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Rausfinden, ob Rückfahrkarte auf meinen Namen ausgestellt wurde?

Liebes DBTeam, leider habe ich meine Rückfahrkarte zuhause vergessen und würde nun gern rausfinden, ob sie auf meinen Namen ausgestellt wurde, sodass ich ein Recht auf Rückerstattung eines nun neu zu kaufenden Tickets hätte. Habe es am 10.08. zw. 19:00 und 19:30 h am Mannheimer Hbf mit Karte gekauft. Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen!

TAuth
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Hallo TAuth,

1. Tickets, die in einem Reisezentrum gekauft werden, sind normalerweise nicht auf bestimmte Namen ausgestellt.
2. Ein Recht auf Rückerstattung hängt nicht davon ab, ob ein Name auf dem Ticket steht.
3. Werden beim Ticketkauf keine Informationen über Reisende gespeichert. Im Nachhinein lässt sich da bestimmt nichts rausfinden.

Ich befürchte, dass Sie einem großen Irrtum oder einer falschen Informationen unterliegen.

Was für ein Ticket haben Sie gekauft? Die „normalen“ Tickets aus einem Reisezentrum kann man sich bestimmt nicht erstatten lassen, ohne das dabei auch das Ticket vorgelegt wird. Wenn überhaupt ein Recht auf Rückerstattung besteht, dann meist nur vor dem ersten Geltungstag.

Nach dem ersten Geltungstag kann z.B. gegen Gebühr ein Flexpreisticket erstattet werden. Dabei wiederum ist es völlig unerheblich ob es eine personengebundene Fahrkarte ist oder nicht.

Beste Grüße
Joe

Guten Morgen TAuth,

sofern Sie es am Mannheimer Hbf am DB Automaten oder im DB Reisezentrum erworben haben ist es nicht personalisiert - sprich nicht auf ihren Namen ausgestellt.

Beachten Sie jedoch. Im Zug nachträglich erworbene Fahrscheine oder neu gekaufte im DB Reisezentrum werden nach Entwertung nicht mehr erstattet. Dann können Sie nur noch Glück haben wenn das daheim gebliebene ein Ticket zum Flexpreis gewesen ist von dem noch 19,- € Bearbeitungsgebühr abgezogen werden. Sollte es sich dabei um einen Sparpreis handeln werden Ihnen keine Kosten erstattet. Bitte verlangen Sie in solchem einem Fall stets eine Fahrpreisnacherhebung und reichen diese zusammen mit dem Ticket innerhalb von 14 Tagen im Reisezentrum ein (7,- € Bearbeitungsgebühr).

Gruß, Tino!

Hallo TAuth,

die Antworten von Joeopitz und Tino Groß sind soweit richtig.

Eine Frage noch an Tino Groß: Die zum Schluss genannte Methode funktioniert doch aber nur bei personengebundenen Fahrkarten? /ju

Diese Methode wäre mir neu. Es heißt ja wortwörtlich „kann der Fahrgast nachweisen dass zum Zeitpunkt der Fahrt eine gültige Fahrkarte vorlag so ermäßigt sich das Entgelt auf 7,- €“

Auszug: Weist Reisender innerhalb 14 Tagen nach FK-Prüfung am Bahnhof der befördernden Bahn nach, dass er zum Zeitpunkt der Kontrolle Inhaber einer gültigen FK war, ermäßigt sich der erhöhte Fahrpreis auf 7,00 € (Tfv 600/A 3.9.1)

Ein Reisender kann aber nicht zwingend beweisen, dass er zum Zeitpunkt der Kontrolle Inhaber einer gültigen Fahrkarte war, wenn diese nur unpersonalisiert vorliegt. /ju

Wenn das Ticket vor Abfahrt des Zuges gelöst wurde und nicht entwertet ist, ist davon auszugehen, daß das Ticket existierte aber nicht zur Kontrolle vorgelegt wurde. Die Wahrscheinlichkeit dass ein solches Ticket nicht vom Reisenden stammt ist sehr gering. Eine solche Unterstellung könnte auch die Bahn nicht nachweisen.

Außerdem wäre sonst der Käufer eines Papiertickets der es dann zu Hause liegenlässt sehr im Nachteil gegenüber dem Käufer eines Onlinetickets, der sein Ticket ebenfalls zu Hause liegengelassen hat.

Hallo Joe,

ein personalisiertes Ticket kann nur durch die angegebene Person genutzt werden. Eine Nutzung durch eine andere Person ist damit ausgeschlossen. Ein unpersonalisiertes Ticket kann durch jeden genutzt werden. Ein fehlender Zangenabdruck ist dabei kein zwingender Beweis für eine Nichtnutzung. /ti

Man kann jedoch im Nachgang kein Ticket zurückdatieren was im Fall einer Monatskarte der Fall ist. Daher wird hier der feine Unterschied gemacht. Sorry dass ich so kleinkariert bin aber wenn hier keine korrekte Antwort gegeben werden kann muss wohl der entsprechende Fachbereich helfen ;-)

Ich wollte nur an einem Beispiel deutlich machen wieso der ÖPNV/DB Regio beim EBE/eFN nur personengebundene Fahrscheine als Nachweis akzeptiert. DB Fernverkehr hingegen akzeptiert bei einer eFN eben zum Zeitpunkt der Fahrt gültige Fahrschein die nicht zwingend personalisiert sein müssen. Zumal es im Tarif keinen expliziten Hinweis darauf gibt.

Es steht aber da, dass der Kunde dies nachweisen muss, was bei unpersonalisierten Fahrkarten durchaus schwierig sein kann. Ich wollte hier nur vermeiden, dass letztlich als Aussage stehen bleibt, dass dies in jedem Fall funktioniert. /ti