Frage beantwortet

Erstattung Taxikpsten bei verspäteter Ankuft

Ich bin vor ein paar Wochen von Heidelberg nach Zürich gefahren und schon in Heidelberg konnte der Zug nicht losfahren aufgrund von Personen auf den Gleisen. Jedenfalls musste ich dann statt einmal in Stuttgart umzusteigen noch zusätzlich in Karlsruhe und Basal umsteigen, was mit Gepäck nach einem langen Arbeitstag noch zusätzlich anstrengend ist. So kam ich dann mit 120 min. Verspätung statt um 23.30 um 1.30 Uhr an. Ich hatte den Zug extra so gewählt, dass ich noch mit den öffentlichen Verkehrsmittel nach Hause kommen kann. Um halb 2 Uhr nachts ging das nicht mehr und ich musste ein Taxi nehmen (46 Franken). Zielort auf meinem Bahnticket war Zürich HBF. Die DB hat mir mitgeteilt, dass sie mir zwar 50% des Ticketpreises (31 Euro) erstattet, nicht jedoch die Taxikosten. Ist das ihr Ernst? Sieht die DB hier keine Veranlassung, kulant zu sein und die Kosten zu erstatten? Als Frau alleine nachts um 1.30 Uhr für 2 Stunden durch die Stadt zu laufen, wäre die Alternative gewesen. Ich finde, das ist ein ziemliches Armutszeugnis für die DB.

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
Joeopitz
Joeopitz

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Sehr geehrte Frau 113456789,

sicher möchte niemand, dass Sie nachts durch die Straßen laufen müssen.

Entschädigungen für Fahrgäste sind in einer EU Verodnung einheitlich geregelt. Darin sind zum einen Entschädigungszahlungen für Verspätungen festgelegt. Zum anderen ist eindeutig geregelt, das Verkehsunternehmen nicht für Folgekosten aufzukommen haben.

Mit der Deutschen Bahn haben Sie einen Beförderungsvertrag geschlossen, der beinhaltet von Heidelberg nach Zürich befördert zu werden. Wenn Zürich nicht pünktlich erreicht wurde, haben Sie für die Verpätung einen Anspruch auf Entschädigung. Bei 120 Minuten Verspätung beträgt Ihr Anspruch 50% des Ticketpreises. Den haben Sie erhalten.

Das Sie vom Bahnhof ein Taxi nehmen mussten hat nichts mehr mit der Bahn zu tun. Die Weiterbeförderung vom Bahnhof nach Hause liegt in Ihrer Verantwortung.
Es mag in Ihren Augen ein Armutszeugnis sein, aber für den Fahrplan im öffentlichen Verkehr in Zürich kann die Deursche Bahn genausowenig wie Sie,

Beste Grüße
Joe

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Joeopitz
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Sehr geehrte Frau 113456789,

sicher möchte niemand, dass Sie nachts durch die Straßen laufen müssen.

Entschädigungen für Fahrgäste sind in einer EU Verodnung einheitlich geregelt. Darin sind zum einen Entschädigungszahlungen für Verspätungen festgelegt. Zum anderen ist eindeutig geregelt, das Verkehsunternehmen nicht für Folgekosten aufzukommen haben.

Mit der Deutschen Bahn haben Sie einen Beförderungsvertrag geschlossen, der beinhaltet von Heidelberg nach Zürich befördert zu werden. Wenn Zürich nicht pünktlich erreicht wurde, haben Sie für die Verpätung einen Anspruch auf Entschädigung. Bei 120 Minuten Verspätung beträgt Ihr Anspruch 50% des Ticketpreises. Den haben Sie erhalten.

Das Sie vom Bahnhof ein Taxi nehmen mussten hat nichts mehr mit der Bahn zu tun. Die Weiterbeförderung vom Bahnhof nach Hause liegt in Ihrer Verantwortung.
Es mag in Ihren Augen ein Armutszeugnis sein, aber für den Fahrplan im öffentlichen Verkehr in Zürich kann die Deursche Bahn genausowenig wie Sie,

Beste Grüße
Joe

Leo
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Die Europäischen Fahrgastrechte defnieren nur das absolute Minimum, vor dem sich kein Betreiber drücken kann. Die DB speist ihre Kunden regelmäßig nur mit diesem Miniminum ab – egal wie kläglich sie versagt hat. Auch ich persönlich empfinde das als Armutszeugnis.

Wie auch in anderen Fällen zeigen sich andere Bahnen/Verbünde/Besteller da wesentlich kulanter. In einem ähnlichen Fall sagt z.B. die SNCF selbstverständlich die Erstattug der Taxikosten zu:

https://questions.sncf.com/questions/1411504-retard-rembo...

Einfaches Googeln

https://www.google.com/search?q=garantie+taxi+erstattung

liefert auch in Deutschland etliche kundenfreundliche Gegenbeispiele, die sich nicht „leider“ außerstande sehen, über das absolute Minimum der Fahrgastrechte hinaus zu gehen.