Frage beantwortet

Fehlerhafte Reisekette in RIS und auf der gebuchten Fahrkarte (Bauarbeiten nicht eingearbeitet 4 Tage vor Baubeginn)

Bei Buchung eines Supersparpreises am 12.11. im Auftrag für eine nicht bahnkundige Person wurde von mir eine durch das Auskunftssystem angebotene Reisekette Fernverkehr/Nahverkehr gewählt und entsprechend auf dem Ticket ausgegeben, die am Reisetag 21.11. nicht vorhanden war. Grund: Bauarbeiten bereits ab dem 16.11., die am 12.11. offensichtlich noch nicht in das Informationssystem eingearbeitet waren! Statt der ausgewiesenen direkten Verbindung mit dem an den Fernverkehr anschließenden Nahverkehrszug musste gemäß der vor Ort gegebenen Baustellenlage nun ein weiteres Mal umgestiegen werden, was zu einer um 1 Stunde verspäteten Ankunft am Ziel gegenüber der falsch auf dem Ticket ausgewiesenen Reisekette führte. Wie kann es sein, dass vier Tage vor dem Baubeginn (wohlgemerkt: keine Kurzfristmaßnahme!) bzw. neun Tage vor dem Reisetag das Reisendeinformationssystem noch Verbindungen ausgibt, die durch die Arbeiten vor Ort gar nicht gegeben sind (hier: Teilausfälle auf dem zu fahrenden Streckenabschnitt über mehrere Wochen)? Ich gehe davon aus, dass in diesem Fall selbstverständlich die Fahrgastrechte greifen und die Verspätung von 60 Minuten gegenüber der auf der Fahrkarte ausgewiesenen Reisekette geltend gemacht werden kann hinsichtlich anteiliger Fahrpreiserstattung? Bezüglich der Rückfahrt am 24.11. stellt sich dasselbe Problem: die auf der Fahrkarte ausgewiesene Reisekette ist durch den nicht berücksichtigten baustellenbedingten Umstieg und der späteren Ankunft am Abfahrtsbahnhof des Fernverkehrszuges (Zugbindung + Reservierung) nicht möglich. Da dies nun aber bekannt, wurde die betroffene Person von mir instruiert, den im Vorlauf des Fernverkehrs zu nehmenden Nahverkehr eine Stunde eher gegenüber dem in der Reisekette auf der Fahrkarte ausgewiesenen Zug zu wählen, so dass trotz des außerplanmäßigen Umstieges der Fernverkehrszug sicher erreicht wird. Auf diese Weise wird die planmäßige Ankunft am Zielbahnhof der Fahrkarte zwar möglich, jedoch verlängert sich durch die eine Stunde frühere Abfahrt am Startbahnhof die Fahrzeit gegenüber der auf der Fahrkarte ausgewiesenen Reisekette um eben diese Stunde. Wie sieht es denn hier mit dem Anspruch auf teilweise Fahrpreiserstattung aus? Alternative wäre sonst nur die planmäßige Abfahrt gemäß der auf dem Ticket ausgewiesenen falschen Reisekette, damit zwangsläufiges Verpassen des geplanten Fernverkehrszuges und damit Aufhebung der Zugbindung, Nehmen des nächsten Stundentaktes - Ankunft damit eine Stunde später gegenüber der auf der Fahrkarte ausgegebenen Verbindung - und damit letztlich Anspruch auf die anteilige Erstattung des Reisepreises sowie auf Rückerstattung der Kosten für die nicht wahrgenommene Reservierung. Wenn also durch die Eigeninitiative des Reisenden die teilweise Wiederherstellung einer durch die DB fehlerhaft ausgewiesenen, nicht zu realisierenden Reisekette ermöglicht wird, indem er eine um 1 Stunde frühere Abfahrt am Startbahnhof wählt, um eine ansonsten feststehende um eine Stunde spätere Ankunft am Zielbahnhof zu vermeiden; und wenn sich damit allgemein die Fahrzeit um 1 Stunde gegenüber der auf der Fahrkarte ausgewiesenen Reisekette verlängert und sich sogar die ursprüngliche Aufenthaltszeit am Urlaubsziel um eine Stunde verkürzt - was bedeutet das für die Ansprüche des Reisenden bzgl. einer Teilerstattung des Fahrpreises im Sinne der bestehenden Fahrgastrechteregelung?

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Wenn man früher fährt und dadurch nicht später am Ziel ankommt, hat man leider keinen Anspruch auf Entschädigung. Diese gibt es nur, wenn man mindestens 60 Minuten später als gebucht am Zielbahnhof ankommt. Generell ist die Fahrplanauskunft viel zu starr. Hier sollten jederzeit Änderungen eingespielt werden können (auch kurzfristig). Manche Bereiche von DB Regio stellen ihre Baufahrpläne erst sehr kurz vor den Bauarbeiten in die Reiseauskunft, die meisten machen dies aber rechtzeitig (teilweise sogar mehrere Monate im Voraus). Und manchmal werden Bauarbeiten kurzfristig wieder abgesagt, der SEV ist aber immer noch in der Reiseauskunft drin (https://community.bahn.de/questions/1813566-s5x-werdau).

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Wenn man früher fährt und dadurch nicht später am Ziel ankommt, hat man leider keinen Anspruch auf Entschädigung. Diese gibt es nur, wenn man mindestens 60 Minuten später als gebucht am Zielbahnhof ankommt. Generell ist die Fahrplanauskunft viel zu starr. Hier sollten jederzeit Änderungen eingespielt werden können (auch kurzfristig). Manche Bereiche von DB Regio stellen ihre Baufahrpläne erst sehr kurz vor den Bauarbeiten in die Reiseauskunft, die meisten machen dies aber rechtzeitig (teilweise sogar mehrere Monate im Voraus). Und manchmal werden Bauarbeiten kurzfristig wieder abgesagt, der SEV ist aber immer noch in der Reiseauskunft drin (https://community.bahn.de/questions/1813566-s5x-werdau).