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ICE 1671 oder IC 2373?

Um 17:20 ab Frankfurt fährt seit langem IC 2373. Im neuen Fahrplan 2018/19 ist es überwiegend ein ICE, zeitabschnittsweise aber wieder ein IC: Nämlich von ca. Mitte Juni bis Mitte Dez. 2019, nicht aber für etwa 6 Wochen im Sommer sowie 2 Wochen im Herbst ...
... ohne es geprüft zu haben: Das sind möglicherweise die Sommer- und Herbstferien z. B. in Baden-Württemberg.
Warum ändert die DB so oft innerhalb eines Jahres die "Zug-Art" für an sich ein und dieselbe Verbindung? Das ist unübersichtlich und macht gerade den regelmäßigen Kunden das Leben schwer: Erst recht, wenn sie - je nachdem - den jeweiligen Zug gar nicht mehr nutzen dürfen (i. Ggs. zu den letzten Jahren), dann wieder doch, dann wieder nicht, dann wieder doch ...

Odenwaelder
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FlO530
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Hallo,

das Grundproblem ist erst einmal das Folgende: Die DB hat grundsätzlich alles, aber nicht zu viele Fahrzeuge. Dazu kommt, dass die Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg in Teilen - genauer zwischen Hannover und Göttingen - in der zweiten Hälfte von 2019 (ab 11.06.) erneuert wird.
Da auf den Umleitungsstrecke, d.h. der alten Nord-Süd-Strecke, allerdings nur begrenzt Kapazitäten bestehen, wird auf die Durchbindung der IC/ICE-Linie Karlsruhe-FFM-Kassel-Hamburg(-Stralsund/Westerland) zu Gunsten der wichtigeren ICE-Verbindungen verzichtet. Kurz: Die Linie endet in der zweiten Jahreshälfte in Kassel-Wilhelmshöhe.
Damit kommen die bestehenden Umlaufkonstrukte natürlich durcheinander, sodass in gewissen Teilen des Jahres (6 Wochen Juni/Juli, 4 Wochen werktags September, ab Mitte Oktober) wieder zum IC zurück gewechselt werden muss. Ich nehme mal an, dass in der restlichen Zeit der Zug baubedingt in Heidelberg endet, wodurch dort wieder ein Umlauf arbeitslos wird und sich diese Pläne wieder verschieben.

Ist alles ärgerlich, aber in Zeiten, wo es aufgrund von Fahrzeugmangel regelmäßig zu Ausfällen & Verspätungen kommt, gibt es leider nicht den Luxus, einen Zug eben mal 3 Stunden in Heidelberg rumstehen zu lassen....

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Hallo DB, ja natürlich: Es geht um die Verbindung ab 17:20 von Frankfurt nach Bensheim. Hier wird mit dem Fahrplanwechsel der langjährige IC durch einen ICE ersetzt, und ab Sommer des Fahrplan-Jahres 2018/19 mehrfach zwischen IC und ICE hin- und hergewechselt.
Ist denn das "Zurückwechseln" zum IC eine jeweils temporär erforderliche "Notlösung"? So dass davon auszugehen ist, dass es letztlich beim ICE bleiben soll bzw. wird?

Hallo Odenwaelder, der ICE 1671 verkehrt zwischen dem 9. Dezember 2018 bis zum kleinen Fahrplanwechsel am 10. Juni 2019 als ICE. In der Zeit vom 26. Dezember 2018 bis 1. Januar 2019 hält dieser nicht in Hamburg Hbf. Zum Sommerfahrplan ab dem 11. Juni 2018 verkehrt der ICE 1671 als IC 2371 weiterhin mit Abfahrt um 17.20 Uhr in Frankfurt (Main) Hbf. Die Fahrtzeiten von 28 Minuten bleiben in diesem Falle gleich. Die Gründe hat FlO530 gut angeführt, dass uns im Fernverkehr nur begrenzt an Wagenmaterial und Zugverbänden zur Verfügung stehen. Gern können Sie sich im Sommer 2019 erneut über diese Zugverbindung informieren, wenn entsprechende Baufahrpläne veröffentlicht wurden. /ch

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Hallo DB, vielen Dank für die Antwort.

Wenn die Wechsel tatsächlich am "Materialmangel" liegen: Was soll denn (ab Dezember) der "neue Normalzustand" sein: ICE oder IC?
Ist also der ICE die Notlösung, weil zu wenig IC-Material - oder schafft die DB es nur (noch) nicht, hier durchgängig auf den ICE umzusteigen, muss notgedrungen phasenweise auf IC zurückgreifen?

Ähnliche Fragen stellen sich bzgl. anderer Verbindungen, z. B. 13:20 oder 15:20 ab Frankfurt nach Bensheim, oder z. B. ab 08:09 morgens in umgekehrter Richtung, und analog betroffen ist v. a. die Stadt Weinheim.

Lange Jahre war es der IC, durch den diese mittelgroßen Bergstraßen-Städte und die Kommunen im Umland im Stundentakt Richtung Rhein-Main angebunden waren ... - bzw. zuvor der Interregio.
Und: Immer bestand für Pendler die Möglichkeit, zu ihren Verbund-Jahreskarten Zuschläge zu lösen.

Nun aber wird die Anbindung der Bergstraße gravierend verschlechtert - es sei denn, man greift tief in die Tasche. Auf mich persönlich kämen gegenüber der noch aktuellen Situation Mehrkosten von rund 1.400 EUR p. a. zu (jetzt mal ohne Detail-Rechnung) ...

... und: Ich dürfte innerhalb Frankfurts nur noch S-Bahn fahren, nicht mehr wie bisher auf U-Bahn, Tram oder Bus ausweichen, falls es im Tunnel wieder mal Verzögerungen gibt. Also trotz Mehrkosten eine Verschlechterung, denn der ICE ist noch nicht mal schneller.

Ich kann natürlich auch auf meine bevorzugten Verbindungen verzichten, also eine Stunde früher oder später IC zu fahren (sofern mein Arbeitgeber das mitmacht, und so lang daraus nicht auch ICE werden) - oder - mit der RB fast doppelt so lang fahren.

Somit habe ich die unschöne Wahl zwischen Regen und Traufe; einen solchen Rückschritt hat die Bergstraße bzgl. ihrer Anbindung bzw. der Kosten-/Nutzen-Relation seit wenigstens 2 Jahrzehnten nicht erlebt. Ich warte nur darauf, dass man versucht, von Seiten der Bahn und/Politik uns das als Fortschritt zu "verkaufen" - - - und so wie ich sehen es alle, mit denen ich bisher gesprochen habe.

Und ... mal andersherum betrachtet: Wer wirklich lange Strecken mit dem ICE fahren will, der wird wohl nicht erfreut sein, z. B. von Frankfurt bis Heidelberg drei Zwischenstopps zu haben: Darmstadt o.k., aber Bensheim und Weinheim ... - ???
Es tut mir leid, doch ein solcher ICE ist ein IC zu ICE-Konditionen. Der IC 2373 fährt in derselben Zeit mit denselben Zwischenstopps quer durch die Republik, von Stralsund bis Karlsruhe, wie zukünftig der ICE 1671, von wohl baustellenbedingten Änderungen abgesehen (z. B. wird Heidelberg künftig wieder angefahren ...)

Lieber Odenwaelder, für die erste Hälfte des Jahresfahrplans ab Dezember 2018 ist ein ICE vorgesehen, für die andere Jahreshälfte ab Juni 2019 ein Intercity. Wenn Sie sich dahingehend Sorgen machen, dass Sie nun den ICE-Preis zahlen müssten, setzen Sie bitte persönlich mit dem Abo-Center in Verbindung, sollten Sie eine Jahreskarte für IC/EC besitzen. Sollten Sie eine Jahreskarte vom Verbund haben, gibt es je nach Vereinbarung die Möglichkeit einen Aufpreis zum IC/EC zu erwerben, jedoch nicht für den Hochgeschwindikeitsverkehr. /ch

Odenwaelder
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Hallo DB, Ihre zweite Antwort ist m. W. nur teilweise richtig: In der zweiten Jahreshälfte wird mehrfach im Abstand von einigen Wochen hin- und hergewechselt zwischen IC und ICE. Zumindest gemäß dem über Ihre Homepage erstellten "persönlichen Fahrplan".

Unbeantwortet ist bisher meine Frage, was denn ab Dezember 2018 der "neue Normalzustand" sein soll: ICE oder IC?
Ist also der ICE die "Notlösung", weil zu wenige einsatzfähige IC vorhanden sind (was ich nicht glaube), oder schafft die DB es nur noch nicht, hier durchgehend auf den ICE umzusteigen, muss notgedrungen phasenweise auf IC zurückgreifen (das vermute ich) ... ?

Und: Ich bin Inhaber eines stark bezuschussten RMV-Jobtickets zzgl. IC-Aufpreis und gehe tatsächlich davon aus, mit dem ICE (also während etwa 3/4 der Gültigkeit des Fahrplans 2018/19) nicht fahren zu können.
Also entweder ein für mich immens teureres Jahresticket kaufen zu müssen (effektive Mehrkosten laut neuesten Erkenntnissen sogar ca. 1.700 EUR p. a.),
oder um vergleichbare Uhrzeiten wie bisher, aber erheblich länger unterwegs zu sein (nämlich per RB, die über 20 Minuten länger braucht ... Tag für Tag ...),
oder um deutlich abweichende Zeiten: Zu früh aus Sicht meines Arbeitgebers oder zu spät im Hinblick auf meine Familie, v. a. die Kinder.
Oder natürlich ich nutze künftig das Auto! - Das ist doch richtig, ober habe ich eine Variante vergessen?

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Möchte DB hierzu evtl. noch einmal Stellung nehmen?
Vgl. meine Anmerkungen / Fragen von "vor 6 Tagen" ...
Vielen Dank!

Hallo Odenwaelder,

regulär verkehrt auf der Verbindung von Frankfurt nach Bensheim um 17.20 Uhr der ICE 1671. Dieser verkehrt, wie bereits geschrieben, in der 1. Jahreshälfte 2019 von Stralsund nach Karlsruhe. In der 2. Jahreshälfte kann er aufgrund der Sperrung der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Göttingen nur zwischen Stralsund und Hannover verkehren. Da eine Zugnummer nicht zweimal vergeben werden kann, verkehrt dann auf dem Abschnitt zwischen Frankfurt und Bensheim in gleicher Zeitlage der IC 2373. Die Gründe für eine Änderung des Zugmaterials sind vielfältig. Es können unterschiedliche Kapazitäten geplant sein, sowie unterschiedliche Umläufe und Wartungsarbeiten innerhalb des Jahres eine Änderung nach sich ziehen. /ka

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Hallo DB, vielen Dank für die Antwort. Richtig "direkt" möchte es hier offenbar niemand formulieren, doch die Hinweise verdichten sich, dass der ICE auf der besagten Strecke zum "Normalzustand" werden soll, lediglich wegen von Baustellen eine Zeitlang unterbrochen durch IC ...
Zumindest gehe ich (ab) jetzt davon aus; dafür vielen Dank.