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Fahrradkarte mit der App ergänzend zur Fahrkarte kaufen.

Ich reiste kürzlich von Berlin nach Rügen. Für die Hinfahrt fand ich einen durchgehende Verbindung mit dem IC. Ich orderte am PC also das Ticket incl. Fahrradticket und Reservierung. Leider gab es für die Rückreise keinen durchgehenden Zug. Somit blieb nur der Regionalverkehr. Leider aber keine Kaufmöglichkeit über Bahn.de eines Fahrradtickets parallel zum Personenticket. NA gut dachte ich, kaufst du das eben am Schalter oder am Automaten. Doch leider gab es auf dem Bahnhof in Teschenhagen weder Schalter noch Automat. Also schnell die App runtergeladen und tatsächlich konnte ich ein Personenticket nach Berlin für die drei benötigten Züge buchen. Aber kein Fahrradticket! Also was nun? Kleiner Bahnhof, keiner zum Fragen. Auch kein Schaffner im Zug zum Nachlösen sichtbar. In Stralsund nur wenige Minuten zum Umsteigen. Ich habe dann aus Verzweiflung während des Wartens auf den ersten Zug nochmal über die normale Bahnseite gesucht und mehr zufällig ein Fahrradticketangebot für den Nahverkehr mit Regionalbahn und S-Bahn gefunden und bezahlt. Doch: Leider nur eine pdf-Datei zum Download mit der Aufforderung, dieses auszudrucken. Für gewöhnlich nehme ich auf meine Radtouren jedoch keinen Drucker mit. In Neubrandenburg stieg dann erstmals ein Zugbegleiter zu. Dem signalisierte ich sogleich, dass ich hier möglicherweise ein Problem habe, da ich ja nicht drucken konnte. Der freundliche Mitarbeiter nahm mir die Sorge, in dem er sagte "Hauptsache ein QR-Code zum Scannen". Gleiche Reaktion im dritten Zug. Also Erleichterung und alles war gut. Dennoch bleibt ein ungutes Gefühl. Ich fuhr das erste mal mit dem Rad mit der Bahn. Auch sonst nutze ich die Bahn sehr selten. Zuletzt vor einigen Jahren. Insofern war ich gespannt, wie das so laufen würde. Die Verbindung hin war in Ordnung. Personal freundlich und hilfsbereit. Zurück trotz des Umsteigens ebenso. Wobei mir unklar ist, warum es hin eine Durchgehende Verbindung gab, zurück aber nicht. Insgesamt aber ein eher positiver Eindruck, zumal die Züge durchweg pünktlich waren. Dieser positive Eindruck, der in mir den Gedanken aufkommen ließ, öfter mal mit dem Fahrrad Ausflüge per Bahn zu machen, wird aber durch das umständliche und online per App gar nicht mögliche, Kaufen einer Fahrradkarte sehr getrübt. Wenn ich mich in der App nach Verbindungen erkunde und diese Buchen will, dann ist doch klar, welche Züge das sind. Da muss es doch möglich sein, auch ein Fahrradticket dazu zu wählen. Dito aber auch bei bahn.de. Wo mir das unkomplizierte Buchen von Fahrrad und Personenkarte in einem Rutsch auch nicht möglich ist, zumindest bei den Regionalzügen. Und was die Fahrradkarte per pdf betrifft: War das nun Kulanz seitens der freundlichen Bahnmitarbeiter und gelte ich bei der nächsten Fahrt als Schwarzfahrer, wenn ich objektiv gar nicht drucken kann? Hier ist im Interesse des Kunden ganz klar mehr Transparenz und Vereinfachung von Nöten.

Antworten

Hallo StefanRadfahrer,

bei der Fahrradmitnahme ist der Fern- und Nahverkehr zu unterscheiden.

Im Fernverkehr wird eine Fahrradkarte sowie eine Stellplatzreservierung benötigt, welche ausgedruckt am Fahrrad angebracht werden muss.

Im Nahverkehr weichen die Preise und Regelungen je nach Bundesland bzw. Strecke ab. 

Hinsichtlich der Digitalisierung gibt es Bestrebungen, umfangreiche Anpassungen bei bisherigen/zukünftigen Vertriebsplattformen umzusetzen, damit der Verkauf ähnlich einer Sitzplatzreservierung abläuft. Die Umsetzung betrifft auch Plattformen, welche von anderen Eisenbahnen, Reisebüros und Vertriebsagenturen genutzt werden. Dies benötigt allerdings viel Planungs-/Entwicklungs- und Umsetzungszeit.

Prinzipiell ist noch zu erwähnen, dass bei der Aufforderung die Fahrkarte auszudrucken, diese auch während einer Fahrkartenkontrolle ausgedruckt vorgelegt werden muss. /ju