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Online-Ticket: Kennen Fahrausweisprüfer eigentlich ihre AGBs?

Gestern wurde ich in der S-Bahn München kontrolliert. Der Prüfer behauptet, dass Ticket sei nur ausgedruckt oder in der DB App gültig. Ich habe ihm widersprochen und gesagt, dass in den AGBs auch geregelt ist, dass es auch ohne Ausdruck als PDF-Datei zum Anzeigen gültig sei. Er wurd frech, weigerte sich das Ticket als PDF-Datei zu kontrollieren und behauptet auch noch, dass sei als PDF ja nur in der Regionalbahn gültig und nicht in der S-Bahn. Ich bekam ein 60 EUR Strafzettel ausgestellt und er machte falsche Angaben zum Fahrtziel.

Ich hatte bisher noch nie Probleme mit der Regionalbahn damit gehabt und wie schon gesagt, dass ist in den AGBs unter 6.3.2 und 6.3.3 geregelt. Auf der Rückfahrt wurde ich in der Regionalbahn kontrolliert, ebenfalls als Online-Ticket im PDF. Alles kein Problem. Auf Nachfrage des Regionalbahn-Kontrolleur sagte er mir, eigentlich muss ein "Online-Ticket ausgedruckt sein, aber solange er mit dem Gerät den QR-Code scannen kann, ist alles in Ordnung, aber er wusste über die AGB-Regelung nicht bescheid, dass PDF-Dokumente zum Anzeigen auf mobilen Gerät auch zulässig sei.

Wie kann das sein, dass die Mitarbeiter in München so schlecht geschult sind und vor allem die MVV-Kontrolleure so dermaßen beratungsresistent sind und nicht ihre eigene AGBs kennen? Das scheint kein Einzelfall zu sein: https://www.chip.de/news/Kurioser-Fall-bei-der-Deutschen-...

Bei Bus, U-Bahn und Tram ist es was anderes, da muss es ausgedruckt sein und da gelten DB-Tickets ohne City-Option eh nicht, aber die S-Bahn gehört ja auch zur Deutschen Bahn.

EDIT: Unter https://community.bahn.de/questions/1492272-ticket-kassie... gibt es wohl einen ähnlichen Fall.

SchlafBahn
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Joeopitz
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Joeopitz

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Hallo SchlafBahn,

tatsächlich heißt es in den BB der Deutschen Bahn: „Das Online-Ticket kann auf weißem Papier im DIN A 4-Format ausgedruckt werden. Alternativ ist die Anzeige des Online- Tickets im PDF-Format auf einem mobilen Endgerät möglich.“

In den BB des MVV heißt es dagegen: „OnlineTickets müssen bei Fahrtantritt ausgedruckt sein und sind ungültig, wenn sie nur in elektronischer Form (z. B. auf einem Smartphone oder einem Notebook) vorgezeigt werden können.“

Ich glaube der MVV Kontrolleur kannte seine Beförderungsbedingungen ganz gut. Nachzulesen hier:
https://www.onlineticket-münchen.de/index.php/cms/terms_conditions/0

Wenn es ein reines MVV-Ticket war, gelten auf jeden Fall die MVV Beförderungsbedingungen.

Gruß Joe

Signal
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Der MVV meint in den BB mit Online-Ticket wahrscheinlich seine eigenen. Die Fahrkartenkontrollen in der S-Bahn werden übrigens von Mitarbeitern der DB Sicherheit durchgeführt. Mit denen gabs schon häufiger Probleme bezüglich den Tarifkenntnissen (nicht nur in München). Sollte es sich um ein DB Online-Ticket handeln, sollten Sie unbedingt Widerspruch gegen die Fahrpreisnacherhebung einlegen: https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/kontakte/kontaktf...

DB
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Team

Hallo SchlafBahn,

damit der Sachverhalt einwandfrei aufgeklärt werden kann, empfehle auch ich Ihnen, wie bereits Signal, einen Widerspruch bei der Fahrpreisnacherhebungsstelle einzureichen. /ju

SchlafBahn
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Hallo, ich habe schon Widerspruch eingelegt. Ich hatte ein DB-Ticket gehabt, kein MVV-Ticket.

Wie schon geschrieben, der hat sich noch nicht mal die Mühe gemacht, überhaupt zu prüfen, welches Ticket ich überhaupt habe.

SchlafBahn
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Per DB Fahrpreisnacherhebung Chat wurde die 60 EUR verzichtet und mir recht gegeben. Allerdings reicht mir das nicht, weil oft diese Strecke fahre und ich keine Lust habe, ständig mit solchen Kontrolleuren diskutieren müssen, die Ihre DB AGB nicht kennen. Können diese nicht einfach besser geschult werden?

Die Kontrolleure waren übrigens in zivil gekleidet und nicht in den üblichen DB Sicherheit-Kleidung.

Signal
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Beschweren Sie sich am besten beim Kundendialog über den Fahrkartenprüfer: https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog_regi...

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@SchlafBahn

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