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Ab Dezember 2018 fährt ein ICE statt IC von Heidelberg nach Frankfurt um 7:46. Jobticket + IC-Aufschlag gültig?

Werden die ICE-Züge für Pendler mit Jobticket + IC-Aufschlag freigeschaltet? Es betrifft ja nicht nur von HD-FRA Hbf sondern auch wieder zurück.

Dacuna
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kabo
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"Werden die ICE-Züge für Pendler mit Jobticket + IC-Aufschlag freigeschaltet?"
-> Nach derzeitigem Stand: Nein

kabo
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Dacuna
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Wenn das stimmt, was Sie hier antworten Kabo, ist das eine Zumutung! Geldmacherei.. Da die Reisezeit bzw. die Halte sind die gleichen wie beim IC. Da muss sich die DB aber schnellstmöglich was einfallen lassen, da es wirklich sehr viele Fahrgäste betrifft.
Ich bin gespannt auf die Antwort der DB. Pünktlichkeit und Service schon nicht gut und jetzt das..

Argumentation der DB:

Sie dürfen ja dann den weitaus höheren Service geniessen, der Ihnen durch den ICE geboten wird:

-WLAN
-ICE-Portal
-Bordbistro

Ob Sie das alles als Pendler unbedingt benötigen sei dahingestellt

kabo
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Was mich wundert, dass alle hier auf die DB eindreschen, aber niemand auf die beteiligten Verkehrsverbünde (insbesondere den RMV). Der RMV kassiert die Einnahmen aus dem Jobticket und konnte (trotz der Einnahmen) sogar Kapazitäten im Regionalverkehr reduzieren, weil viele Kunden lieber im IC fahren. Ich würde hier durchaus den RMV in der Pflicht sehen, eine Alternative zum IC zu organisieren. Angesichts der Tatsache, dass in Hessen doch Wahlen anstanden, irritiert mich, dass da noch niemand aktiv geworden ist.

Hallo Kabo,

in diesem Fall mag es zutreffen. Das Problem, dass Pendler durch Umstellungen IC auf ICE mehr zahlen müssen ohne dass es einen für diese Klientel greifbaren Vorteil gibt, ist aber auch ausserhalb von Verbünden zu finden.

kabo
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Ja, das Problem besteht bundesweit.

In den meisten Fällen sind die Preisunterschiede zwischne IC- und ICE-Preis aber gering, wenn der Fahrzeitunterschied gering (oder gar nicht vorhanden) ist.
Außerdem stehen den Kunden, die sich über den Mehrpreis des ICE ärgern, immer auch Kunden gegenüber, die unbedingt einen ICE haben wollen (weil man darin aufgrund von Steckdosen und WLAN noch arbeiten kann) und mit Abokündigung drohen, wenn "nur" ein IC kommt.
Haben wir ihr im Forum oft genug.

Was die Besonderheit in Hessen ausmacht ist ja folgendes: Im RMV-Gebiet kann man zu Verbund-Abos für relativ wenig Geld einen Zuschlag kaufen, mit dem das Verbund-Abo auch im IC/EC nutzbar ist. Für ICE ist dieser Zuschlag aber nicht erhältlich.
D.h. es geht nicht um den Preisunterschied zwischen DB-IC-Monatsabo und DB-ICE-Monatsabo (der gering wäre), sondern um den Preisunterschiede zwischen (billigem, weil subventioniertem) RMV-Jobticket plus IC-Zuschlag und DB-ICE-Monatsabo.
Ich fände es wirklich interessant, wie sich der RMV dazu positioniert.
[Die Frage, wie weit der Fernverkehr überhaupt von Subventionen profitieren darf, die für den Regionalverkehr bestimmt sind, ist juristisch übrigens ein außerordentlich umstrittenes Terrain.]

Tino Groß
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Hallo Dacuna,

in der Regel behalten die Fahrscheine bis zum Ablauf der Geltungsdauer auch bei einem geplanten Fahrzeugwechsel (inkl. Änderung der Produktklasse) die Gültigkeit. Sie haben ja mit dem Kauf des IC-Zuschlages die Absicht erklärt diesen auch öfters zu benutzen. Es kann Ihnen definitiv nicht zugemutet werden auf die Züge (jetzt ICE, vormals IC) zu verzichten und auf andere Verbindungen auszuweichen. Aktuell liegt jedoch noch keine schriftliche Information über die Anerkennung der Verbundfahrschein plus IC Zuschlag zur Nutzung der neu eingeführten ICE Züge vor. Ich möchte daher bitten noch etwas zu warten. Nach Ablauf einer solchen Übergangsfrist muss der Kunde jedoch eine ICE Zeitkarte erwerben weil es ihm dann zuzumuten ist dass er sich an die Veränderungen gewöhnt hat.

Beste Grüße
Tino!

Hallo Dacuna,

wie Tino hier schon schrieb, gibt es in solchen Fällen oft eine Übergangsregelung. Informationen dazu liegen uns allerdings noch nicht vor, ob es die für diese Strecke geben wird und wie genau diese aussehen wird.

Meine Empfehlung: Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen direkt an Ihr zuständiges Abo-Center. /ti

Die DB hat zwar m. W. tatsächlich erst mal nichts von den Jobticket-Einnahmen des RMV: Doch ohne diese Jobtickets gäbe es viele Tausend Kunden weniger, die regelmäßig IC-Zuschläge kaufen.

Fraglos sind diese sehr günstig, doch auch und gerade daher hätte es der DB seit jeher freigestanden, sie (deutlich) teurer zu verkaufen; so schnell wäre kaum jemand abgesprungen in Anbetracht der Alternativen.

Und es stünde ihr auch frei, z. B. aus gegebenem Anlass einen (potentiell deutlich teureren) ICE-Zuschlag einzuführen: selbst doppelt oder dreimal so teuer wie der für den IC bisher wäre für Pendler wie mich ein erheblich geringerer Rückschritt als das, was im Dezember kommen soll!
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Von daher lese ich hier eine ziemlich einseitige / fragwürdige Argumentation: Der RMV "kassiert" nicht einfach nur, sondern verschafft der DB zahlreiche Kunden, sorgt für höhere Auslastung der IC, es gibt da ordentlich Skaleneffekte ... - und: Die DB hätte es wie gesagt selbst in der Hand (gehabt), (noch) mehr daran zu verdienen, s.o.!

Nun stattdessen die Pendler, vielfach nach Jahrzehnten, derart vor den Kopf zu stoßen bzw. sie de facto aus den IC zu verdrängen ...
... "Hochmut kommt vor dem Fall"; auch in diesem Falle!? - Ein Denkzettel wäre den Entscheidungsträgern jedenfalls zu wünschen!

Oder geht die DB davon aus, es gibt genügend Bonus-Banker, die sich schon ausnehmen lassen werden!?? Der Schuss wird nach hinten losgehen, denn gerade auch solche Leute sind ... - ich sage jetzt mal kostenbewusst.

Oder aber "empfindet" die DB solche Leute gar nicht wirklich als Kunden? Auch das habe ich in dieser Community neulich gelesen; ich selbst beispielsweise sei primär RMV-Kunde ...

... komisch, und ich erzähle seit langer Zeit jedem, mit "der Bahn" zu pendeln, "Bahnkunde" zu sein: Hatte ich das einfach nicht besser verstanden? Sollte ich dies künftig betont fein differenzieren, den Unterschied herausstellen - !??
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Also: Ein paar Zehner mehr im Monat für den IC- oder auch einen ICE-Zuschlag ... - das hätte zum einen die DB noch gut verargumentieren können, das hätten aber zum anderen auch zahlreiche ihrer Pendler-Kunden (!!!) mitgemacht, wenn auch zähneknirschend.

Doch bei klar dreistelliger monatlicher Kostendifferenz dürfte die Luft äußerst dünn werden ... - zumal man mit DB-Jahreskarten innerhalb Frankfurts ja nur S-Bahn fahren darf - !

Insofern sind diese das im Vergleich zum bisherigen RMV-Jobticket + IC-Zuschlag klar schlechtere Ticket zum exorbitant höheren Preis: Das wird nur für eine kleine Minderheit eine Option sein.

Na, das wird schön. Was wird passieren: Die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste mit Zuschlagticket wird auf die verbliene(n) IC-Strecken ausweichen, um bei heutigen Kosten zu bleiben.

Natürlich wird die "Ersparnis" der IC's nicht dazu führen, dass diese Züge vollständig oder gar verlängert ankommen. Pendler kennen diese Lotterie.
Im Regionalverkehr siehts nicht besser sus.

Die ICE fahren Provinzbahnhöfe an und die Bahn wundert sich, dass so wenig Leute einsteigen.

Und der RMV, der mit Einsatz von RE statt RB hätte reagieren können, hat nichts kommen gesehen.

kabo
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Ergänzung
In einer Frankfurter Zeitung wird berichtet, dass ein ICE-Aufschlag zu RMV-Tickets vom RMV nicht gewünscht wird:
"Obwohl es bisher Zusatzkarten gibt, mit denen RMV-Kunden Intercitys verwenden können, stemmt sich der Verbund gegen einen entsprechenden ICE-Aufschlag. Das gilt auch für Jobtickets. Die Begründung: Der Fernverkehr der Deutschen Bahn müsse sich selbst tragen. Man wolle nicht Regionalisierungsmittel des Landes für den Nahverkehr einem einzelnen Unternehmen zukommen lassen."