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Warum kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Zugausfällen oder Verspätungen. Bin sehr verärgerter Kunde. ?

ICE 776,reservierter Sitzplatz,1.kl..wurde umgewandelt in ICE 24??. Gleisänderung inkl.Kampf um Sitzplatz begann.21.08.2018. Rückfahrt am 05.09.2018 , 20.09h , IC 2437 fuhr gar nicht. 06.09.2018, ICE 633 , 17.15 lief normal.Hannover ICE 773 , reservierter Sitzplatz besetzt, Zug wurde mit einem anderen Zug zusammeengelegt. Dann mitten auf der Strecke Stop. Kam fast 2 Stunden spät in Frankfurt an. Ich weiß,dass ich Refunds erhalte.Aber ich buche bewusst 1.Kl.mit Sitzplatzreservierung, um diesen Stress nicht zu haben. Bahncard werde ich kündigen.
P.S. Mein Schwager fuhr gestern nach Bremen.Ersatz für ICE 776 hielt gar nicht mehr in Bremen.In letzter Zeit aus meinem Bekanntenkreis nicht der einzige

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Hallo 13H7,

man müsste jetzt alle Züge einzeln auseinandernehmen um die Ursache zu ermitteln. Zu einigen Zugnummern (insbesondere dem ICE 776) gibt es schon zahlreiche Einträge. Hier möchte ich Sie bitten die Suchfunktion zu nutzen.

Ansonsten kann man an der momentanen Situation im Fernverkehr leider nichts mehr schön reden. Ich denke den ein oder anderen Artikel haben Sie eventuell der Presse entnehmen können.

Ich kann voll und ganz verstehen dass - wenn Sie extra die 1. Klasse buchen und dafür auch bereit sind einen höheren Preis zu zahlen - es besonders ärgerlich ist wenn die ein oder andere Verbindung nicht so funktioniert wie der Fahrplan es vorgibt bzw. es zu sogenannten Komfortstörungen kommt.

Ich kann ihnen versichern dass alle Mitarbeiter ob in den Werken oder im Zugbegleitdienst alles daran setzen unsere Gäste sicher, schnell und pünktlich ans Ziel zu bringen. Dass dies nicht immer klappt haben Sie leider in den letzten Wochen häufiger erlebt.

Über die gesetzliche Entschädigung der Fahrgastrechte steht es Ihnen selbstverständlich frei ihre Erlebnisse unserem DB Kundendialog zu schildern. Ich weiß dass verlorene Zeit in keinster Weise durch Geld oder Gutscheine ersetzt werden kann. Vielleicht tröstet es dennoch über die ein oder andere Situation hinweg.

Nochmals. Tagtäglich geben tausende von Mitarbeitern ihr bestes und Fehler passieren dort wo gerade Menschen arbeiten. Die angespannte Situation im Fernverkehr (Fahrzeugknappgeit, hoher Schadbestand, Fremdeinflüsse) können nicht von heute auf morgen abgestellt werden. Wir tun jedoch unser Bestes um wieder auf dem Niveau anzukommen welches man von der Deutschen Bahn gewohnt ist.

Herzliche Grüße
Tino Groß

031010
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Hallo 13H7,

falls Sie Zeit und Lust haben, schauen Sie mal auf diese Seiten:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bah...

https://www.netzwerk-bahnen.de/assets/files/downloads/201...

https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/deutsche-ba...

http://www.ice-treff.de/index.php?mode=index

Selbst 20 Reserveeinheiten schaffen es nicht, einen reibungslosen Ersatzbetrieb zu gewährleisten!

Auf der Seite ICE-Treff finden Sie Infos und Diskussionsbeiträge, auch von DB-MA, die ihrem Unternehmen in bestimmten Dingen fundiert kritisch gegenüberstehen und nicht nur allgemeines Bla Bla von sich geben ("Wir schaffen das."). Schauen Sie sich dort einmal die tgl. Ausfälle im FV an - katastrophal.

Übrigens: Selbst der Hoffnungsträger im FV (ICE4) kränkelt an Trafo und Türen. Aber trotzdem soll die Geschwindigkeit auf 265 km/h herausgesetzt werden. Dabei wird gerade der Trafo nicht unerheblich belastet. Trotz mehrere Anfragen meinerseits nach Details gab es von der DB keinerlei Reaktion.

https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/deutsche-ba...

Was ist aus dem Programm DB-Zukunft geworden?

Was hat der Einsatz von DB-MA in Knotenbahnhöfen signifikant gebracht, die kontrollieren sollen, dass die Türen rechtzeitig vor Abfahrt des Zuges geschlossen sind?

Neuester Versuch: OPEX (s. entsprechenden Link).

Sicherlich gibt es Fremdeinflüsse. Aber der Rest sind Folgen von gravierenden Fehlern bei Beschaffungsentscheidungen von Tz. Dass fehlende Tz ein Kernproblem darstellen, gibt Herr Lutz auch offen zu. Das Gejammere über marode (bzw. fehlende) Züge und Infrastruktur dient einzig und allein dazu, eigene Fehler aus der Vergangenheit zu kaschieren. Dass Herr Lutz dies klar anspricht (im Gegensatz zu manchen MA), finde ich sehr positiv. Ob es Wirkung zeigt?

Leo
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Bzgl. "OPEX" oder eher OPF = Operational Failure:

Solche Umleitungen werden auch bisher schon gern gemacht, nämlich über das Ortsgleis, wo normalerweise S-Bahnen fahren, z.B. Disburg-Düsseldorf (und dann über Neuss weiter..) oder Augsburg-München. Auch ungeplante Überholungen in Ulm oder Augsburg (was natürlich ganz kurzfristig entschieden wurde!).

Das hat mich schon früher aufgeregt, erst recht wenn man selber 10 Minuten Verspätung zusärtlich bekommt, den überholenden / die Schnellstrecke nutztenden Zug aber nur 2 Minuten aufgehalten hätte - der dann ggf. planmäßig in Pasing hält, wo der IC dann noch weitere Verspätung einfährt.

Immerhin konnte man bisher zumindest im Fernverkehr sicher sein, dass der Zug auch alle planmäßigen Haltebahnhöfe anfährt!

Das ist wie schon gelegentlich im Nahverkehr

https://www.focus.de/regional/muenchen/s-bahn-muenchen-pe...

https://www.morgenpost.de/berlin/article214808955/S-Bahn-...

offenbar auch im Fernverkehr nicht mehr sicher!

Offenbar will man noch mehr Noch-Kunden in Auto und Bus verjagen....

(OK, in Halensee trifft es nurwenige, aber wenn dann die Halte Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum!!) entfallen.)

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Dieses Durchfahren an S-Bahn-Stationen im Verspätungsfall haben die Aufgabenträger mittlerweile untersagt.

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Bei einem ICE, der nicht in Bremen hält, handelt es sich nicht um eine S-Bahn.

Hallo Tino Groß

den MitarbeiterInnen macht ja auch niemand einen Vorwurf, leider stellen Sie nur den Prellbock für den verständlichen Frust der Fahrgäste dar.

Es stimmt, dass an der derzeitigen Situation nichts mehr beschönigt werden kann, eine Besserung sehe ich in den nächsten Jahren nicht.

Es müssen jetzt die Folgen der falschen Entscheidungen ausgebadet werden, die vor mehr als 10 Jahren getroffen worden sind.

Mit einem total veralteten Fahrzeugpark (IC/ ICE1 und 2 ) muss heute die Hauptlast abgewickelt werden, ein oder 2 ICE4 Garnituren pro Monat sind viel zu wenig.

Dazu kommt noch, das durch immer mehr Verkehr die ICE4 zum Teil die alten Züge gar nicht ersetzen können, sondern für dichtere Takte und neue Linien gebraucht werden.

Ich hoffe nur, dass das neue Sparprogramm nicht die Fahzeugbeschaffung betrifft, das Gegenteil müsste der Fall sein.

Hallo 13H7,

Tino hat hier schon einmal erklärt, wie es zum Ausfall beim ICE 776 kommen kann. Dies ist zwar keine Entschuldigung, hilft aber vielleicht, dies zu verstehen.

An diesem Tag fuhr als Ersatz ICE 2910 mit einer BR 411, welche weniger Platz bietet. Am 5. September 2018 fuhr IC 2437 erst ab Hannover, da die Vorleistung wegen eines technischen Defektes schon in Hannover endete. Zum ICE 773 konnte ich keine nennenswerte Verspätung am 5. September finden. Laut System kam dieser mit +3 min in Frankfurt an.

Gestern fuhr IC 2924 als Ersatz und endete 22.20 Uhr mit +93 min in Bremen. Grund für die Verspätung waren Personen im Gleis vor Kassel-Wilhelmshöhe.

Es tut mir leid, dass Sie mehrfach Verspätungen erleiden mussten und Ihre Fahrten wenig entspannend waren. 

Ihre Verärgerung kann ich verstehen. Es wurde ja hier schon viel gesagt, dass es momentan eine schwierige Lage ist. Natürlich ärgert auch uns dies und wir hätten lieber heute als morgen einen Zustand mit dem wir und unsere Kunden zufrieden sein können. /ti

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"Immerhin konnte man bisher zumindest im Fernverkehr sicher sein, dass der Zug auch alle planmäßigen Haltebahnhöfe anfährt!

Das ist wie schon gelegentlich im Nahverkehr

https://www.focus.de/regional/muenchen/s-bahn-muenchen-pe...

https://www.morgenpost.de/berlin/article214808955/S-Bahn-...

offenbar auch im Fernverkehr nicht mehr sicher!"

"Dieses Durchfahren an S-Bahn-Stationen im Verspätungsfall haben die Aufgabenträger mittlerweile untersagt."

"Bei einem ICE, der nicht in Bremen hält, handelt es sich nicht um eine S-Bahn."

Eben! Im Fernverkehr gibt es leider keinen Aufgabenträger, der diesem kundenverachtenden Treiben Einhalt gebieten könnte, da bleibt dem frustrierten Kunden nur die Abstimmung mit den Rädern.

Schon recht früh wurde so manche Langfrist-Entscheidung in bis heute negative Richtung gestellt:

http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/hintergrund/ice-proble...

Zum Vergleich:

https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/CR10/CR10...

https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/CR10/CR10...

Warum werden nicht endlich mal LANGFRISTIGE Verbesserungsmaßnahmen angestoßen? Mit solch kundenfeindlichen OPF-Aktionismen wird man vielleicht kurzfristig die Statistik schönen - aber langfristig viele Kunden vergraulen...

Ich denke ebenfalls, dass den Mitarbeitern der DB kein Vorwurf gemacht werden sollte - soweit es sich nicht um die Managementebene handelt.
Ich bin mir nicht einmal sicher (da ich ja auch keinen Einblick in die Interna habe), ob das DB Management tatsächlich als Hauptschuldige Instanz für die derzeitige Misere herhalten kann; die aktuelle Idee des Sparkurses allerdings halte ich für absolut falsch - prinzipiell.
Nur - was sind die Alternativen, wenn eine "autogeile Gesellschaft", seriöser: Die Lobby der Autoindustrie einfach wegen der "Fans" (hier beziehe ich mich doch noch mal auf sie - die verblendeten Autofetischisten) die Politik veranlasst, der Bahn eher wenig Aufmerksamkeit - wichtiger: Finanzielle Mittel zukommen zu lassen?
Hier ist eher ein politischer Kurswechsel hin zu Nachhaltigkeit in Sachen der Mobilität gefragt.

Ohne die finanziellen Mittel, bei sogar reduzierten Ausgaben, wird das Chaos bei DB nur noch größer - und gibt dann denen recht, welche den Individualverkehr befürworten und - aller Umweltprobleme zum Trotz - fördern.

Eine Abwärtsspirale. Kurzsichtige Politik - auf Lobbyarbeit basierende Entscheidungen, Desinteresse an Erhaltung einer lebenswerten Umwelt - nur zu...

Das klingt jetzt "spießig" - aber, der Werteverfall und die gnadenlose Ausrichtung auf "Geld" (im metaphorisch weiteren Sinn) ist das Grundübel.

Was uns Kunden bleibt - ja... ist, möglichst nicht die eigenen Ideale, Konzepte (Nutzung des öffentlichen Verkehrs) aufzugeben - und zur "Wahl" zu gehen. Seine Möglichkeiten auszuschöpfen, so abstrakt und wirkungslos sie auch scheinen mögen.
Nutzt ja nix - mehr kann man kaum tun ;)