzufragen, falls einem etwas unklar sein sollte.
Daher möchte ich Sie auch bitten, dieses Thema hier abzuschließen, da wir wohl nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden. /no

Liebes DB-Team, ich darf wohl doch etwas mehr erwarten als Ihre geneigte "Kenntnisnahme" und den Verweis an das Reisezentrum. Ich darf doch wohl erwarten, dass Sie sich argumentativ mit meinem Standpunkt auseinandersetzen und freundlicherweise meine Fragen beantworten.

Andernfalls behielte ich mir vor, den Vorgang Richtung Potsdamer Platz (Büro von Herrn Oliver Schumacher) zu eskalieren - ginge es dann doch nicht mehr nur um die notwendige Neufassung einer FAQ, sondern um die grundsätzliche Frage, ob Ihr hier gezeigtes Verhalten tatsächlich dem entsprechen sollte, was die DB unter einem seriösen und kundenorientierten Auftritt im "Social-Media"-Bereich versteht; schließlich sind Sie an dieser Stelle das 'Aushängeschild' Ihres Unternehmens!

kabo
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Ist Ihnen eventuell entgangen, dass dies hier ein Forum ist, wo Kunden untereinander mit Rat zur Seite stehen?
Es ist nicht Gegenstand des Forums, dass DB-Mitarbeiter Fragen beantworten, sondern hier soll die Beantwortung durch andere Kunden im Mittelpunkt stehen. Die DB moderiert hier nur.

Für Service-Fragen stehen Twitter und Facebook zur Verfügung - da erhalten Sie auch Antworten auf Service-Anliegen von DB-Mitarbeitern, aber auch keine Grundsatzdiskussionen.

Weder hier noch auf Twitter oder Facebook haben die Mitarbeiter des Social-Media-Teams irgendwelche Entscheidungskompetenzen oder können verbindliche Zusagen machen.

Wenn Sie eine inhaltliche / argumentative Außeinandersetzung mit Sachfragen wünschen, ist die schriftliche Kommunikation per klassischer Briefpost wahrscheinlich tatsächlich die beste Lösung.

@DB-Team: erst verweigern Sie jeglichen konstruktiven Dialog, zu schlechter Letzt lassen Sie sich gar durch einen Ihrer (selbsternannten?) 'Hilfssheriffs' kurzerhand für inkompetent erklären und verweisen auf den Postweg - "schöne, heile Community-Welt'! Die 'Nachspiel'-Zeit läuft...