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Wegfall IC-Direktverbindung Heidelberg-Frankfurt?

Hallo,

bislang konnte ich regelmäßig mit dem IC 2376 um 7:46 Uhr oder IC 2294 um 8:46 Uhr von Heidelberg nach Frankfurt (ohne Umsteigen) fahren bzw. mit dem IC 2295 um 18:19 Uhr oder mit dem IC 2295 um 19:09 Uhr von Frankfurt nach Heidelberg. Wurden diese Verbindungen nun gestrichen bzw. wird es diese oder ähnliche Direktverbindungen in absehbarer Zeit wieder geben?

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Fragesteller2020
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Hallo Tino,

danke für die schnelle Rückmeldung. Aber auch am 19.11.2018 (und damit nach Ende der Bauarbeiten am 16.11.2018) fahren die von mir erwähnten Verbindungen ( IC 2376 und IC 2294) nicht mehr direkt von Heidelberg nach Frankfurt, sondern nur von Neu-Edingen nach Darmstadt (IC 2376) oder von Weinheim nach Frankfurt (IC 2294). Die einzige Direktverbindung von Heidelberg sind dann RBs (RB 68 (15306) um 7:24 Uhr bzw. RB 68 (15308) um (8:21 Uhr), die deutlich länger brauchen. Kann das wirklich sein?

Gute Frage! Ich muss von Bensheim nach Frankfurt und bin vor einiger Zeit immer um 07:28 Uhr mit dem IC gefahren (ÖBB-Fahrzeug). Nun steht in der App, dass er bereits um 06:57 Uhr abfährt. Was ist hierfür der Grund? Mit den Brückenbauarbeiten kann das eigentlich nichts zu tun haben, da diese nur bis morgen andauern sollen und in der App steht diese „neue“ Abfahrtszeit als länger gültig drin.

Hallo Fragesteller2020,

ich habe eine Rückmeldung erhalten.

Während der Bauarbeiten zwischen Heidelberg und Wiesloch-Walldorf ab dem 10. September 2018 sind die verfügbaren Gleiskapazitäten so stark eingeschränkt, dass keine Fernverkehrszüge durch diesen Streckenengpassfahren können. Nur durch die weiträumige Umleitung der Fernverkehrszüge kann auf der Strecke Bruchsal–Wiesloch-Walldorf–Heidelberg überhaupt noch ein Grundangebot im Nahverkehr ermöglicht werden.

Das Ersatzkonzept für den Fernverkehr wurde mit dem Ziel konzipiert, unter den gegebenen schwierigen Rahmenbedingungen für möglichst viele Fernverkehrsreisende bestmögliche Verbindungen zu realisieren. Dabei mussten die Fahrpläne in erster Linie auf die nachfragestarken Relationen wie z. B. von Frankfurt, Stuttgart und Karlsruhe nach Heidelberg konzentriert werden. Dass für Ihre Verbindung zwischen Bruchsal und Weinheim während der Baueinschränkung keine attraktiveren Verbindungen möglich sind, bedauern wir sehr.

Von der sonst etwa zweistündlich in Bruchsal haltenden IC-Linie von Hamburg und Frankfurt fährt im Bauzeitraum ab Weinheim ein Teil der Züge bis Heidelberg (und kann ab dort wegen der Baustelle nicht weiter via Bruchsal nach Karlsruhe fahren), ein anderer Teil der Züge stattdessen über die Umleitungsstrecke via Hockenheim und Graben-Neudorf direkt nach Karlsruhe. Dieser Kompromiss ermöglicht weiterhin einzelne Direktverbindungen sowohl z. B. zwischen Frankfurt und Heidelberg, als auch z. B. zwischen Darmstadt / Weinheim nach Karlsruhe mit Anschluss dort zu den ICE-Zügen weiter von/nach Basel.

Bei den umgeleiteten IC-Zügen von/nach Karlsruhe können die im zweistündlichen Taktraster verkehrenden Züge IC 2376 um 7.06 Uhr und IC 2374 um 9.05 Uhr ab Karlsruhe in Richtung Frankfurt sowie in Gegenrichtung die IC-Züge mit Ankunft in Karlsruhe um 18.52 Uhr und 20.47 Uhr leider nicht die Ausweichroute Karlsruhe–Bruchsal–Graben-Neudorf nutzen. Der Grund: Auf dem Abschnitt von Graben-Neudorf bis Weinheim fahren die umgeleiteten IC-Züge auf der vom Güterverkehr und anderen fest vertakteten ICE- und IC-Zügen stark frequentierten Rheintalbahn. Daher sind dort nur enge ausgewählte Zeitfenster für die Umleiterzüge verfügbar.

Beim IC 2376 kommt Folgendes hinzu: Zur theoretischen regulären Abfahrtszeit dieses Zuges in Bruchsal um 7.23 Uhr verkehrt bereits eine S-Bahn auf der von Ihnen vorgeschlagenen Strecke von Bruchsal (Abfahrt 7.21 Uhr) nach Graben-Neudorf. Damit der Intercity die reguläre Fahrlage für seinen weiteren Laufweg ab Weinheim nach Hamburg Norden erreichen kann, müsste der IC 2376 also vor der S-Bahn etwa um 7.16/7.18 Uhr ab Bruchsal abfahren. Zu dieser Zeit belegt jedoch schon IC 2367 von Karlsruhe nach Stuttgart den Streckenabschnitt Karlsruhe - Bruchsal, sodass IC 2376 in Karlsruhe noch vor diesem IC 2367 (Abfahrt 6.58 Uhr) hätte abfahren müssen. Hierfür ist der Streckenabschnitt Karlsruhe–Bruchsal aber bereits zu dicht belegt mit den S-Bahnen um 6.54 Uhr und 6.49 Uhr sowie einem Intercity um 6.43 Uhr ab Karlsruhe.

Auch beim IC 2374 ist für eine Umwegfahrt via Bruchsal keine frühere Abfahrt in Karlsruhe möglich, weil der Zug dort aus einer vorherigen IC-Fahrt wendet und in Karlsruhe noch 3 Kurswagen zur Fahrt nach Dagebüll Mole zeitaufwändig hinzurangiert werden müssen.

Nur für den aus Frankfurt kommenden Intercity um 18.25 Uhr ab Weinheim, der montags bis donnerstags zusätzlich zum sonst zweistündlichen IC-Takt verkehrt, stellt sich die Situation einfacher dar: So kann dieser Intercity ab Graben-Neudorf auch via Bruchsal (Ankunft 19.02 Uhr) nach Karlsruhe verkehren und so zumindest abends eine schnelle Direktverbindung dorthin anbieten. Auch morgens in Gegenrichtung kann werktags ein Intercity via Bruchsal (Abfahrt 6.32 Uhr) nach Frankfurt angeboten werden. Da dieser Intercity aber – wie im Regelfahrplan – via Mannheim auf direktem Wege statt via Weinheim nach Frankfurt fährt, ist dieser leider für Ihre Relation nicht geeignet.

Ich hoffe, wir konnten Ihnen mit diesen Hintergrundinfos verständlich machen, dass wir – wann immer möglich – auch IC-Züge via Bruchsal fahren, dies aber wegen vieler fahrplantechnischer Zwangspunkte leider nicht bei allen IC-Fahrten realisierbar ist. /ka

Hallo Sanchez,

in der ausführlichen Rückmeldung an Fragesteller2020, findet sich auch die Antwort auf Ihre Frage. Auch hier ist der Grund die zweite Bauphase, welche eine Zeitanpassung Ihrer Fahrt bedingen. /ka

Hallo, in der ausführlichen Antwort finde ich keine Infos darüber, ob es nach der Baustelle morgens eine Direktverbindung von Heidelberg nach Frankfurt und abends von Frankfurt nach Heidelberg geben wird. Ich bitte um eine kurze Erklärung, wie es sich mit diesem Abschnitt darstellt. Vielen Dank!

... doch das "Wiederaufleben" dieser durchgängigen Verbindung erfolgt vielfach in Form von ICE, somit nach meinem Verständnis de facto unter Ausschluss zahlloser Verbund-Zeitkarten-Inhaber, nicht wahr?
Einen vergleichbaren Rückschritt hat die Bergstraße in diesem Jahrhundert noch nicht erlebt: Oder verstehe ich da etwas falsch?

... doch das "Wiederaufleben" dieser durchgängigen Verbindung erfolgt vielfach in Form von ICE, somit nach meinem Verständnis de facto unter Ausschluss zahlloser Verbund-Zeitkarten-Inhaber, nicht wahr?
Einen vergleichbaren Rückschritt hat die Bergstraße in diesem Jahrhundert noch nicht erlebt: Oder verstehe ich da etwas falsch?

Hallo DB, sorry, Sie verwirren mich gerade etwas. Meinen Sie damit Ihre Aussage, in der zweiten Jahreshälfte sei ein IC vorgesehen? Wenn ja ... ist denn der "persönliche Fahrplan" (noch) nicht ernstzunehmen?

Hier steht beim IC in der Fußnote u. a. , "nicht 20. Jul bis 8. Sep, 14., 15., 21., 22., 28., 29. Sep, 5. bis 20. Okt" - und beim ICE "22. Jul bis 18. Okt Mo - Fr; nicht 9. Sep bis 4. Okt; auch 20. Jul bis 4. Aug, 5. bis 20. Okt".

Also: Kein (konsequentes) "Zurück zum IC" im Juni, sondern ein mehrfaches "Hin und Her", wenn auch sicher aus gutem Grund (dringende Baumaßnahmen, vermutlich).
Insofern ist es unpräzise, wenn Sie weiter oben formulieren, "werden die durchgehenden Verbindungen wieder angeboten": Zunächst geschieht es eben als ICE statt IC, und später ist das einzig Stete der Wandel.

An anderer Stelle hatte ich genau deshalb die Frage gestellt, was der "neue Normalzustand" sein bzw. werden soll: ICE oder IC - ?
Darauf bisher aber auch keine wirklich hilfreiche Antwort erhalten: Denn das Abo-Center, welches Sie dort noch erwähnen, wird nicht ändern können, dass es zu RMV-Jobtickets keine ICE-Zuschläge gibt. Und ich bin, wie viele andere, stark interessiert an einer Aussage dazu, womit zukünftig generell zu rechnen ist: Ist der ICE eine temporäre "Notlösung", an dieser Stelle aber an sich gar nicht dauerhaft gewollt - - - oder schaffen Sie es im Gegenteil (materialbedingt) "nur" (noch) nicht, diese IC schon in 2018/19 vollständig durch ICE zu ersetzen, arbeiten aber daran - ?
Das wäre eine bedeutsame Information für die langfristige Mobilitätsplanung (=> Wahl des Verkehrsmittels etc.).
Schrecken Sie vor einer Aussage dazu zurück - und wenn ja, warum?