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Personengebundenes Ticket: Reicht die Mitfahrt zu Authenfizierung?

Ich lese überall, dass bei einem personengebundenen Ticket die genannte Person mitreisen muss.

Ich lese aber nicht, dass diese Person auch selbst das Ticket verwendet. Das scheint mir auch deswegen logisch, weil man auch bei einem Fernkverkehrs-Gruppenticket nicht die Namen alle Reisenden eintragen muss. Die Bahn braucht den Namen und den Ausweis also primär zur Sicherheit.

Meine Frage:
Wenn ich eine Strecke bereise und dafür schon ein Ticket habe (z.B. auch BC100) und ein Fernkverkehrs-Ticket vorweise, das auf mich ausgestellt ist, diese für andere Mitreisende nutzen?
Anderes Beispiel: Ich habe zwei personengebundene Tickets für die gleiche Strecke auf meinen Namen und kann damit auch zwei legitimieren. Kann ich das eine für mich und das andere für einen auf dem Ticket nicht genannten Mitfahrer von mir nutzen? Im Prinzip wäre das bei einem Gruppenticket mit 2 Reisenden dann auch nichts anderes.

Konkret: Wenn ein Fernkverkehrs-Ticket auf mich ausgestellt ist, muss ich damit dann auch zwingend befahren um es authenifizieren zu dürfen oder ist Authenifizierung und Nutzung ein getrennter Prozess für die Bahn?

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Die namentlich genannte Person ist immer auch Nutzer des Tickets.
Wenn auf einem Ticket für eine Person ein Name steht, dann ist klar, dass es sich hierbei um den Reisenden handeln muss.
Auf einem Ticket für zwei oder mehr Personen steht der Name einer Person. Diese Person ist einer der mit diesem Ticket Reisenden und muss sich ausweisen, die Identität der anderen Personen wird nicht überprüft.

Ich nehme an, dass das hier 'greift':
2.8 Übertragbarkeit
Die Fahrkarte ist nur dann übertragbar, wenn sie nicht auf den Namen lautet und die Fahrt - bei Fahrkarten für Hin- und Rückfahrt die Hinfahrt – noch nicht angetreten ist. Reisende mit auf den Namen lautenden Fahrkarten sind verpflichtet, im Rahmen der Fahrkartenkontrolle auf Aufforderung ihre Identität durch einen amtlichen Lichtbildausweis nachzuweisen.

Wenn jemand anders mit einem Ticket, das auf Ihren Namen lautet, reist, ist das nach einem Verständnis eine Übertragung.

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Addendum: Oben fehlt bei der ersten Frage noch ein "Kann ich" :)

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"Wenn ich eine Strecke bereise und dafür schon ein Ticket habe (z.B. auch BC100) und ein Fernkverkehrs-Ticket vorweise, das auf mich ausgestellt ist, diese für andere Mitreisende nutzen?"
Nein.

"Ich habe zwei personengebundene Tickets für die gleiche Strecke auf meinen Namen und kann damit auch zwei legitimieren. Kann ich das eine für mich und das andere für einen auf dem Ticket nicht genannten Mitfahrer von mir nutzen?"
Nein.

"Wenn ein Fernkverkehrs-Ticket auf mich ausgestellt ist, muss ich damit dann auch zwingend befahren um es authenifizieren zu dürfen"
Ja.

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Schon mal danke. Kann mir jemand sagen, wo das so festgelegt wird? Ich finde die Aussagen im Buchungsprozess und auf dem Ticket dazu nämlich eher irreführend.

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"Ich finde die Aussagen im Buchungsprozess und auf dem Ticket dazu nämlich eher irreführend."

Inwiefern? Falls Sie den Hinweis: "Sie selbst reisen nicht mit?" bei der Buchung für eine andere Person meinen: da haben Sie völlig recht, das ist irreführend. Wurde auch hier in dieser Community schon mehrfach thematisiert, aber da sind die 'Experten' der sogenannten Fachabteilung völlig beratungsresistent und haben diesen Quark auch bei der Überarbeitung der Seite nicht entfernt.

Folgte man hier der DB-Logik, dürfte man Tickets für Dritte nur buchen, wenn man selbst nicht mitreist.

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Primär natürlich das.

Auch auf dem Ticket steht effektiv nur, dass man einen Lichtbildausweis dabei haben muss. für die Legitimierung. Im Gegensatz zu z.B. Ländertickets stehen aber die Reisenden namentlich nicht drauf. Es heißt z.B. nur "2 Erwachsene". Der Name steht neben dem QR-Code und beim Zangenabdruck. Ich habe das bislang immer als reine Authenifizierungsmaßnahme begriffen, damit das Ticket nicht doppelt genutzt werden kann.

Dafür spricht eben auch, dass bei einem Gruppenticket nur ein Mitreisender genannt werden muss - die weiteren Reisenden könnten im Prinzip sogar wechseln. Die sind namentlich überhaupt nicht genannt. Auch stimmt damit das Argument der Bahn nicht, die Personenbindung wäre ausschließlich zur Sicherheit - wäre es so, wäre es gar kein Problem, wenn jemand anders die Tickets auf seinen Namen authenifiziert und die Plätze freigibt, wie bei jedem Automaten-Ticket auch.

Meine Frage bleibt: Wo genau wird das festgelegt, dass der Authenifizierende auch einen der genannten Plätze auf dem Ticket nutzen *muss*? (Dass er von Anfang bis Ende dabei sein muss, weiß ich.)

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Die namentlich genannte Person ist immer auch Nutzer des Tickets.
Wenn auf einem Ticket für eine Person ein Name steht, dann ist klar, dass es sich hierbei um den Reisenden handeln muss.
Auf einem Ticket für zwei oder mehr Personen steht der Name einer Person. Diese Person ist einer der mit diesem Ticket Reisenden und muss sich ausweisen, die Identität der anderen Personen wird nicht überprüft.

Ich nehme an, dass das hier 'greift':
2.8 Übertragbarkeit
Die Fahrkarte ist nur dann übertragbar, wenn sie nicht auf den Namen lautet und die Fahrt - bei Fahrkarten für Hin- und Rückfahrt die Hinfahrt – noch nicht angetreten ist. Reisende mit auf den Namen lautenden Fahrkarten sind verpflichtet, im Rahmen der Fahrkartenkontrolle auf Aufforderung ihre Identität durch einen amtlichen Lichtbildausweis nachzuweisen.

Wenn jemand anders mit einem Ticket, das auf Ihren Namen lautet, reist, ist das nach einem Verständnis eine Übertragung.

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Danke. Ich vermute dann auch, dass man damit argumentieren würde.

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Tickets vom Automaten oder Schalter haben Sicherheitsmerkmale (Hologramme, eingearbeitetes Metall usw.), so dass das kopieren eines Tickets nicht ohne weiteres möglich ist.
Online-Tickets dagegen haben das nicht, man kann problemlos beliebig viele identische Kopien herstellen. Damit sichergestellt ist, dass online-Tickets nicht durch Kopien mehrfach genutzt werden, sind diese personalisiert. Die namentlich genannte Person ist mit ihrem Ausweis sozusagen der „Kopierschutz“ (denn diese Person mit Ausweis kann auch nicht einfach kopiert werden). Und so ist dann das Ticket ausschließlich für die namentlich genannte Person gültig, bzw. bei Gruppentickets ist das dann der/die Hauptreisende. Mitfahrer müssen daher auch nicht unbedingt genannt werden, für den Kopierschutz reicht ja eine Person mit Ausweis (Ausnahme sind Gruppentickets, wo auch verhindert werden soll, dass während der Fahrt Leute ausgetauscht werden, wie z.b. Ländertickets, wo dann alle Mitreisenden angegeben werden müssen).

Rein theoretisch könnte die Bahn natürlich auch akzeptieren, wenn ich auf meinem Namen für eine andere Person das Ticket kaufe, und ich das dann auch persönlich im Zug vorzeige (wenn die andere Person mit mir zusammen reist), aber das wird dann schnell unübersichtlich. Daher kann ich verstehen, wenn dieser Fall gar nicht vorgesehen ist.

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Die Bahn sollte auf jeden Fall endlich mal dieses irreführende "Sie selbst reisen nicht mit?" von der Buchungsseite entfernen.
Denn tatsächlich gibt es ja mehr als einen Anlass, ein gesondertes Ticket für eine andere Person zu buchen, obwohl man selbst mitreist.
Die Beratungsresistenz in diesem Punkt ist für mich nicht nachvollziehbar. Man müsste den Satz lediglich von der Seite löschen.

basti007
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Zum Thema unübersichtlich: Ich wüsste nicht, wieso das unübersichtlicher sein soll, wenn ein Gruppenticket sich in 2 Tickets aufspaltet oder in eines. In beiden Fällen verifiziert der ZUB das Ticket an Hand des Personalausweises und zählt nur noch ab, ob die Mitreisenden-Anzahl mit der genannten Anzahl auf dem Ticket stimmt. Mit der Sicherheit allein kann das also nicht zusammenhängen.

In meinem Fall ergibt sich das Problem daraus:

  • Ich organisiere eine Reise für eine Gruppe.
  • Ich weiß die endgültigen Namen noch nicht, weil es noch Fluktuationen in der Gruppe gibt, ich weiß aber die Menge, die bleibt fix.
  • Das von mir präferierte Ticket kann ich maximal für 5 Personen und nur online buchen. Ich würde also gerne zwei Tickets buchen. Nun kann ich das aber nicht, weil ich dafür mindestens zwei unterschiedliche, mitreisende Personen brauche. Fixer Mitfahrer wäre aber nur ich.

Daher ist es mir so nicht möglich, die gewünschte Ticketkombi zu buchen, so lange ich für jedes weitere Ticket einen *anderen* Mitreisenden nennen muss.als mich selbst. Ich werde also auf andere Lösungen ausweichen müssen als das Bahn-Angebot. :/