Frage beantwortet

Fahrt wurde sinnlos aufgrund Verspätung

Der ICE 513 Köln nach Mannheim hatte in anfangs 5, dann 20 Minuten (!) Verspätung, sodass ich den Anschluss RE verpasst hatte.
Die Reise war für einen Autokauf gedacht, bei dem ich pünktlich für einen Dekra Termin am Ziel ankommen musste, d.h. Ziel verfehlt, Dank DB.
Somit platzte der Autokauf, und ich fuhr einen ganzen Tag sinnlos durch die Gegend: Aufwandsentschädigung oder zumindest Rückerstattung?

Cem17
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Guten Morgen Cem17,

Sie hätten die Reise vorzeitig abbrechen und zum Ausgangsort zurückkehren müssen wenn sich angebahnt hat dass die Reise sinnlos geworden ist. Dann hätten Sie den vollen Fahrpreis erstattet bekommen. Da Sie die Reise jedoch vom Start- bis zum Zielbahnhof und zurück durchgeführt haben gelten lediglich die einfachen Fahrgastrechte. Sowohl bei der Hin- wie auch der Rückfahrt werden nur Entschädigungen gezahlt wenn der Zielbahnhof mit 60 min. oder mehr Verspätung erreicht wurde. Dann erhalten Sie 25% der einfachen Fahrt zurück. Bei mehr als 120 min. wären es 50% der einfachen Fahrt.

Gruß, Tino!

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Guten Morgen Cem17,

Sie hätten die Reise vorzeitig abbrechen und zum Ausgangsort zurückkehren müssen wenn sich angebahnt hat dass die Reise sinnlos geworden ist. Dann hätten Sie den vollen Fahrpreis erstattet bekommen. Da Sie die Reise jedoch vom Start- bis zum Zielbahnhof und zurück durchgeführt haben gelten lediglich die einfachen Fahrgastrechte. Sowohl bei der Hin- wie auch der Rückfahrt werden nur Entschädigungen gezahlt wenn der Zielbahnhof mit 60 min. oder mehr Verspätung erreicht wurde. Dann erhalten Sie 25% der einfachen Fahrt zurück. Bei mehr als 120 min. wären es 50% der einfachen Fahrt.

Gruß, Tino!

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Und wo steht das, dass ich das so hätte tun sollen? AGB? Vertrag? Bitte Belege/ links posten, dass es von vornherein definitiv so geregelt war. Und bitte so etwas etwas transparenter an alle vermitteln, nicht im Nachhinein.

Die Verspätung kam ja auch in der 3. von 4 Fahrstunden zustande, eine direkte Rückfahrt ohne "Pause" wäre auch unzumutbar! Gibt es hier jetzt garnichts als Entschädigung für mich?

Hallo Cem17, bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielbahnhof von mehr als 60 Minuten können Sie von der gesamten Fahrt zurücktreten und erhalten den kompletten Fahrkartenwert zurück. Diese Info finden Sie hier → „Erstattung bei Nichtantritt oder Abbruch der Reise wegen Verspätung, Zugausfall oder Anschlussverlust“. Wenn Sie dagegen bis zum Zielbahnhof gefahren sind, erhalten Sie im Rahmen Ihrer Fahrgastrechte anteilig eine Entschädigung. Siehe die Antwort von Tino. /ch

Cem17
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Danke für die Antworten.
Es geht nicht um 60 Minuten, es geht darum, dass ich eine feste Terminvereinbarung an einem Zielort hatte, den ich durch die Bahn nicht halten konnte. Gibt es bei so eine Fall Schadensersatzansprüche? Man denke zum Beispiel an einen verpassten Flug: da reicht dann die reine Bahnticket Rückerstattung ja nichtmehr.

Hallo Cem17,

nein, hierfür kommen die gesetzlich geregelten Fahrgastrechte nicht auf. Diese entschädigen nur die Zugtickets. Wenn Sie darüber hinaus eine Kompensation wünschen, können Sie sich gerne an unsere Kollegen vom Kundendialog wenden. Diese werden prüfen, inwiefern eine Entschädigung aus Kulanz möglich ist. /ni

WurstCase
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Hier möchte ich nochmal kurz einhaken. Die Regelungen der EU (Verordnung 1371/2007, Artikel 16, Abschnitt a) spiegeln sich auch in Abschnitt A, Unterpunkt 9.1.3 der Beförderungsbedingungen der DB (TfV 600) wider. Ergänzen möchte ich noch, dass die Regelwerke nicht verlangen, dass für eine vollständige Erstattung des Fahrpreises für die gesamte Reise zum Ausgangspunkt der Reise zurückgekehrt werden muss. Vielmehr heißt es, dass zusätzlich zu der Erstattung des anteiligen Fahrpreises für den noch nicht zurückgelegten Teil der Reise auch der Anteil für den bereits absolvierten Teil - und ggf, der Fahrpreis für die Rückfahrt - erstattet wird, *sofern die Reise durch die Verspätung sinnlos geworden ist*. Offen bleibt, inwiefern ein Fahrgast ggf. nachweisen muss/kann, dass die Reise tatsächlich sinnlos geworden ist. Wenn ich die Antworten auf meine Frage dazu in einem anderen Thread (https://community.bahn.de/questions/1763189-volle-erstatt...) richtig deute, muss im Fahrgastrechteformular lediglich angegeben werden, dass die Reise sinnlos geworden ist. Da es dort nur einen Punkt gibt, der aussagt, dass die Reise abgebrochen wurde, gehe ich davon aus, dass handschriftlich ergänzt werden muss, dass die Reise sinnlos geworden ist.