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Bahncardverlängerung (Rechnung) erhalte ohne Karte für Ehepartner.

Ich habe am 3.9.2018 eine Rechnungsnummer für meine Bahncard erhalten. Zum 1.10.2018 soll ich ich 62€ zahlen.
In den Jahren zuvor mussten 72€ bezahlt werden (Meine Bahncard 62€ + Zusatz-bahncard Ehepartner 10€).
Die Zusatzbahncard für den Ehepartner fehlt auf der Rechnung.
Ein Anruf beim Bahncardservice ergab, dass diese nicht mehr existiert. Eine Sonderkündigung sei nicht möglich.

Ich sehe dass ganze nicht so.
Bisher musste ich für 2 Bahncards 72€ zahlen. So waren auch die Rechnungen der DB in den letzten Jahren.
Nun ist meine Ehefrau ohne Bahncard.
Eine neue Bahncard würde 41€ kosten und wäre dann nächsten Jahr hingegen wieder auf der Rechnung, welche dann 102€ betragen würde.

1. Die DB hat die Vertragsbedingungen geändert, in dem der Ehepartner keine Bahncard mehr hat.
2. Die Zusatzbahncard war Betragsbestandteil der bestehenden Bahncard (es mussten ja etliche Dokumente wie Heiratsurkunde etc. eingereicht werden um sie zuerhalten).

Die neue Partnerbahncard für 41€ ist somit eine Preiserhöhung. Erst entfernt die DB die Zusatzkarte und spricht vom fortbestehen des Abos. Um dann über dem Umweg einer Partnerbahncard zu 41€, diese wieder in das Abo einzufügen, da diese nur mit einer Bahncard erhältlich ist.

Ich habe heute gelesen, dass die DB ihre Bahncardkunden angeschrieben hätte.
Nein, ich habe nichts erhalten, weder eine Änderung der AGBs noch einen Gutschein von 41€.

Ich bitte einfach das Sonderkündigungsrecht zu akzeptieren.
Wenn für ein Ehepaar das Abo 72€ gekostet hat und nun 102€, dann ist das eine Preiserhöhung.

ohti7768
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kabo
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Eine sehr interessante Frage, die Sie da aufwerfen.
Richtig ist, dass die Zusatzkarten für 10€ abgeschafft wurden und für Partner nur noch der "normale" Partnertarif möglich ist, wodurch es zu Mehrkosten kommt.
Korrekterweise wird nach Auslaufen der bestehenden Zusatzkarten nicht automatisch auf die teurere Partnerkarte umgestellt.
Kunden mit Zusatzkarte, deren Zusatzkarte kurz nach der Abschaffung ausgelaufen ist, haben eine schriftliche Information bekommen, verbunden mit einem einmaligen Gutschein, der die zukünftigen Mehkosten zumindest im ersten Jahr kompensiert.
Aus eigener Erfahrung kann ich aber bestätigen, dass Kunden, deren Zusatzkarte noch nicht kurz vor dem Ablauf stand (und deshalb die Zusatzkarte noch etwas länger nutzen konnten) weder eine Information noch einen Gutschein erhalten haben.

Die bisherige Kombination aus Hauptkarte und Zusatzkarten für 10€ stellt ein verbundenes Produkt dar. und wurde von der DB auch so beworben (und auch einheitlich in Rechnung gestellt). Die Möglichkeit, Zusatzkarten für 10€ zu bekommen, stellt eine Verschlechterung dar. Eine Verschlechterung während der Vertragslaufzeit löst im allgemeinen ein Sonderkündigsrungsrecht aus. Ihre Ansicht, dass man Sie nicht zwingen kann, die Hauptkarte alleine weiterzuführen, obwohl sie durch den Wegfall der Zusatzkarten für Sie unattraktiv geworden ist, ist durchaus vertretbar.

Ich fürchte allerdings, dass Sie das juristisch ausfechten müssen.

ohti7768
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Ja dass sehe ich auch so. Ich werde die Rechnung nicht begleichen. Die Sonderkündigung habe ich mit Einschreiben Rückschein versendet. Ich werde auf den Mahnbescheid (Gericht) des Inkassounternehmen warten müssen, da die DB die offene Rechnung weiter reicht.
Wie von mir geschrieben waren die Rechnungen immer für beide Karten. Es ist also einfach eine Vertragsänderung durch Wegnahme. Sollte ich die jetzige Rechnung zahlen und dann die Partnerbahncard erwerben, so wird die nächste Rechnung wieder 2 Bahncards haben.

Also eine verdeckte Preiserhöhung.
Vielleicht schleppe ich mich zu einer Verbraucherzentrale wenn die DB nicht reagiert. Telefonisch jedenfalls geht dar gar nichts.

ohti7768
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aus einem anderen Beitrag von der DB an mich gerichtet:

Hallo ohti7768, bitte bleiben Sie in Ihrem Ursprungsbeitrag und teilen Sie Ihre identischen Kommentare nicht unter vergleichbare Beiträge. Die Zusatzkarten wurden zum jeweiligen Laufzeitende gekündigt und werden nicht verlängert. In dieser Service-Community antworten andere Nutzer und unterstützen Sie mit antworten. /ch

DB vor 26 Minuten
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Die DB schreibt also die Zusatzkarten wurden gekündigt. Also wurde das Abo gekündigt. Denn Zusatzkarten gehören zum Bahncard Abo und sind nicht ein eigenes Abo.Aber dann DB teilt es mir schriftlich mit.

kabo
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Ergänzend zu meiner obigen Antwort möchte ich aber auf ein formales Problem hinweisen:

Ein Sonderkündigungsrecht besteht nur, wenn eine reguläre Kündigung nicht oder nicht rechtzeitig möglich ist. Wenn Sie jetzt die Rechnung vorliegen haben, gehe ich davon aus, dass Ihre alte Bahncard (mit den Zusatzkarten) erst jetzt ausläuft. Eine reguläre Kündigung mit 6-Wochen-Frist hätte also Mitte bis Ende Juli erfolgen müssen. Zum dem Zeitpunkt war die Information, dass die Zusatzkarten künftig wegfallen, aber schon auf der DB-Webseite verfügbar.
Es könnte also sein, dass ein Sonderkündigungsrecht allein deshalb nicht(!) besteht, weil Sie die reguläre Kündigungsfrist haben ungenutzt verstreichen lassen.

In der Sache stimme ich Ihnen völlig zu, fürchte aber, dass der Wegfall der Zusatzkarten so rechtzeitig auf der Webseite veröffentlicht wurde, dass Sie jetzt mit einer Sonderkündigung zu spät dran sind.

ohti7768
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Meine normale Kündigung hätte mit August erfolgen müssen. und selbst wenn die Bahn auf ihrer webseite oder irgendwo in irgendeiner zeitung es mitteilt, so muss sie davon ausgehen dass personen die weder die webseite noch zufällig die zeitung lesen erwas mitbekommen. schriftlich habe ich nichts erhalten bis auf due jetzige rechnung. auch habe ich keine neue agb. ebenso wenig eine neue bahncard. ich sehe es so dass trotz änderung der agb die db versucht durchzudrücken mit der hoffnung dass der ehepartner ja auch eine karte braucht und wir dann für das abo 31€ mehr zahlen. da keine schriftliche zustellung auf änderungen erfolgte, so ist das sonderkündungsrecht hier anwendbar, da dieses erst ab mitteilung an den vertragspartner beginnt. für mich ist dieses ab beginn der rechnungszustellung.

kabo
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Sehr schwierig.

Wie gesagt, ich habe volles Verständnis für Ihre Argumentation und finde Sie in der Sache auch vollkommen berechtigt.

Aber Sie hätten halt rechtzeitig kündigen können. Anfang August war die Abschaffung der Zusatzkarten nicht nur angekündigt, sondern auch schon umgesetzt. Jetzt mit einem Sonderkündigungsrecht zu argumentieren, weil die reguläre Kündigung verpasst wurde - das wird schwer.

Beachten Sie, dass bei öffentlichen Verkehrsdienstleistungen (wie der Eisenbahn) Änderungen der AGB nicht aktiv den Kunden mitgeteilt werden müssen. Es könnte daher tatsächlich ausgereicht haben, den Wegfall der Zusatzkarte im Internet und an Bahnhöfen bekannt zu machen. Wer das nicht mitbekommt, hat tatsächlich Pech. §305a BGB enthält da eine Sonderregelung zugunsten von Bahn, Bus, Post, Telefonanbietern und Energieversorgern.

Dass die DB darauf spekuliert, dass möglichst viele Kunden von der wegfallenden Zusatzkarte zur teureren Partnerkarte wechseln, das ist legitim. Niemand ist gezwungen ein Partnerkarte zu kaufen. Wer weder eine teure Partnerkarte kaufen will, noch die Hauptkarte alleine nutzen will, kann kündigen.
Jetzt geht es nur noch um die Kündigungsmodalitäten ...

Hallo ohti,

in dieser Community helfen Kunden anderen Kunden. Niemand kann Ihnen hier ein Sonderkündigungsrecht einräumen. Wir als Moderatorenteam greifen hier nur begleitend ein.

Wenn ich es richtig verstanden habe, standen Sie mit dem BahnCard-Service schon in Kontakt, welcher die Kündigung abgelehnt. Weitere rechtliche Schritte zu gehen, steht Ihnen natürlich frei. Gern möchte ich aber noch auf unseren Kundendialog verweisen, dem Sie die Situation schildern können. Vielleicht ist hier eine für alle einvernehmliche Lösung möglich. /ti

ohti7768
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Als Ergänzung zu meinem ersten Beitrag.

Die bisherige Zusatz-Bahncard ist in den alten AGB die Partnerkarte (2.1.6) welche 10€ gekostet hat.
In den neuen AGB ist die Zusatz-Bahncard ebenso die Partnerkarte (2.1.5) welche aber nach 2.1.3 nun 41€ kostet.

Es folgt also daraus eine Preiserhöhung.

ohti7768
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Habe gerade eine Nachricht erhalten. Meine Kündigungsfrist wurde wegen den Wegfall der Zusatzkarte akzeptiert.