Frage beantwortet

Verbindung existiert nicht mehr (Ausweichen auf anderen Reisetag)

Die schon oft gestellte Frage nach der nicht existenten Verbindung ist ja eigentlich einfach zu beantworten.
ABER: Wir reisen mit Kleinkind und Kinderwagen, sind also zwingend auf Kleinkindabteil angewiesen. Wie auch ursprünglich gebucht.
(Tuttlingen 12:59 - Brüssel 19:35 am 28.10.)
Wir sind jetzt doppelt betroffen. Bauarbeiten auf der Gäubahn und auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Belgien.
Als Alternativen werden in der Fahrplanauskunft vorgeschlagen: Gäubahn mit Ersatzverkehr - geht nicht, da im Bus kein Kindersitz vorgehalten wird. Via Strasbourg und dann den direkten TGV - macht das die SNCF mit?
Via Offenburg - Köln - hier gibt es kein Kleinkindabteil mehr.
Nun seid ihr gefordert liebe DB (Community). Am einfachsten wäre es ja, wenn ihr das Ticket und die Reservierungen auf nen anderen Tag umtauscht (soweit ich weiß sollen die Bauarbeiten auf der Gäubahn am 30. beendet werden).

PhilippCe
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kabo
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"Via Strasbourg und dann den direkten TGV - macht das die SNCF mit?"
-> Nein

Ansonsten: Dies ist eine "Kunden-helfen-anderen-Kunden"-Community. d.h. hier antworten andere Kunden aus deren reichhaltigem Wissens- und Erfahrungsschatz, von denen aber natürlich niemand Ihr Ticket umtauschen kann.

Nach den Fahrgastrechten sieht es aber mau aus. Sie werden am Ende die Wahl haben zwischen einer Fahrt über Offenburg ohne Kleinkindabteil oder einer Rücknahmne der Fahrkarte gegen 100% Erstattung. Von dem Erstattungsbetrag können Sie sich natürlich eine neue Fahrkarte für einen anderen Tag kaufen.

"Am einfachsten wäre es ja, wenn ihr das Ticket und die Reservierungen auf nen anderen Tag umtauscht"
-> Das wäre die einfachste Lösung. Aber sie ist halt zu einfach. Umtauschen ist in der Welt der Bahnfahrkarten nicht vorgesehen. Man kann sich nur das alte Ticket erstatten lassen und ein neues Ticket kaufen. Je nach Preisdifferenz zwischen altem und neuem Ticket machen Sie da Gewinn oder Verlust.

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kabo
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"Via Strasbourg und dann den direkten TGV - macht das die SNCF mit?"
-> Nein

Ansonsten: Dies ist eine "Kunden-helfen-anderen-Kunden"-Community. d.h. hier antworten andere Kunden aus deren reichhaltigem Wissens- und Erfahrungsschatz, von denen aber natürlich niemand Ihr Ticket umtauschen kann.

Nach den Fahrgastrechten sieht es aber mau aus. Sie werden am Ende die Wahl haben zwischen einer Fahrt über Offenburg ohne Kleinkindabteil oder einer Rücknahmne der Fahrkarte gegen 100% Erstattung. Von dem Erstattungsbetrag können Sie sich natürlich eine neue Fahrkarte für einen anderen Tag kaufen.

"Am einfachsten wäre es ja, wenn ihr das Ticket und die Reservierungen auf nen anderen Tag umtauscht"
-> Das wäre die einfachste Lösung. Aber sie ist halt zu einfach. Umtauschen ist in der Welt der Bahnfahrkarten nicht vorgesehen. Man kann sich nur das alte Ticket erstatten lassen und ein neues Ticket kaufen. Je nach Preisdifferenz zwischen altem und neuem Ticket machen Sie da Gewinn oder Verlust.

PhilippCe
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Zur Antwort von @kabo:
Die EU-Fahrgastrechte (https://europa.eu/youreurope/citizens/travel/passenger-ri...) besagen ob der Gültigkeit aber was anderes: "Annullierung oder Verspätung: (...) Beförderung zu Ihrem Reiseziel zum nächstmöglichen Zeitpunkt (oder zu einem späteren Zeitpunkt Ihrer Wahl). Dazu zählt auch eine Ersatzbeförderung, wenn der Zug festsitzt und der Bahnbetrieb unterbrochen ist."
Zum Punkt: "Kunden-helfen-anderen-Kunden": Die DB liest hier ja durchaus auch mit und kann dementsprechend auch antworten ;-)

Leo
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"Die EU-Fahrgastrechte (https://europa.eu/youreurope/citizens/travel/passenger-ri...) besagen ob der Gültigkeit aber was anderes: "Annullierung oder Verspätung: (...) Beförderung zu Ihrem Reiseziel zum nächstmöglichen Zeitpunkt (oder zu einem späteren Zeitpunkt Ihrer Wahl). Dazu zählt auch eine Ersatzbeförderung, wenn der Zug festsitzt und der Bahnbetrieb unterbrochen ist.""

Das ist die Theorie. In der Praxis sieht es da oft ganz anders aus - insbesondere wenn man eine nur bei einem Beförderer gültige Fahrkarte bei einem anderen als Ausweichroute nutzen will. Sogar bei der eigentlich zugewsagten "Beförderung zu einem späteren Zeitpunkt NACH WAHL DES FAHRGASTES" weigert sich die DB. Leider stehen keinerlei Details, so dass sich die DB hinter der ursprünglichen Gültigkeit der Karte verschanzt.

Allerdings steht auf der hier internationalen Fahrkarte wahrscheinlich gültig vom 28.10. bis zum 31.10. Somit würde ich auf eine Umreservierung für z.B. den 31.10. bestehen. (Den Zeiten nach dürfte die DB mit evtl. anderen deutschen Betreibern, insgesamt <1080>, der alleinige Beförderer sein.)

Im Falle einer nationalen Fahrkarte wäre dies aber nicht möglich.

Da Ankunft in Brüssel mit mindetens 20 Minuten Verspätung ist die Zugbindung automatisch aufgehoben und man kann innerhalb der Geltungsdauer wie gewünscht fahren.

Andere Variante: Am 28.10. über Karlsruhe fahren:

Tuttlingen ab 12:13 3 RE 3208 Regional-Express Richtung: Donaueschingen
Fahrradmitnahme begrenzt möglich
Donaueschingen an 12:34 3
Umsteigezeit 6 Min.

Umsteigezeit anpassen

Donaueschingen ab 12:40 1 RE 4716 Regional-Express Richtung: Karlsruhe Hbf
Fahrradmitnahme begrenzt möglich , Fahrzeuggebundene Einstiegshilfe vorhanden
Karlsruhe Hbf an 14:49 14
Umsteigezeit 11 Min.

Umsteigezeit anpassen

Karlsruhe Hbf ab 15:00 3 ICE 106 Intercity-Express Richtung: Dortmund Hbf
Komfort Check-in möglich http://bahn.de/komfortcheckin , Bordrestaurant
Köln Hbf an 17:05 4
Umsteigezeit 38 Min.

Umsteigezeit anpassen

Köln Hbf ab 17:43 5 D-G ICE 12 Intercity-Express Richtung: Bruxelles Midi
Komfort Check-in möglich http://bahn.de/komfortcheckin , Bordrestaurant

kabo
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@PhilippCe

Der offizielle Text der EU-Fahrgastrechteverordnung lautet:
"Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass bei Ankunft am Zielort gemäß Beförderungsvertrag die Verspätungmehr als 60 Minuten betragen wird, so hat der Fahrgast unverzüglich die Wahl zwischen [...] b) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen bis zum Zielort bei nächster Gelegenheit; oder c) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen bis zum Zielort zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl des Fahrgasts"

Knackpunkt ist, dass alle Ansprüche nur auf eine Beförderung "zu vergleichbaren Beförderungsbedingungen" gerichtet sind.
Die ursprünglich gebuchten Beförderungsbedingungen umfassen weder eine Nutzung französischer TGV-Züge noch überhaupt einen Transit durch Frankreich. Dementsprechend muss die DB auch keine Ersatzbeförderung über Frankreich anbieten.
Und was den Reisetag angeht: Die DB stellt sich auf den Standpunkt, dass "vergleichbare Beförderungsbedingungen" auch bedeutet "am gleichen Tag wie ursprünglich gebucht".

Außerdem spricht die EU-Verordnung nur von "Fortsetzung der Fahrt" bzw. "Weiterreise" zu einem späteren Zeitpunkt, was schon vom Wortsinn bedeutet, dass die Fahrt bereits angetreten sein muss. Dass man eine Fahrt bis zum Ziel fortsetzen kann, auch wenn man verspätungsbedingt das Gültigkeitsende der Fahrkarte überscheitet, ist ja unstreitig. (z.B. weil eine Hotelübernachtung nötig wird und man die Fahrt deshalb erst am Folgetag fortsetzen kann).

Dass man den Fahrtantritt um mehrere Tage verschieben kann, vermag ich aus der EU-Richtlinie aber nicht herauszulesen.

Leo
Leo

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Ich lese daraus, daß man freie Wahl hat , wann man fährt. DIE SNCF erlaubt z. B. Die Weiterfahrt einer normalerweise maximal 24h gültigen nationalen Fahrkarte innerhalb der nächsten 48h und verlängert die übliche Geltungsdauer damit erheblich, wenn auch nicht wie vom Kunden evtl. gewünscht bis zum nächsten Wochenende. Die DB hebt zwar die Zugbindung auf, verlängert die Geltungsdauer aber nicht. Daher kam bei ähnlichen Fragen bzgl. nationaler Sparpreise auch immer die Antwort, die Fahrt müsse innerhalb der üblichen Geltungsdauer bis 10h am Folgetag beendet sein.

Ein Sparpreis Europa gilt aber I. A. 4 Tage. Sogar bei der kleinkarierter Interpretation der DB sehe ich daher keine Begründung, die Reise nicht auf den letzten Geltungstag zu verschieben zu dürfen.