Frage beantwortet

Warum kostet es 25% vom Flexpreis wenn die Bahncard vor der Fahrt abgelaufen ist?

Hallo liebes Deutsche Bahn Team,
anscheinend habe ich ein Sparpreis Ticket Frankfurt-Stuttgart für 15,99€ mit Bahncard25 Ermäßigung erworben, wobei meine Bahncard dann vor Fahrtbeginn abgelaufen ist. Die wirklich sehr nette Schaffnerin hat mich dann darauf hingewiesen daß mich dieses Versäumnis 25% des Flexpreis Ticket kostet. Jetzt Frage ich mich natürlich warum muss man 30 Euro "Strafe" zahlen, dafür daß man sich - höchstwahrscheinlich ausversehen - ein Ticket Rabatt von 4 Euro erschlichen hat? Das sind übrigens 750% von dem was ich "gespart" hätte.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

AndreasHamilton
AndreasHamilton

AndreasHamilton

Ebene
0
1 / 100
Punkt
Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Hallo AndreasHamilton,

aufgrund der mittlerweile verschiedenen Rabattstufen beim Sparpreis (1,- € Schritte) ist es nicht mehr möglich dies bei der Nachberechnung vergessen BahnCard zu berücksichtigen. Daher wird hier einheitlich der Flexpreis zugrunde gelegt. Dies finden Sie auch in den jeweils gültigen Beförderungsbedingungen.

Sofern ein Fahrgast die BahnCard nur vergessen hat ist es letztendlich egal welchen Betrag er bezahlt da er nach Vorlage im DB Reisezentrum diesen abzüglich der Bearbeitungsgebühr von 7,- € zurückerhält. Da Sie keine gültige BahnCard mehr besitzen fällt dieser Betrag natürlich sehr ins Gewicht.

Gruß, Tino!

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (0)

Ja (1)

100%

100% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

Hallo AndreasHamilton,

aufgrund der mittlerweile verschiedenen Rabattstufen beim Sparpreis (1,- € Schritte) ist es nicht mehr möglich dies bei der Nachberechnung vergessen BahnCard zu berücksichtigen. Daher wird hier einheitlich der Flexpreis zugrunde gelegt. Dies finden Sie auch in den jeweils gültigen Beförderungsbedingungen.

Sofern ein Fahrgast die BahnCard nur vergessen hat ist es letztendlich egal welchen Betrag er bezahlt da er nach Vorlage im DB Reisezentrum diesen abzüglich der Bearbeitungsgebühr von 7,- € zurückerhält. Da Sie keine gültige BahnCard mehr besitzen fällt dieser Betrag natürlich sehr ins Gewicht.

Gruß, Tino!

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Wieder so ein Fall, wo die Bahn könnte, wenn sie nur wollte:

Als ehrbahrer Kaufmann würde man einfach ein Drittel des bezahlten Fahrpreises nachfordern, da das genau dem gewährten BahnCard-Rabatt entspricht:

Die BahnCard gewährt 25%Rabatt, so daß man 75% des Sparpreises ohne BahnCard zahlt: Nach Adam Riese sind 25% zu Unrecht gewährter Rabatt also ein Drittel des rabattierten Fahrpreise.

Beim Sparpreis Europa ist es zwar etwas komplizierter, aber bei gutem Willen machbar, da die Daten bzgl. anteiligen Preises je nach Preis und Land DB-intern ja vorliegen.

Da die Bahn aber leider Ihre Kunden offenbar abzocken möchte, wo es nur geht, scheut sie auch nicht vor solch lächerlichen Ausreden wie der angeblich zu komplizierten Berechnung zurück, warum es gemäß den heiligen Paragrafen leider unumgänglich sei, den verärgerten Kunden dermaßen abzukassieren.

(Es könnte dann natürlich sein, daß der eigene Kunde die weitere Wahl des Verkehrsmittels Bahn mit seinen Prinzipien leider als unvereinbar einstuft. Dann muß man halt wieder neue Kunden gewinnen, was ja neuerdings mit realistischeren Methoden erfolgt, siehe z.B. zulässige Wege beim Sommerpass statt einfach losfahren wie beim Deutschlandpass. )

Achso. Und ich soll dann meine kostbare Zeit im Zug verschwenden das Verschulden des Fahrgastes bzw. sogar den vorsätzlichen Betrug (leider in mehr als 50% der Fälle nachgewiesen) „belohnen“ und ihm alles haargenau ausrechnen um dann die Standardantwort zu erhalten „ich habe keine Geld dabei“. Sorry in welcher Traumwelt leben Sie eigentlich? Bei einem Sparpreis für Hin- und Rückfahrt mag das ja noch alles gehen. Aber wie machen wir es bei zwei unterschiedlichen Sparpreisstufen? Da kann man nicht einfach mal eben „durch 2“ teilen und daraus den zu fördernden Betrag errechnen. Oder muss jetzt jeder Zub alle 500 Sparpreisstufen auswendig kennen? Nein. Der Fahrgast hat ganz klipp und klar einen Beitrag zu erbringen uns der lautet „BahnCard bei sich führen“. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach so muss er eben mit dem vorab in den aktuellen Beförderungsbedingungen ausgewiesen Mehrkosten rechnen. Nochmals zum Verständnis. Hat der Kunde die BahnCard nur vergessen ist es unerheblich wie viel Geld man von ihm verlangt. Er erhält bei rechtzeitiger Vorlage alle Kosten bis auf 7,- € zurück. Also egal ob die Nachberechnung zum Flexpreis oder exakt zum Sparpreis berechnet wird. In diesem Fall - denke ich gehen wir überein - entstehen dem Kunden keine nachteiligen Kosten. Wenn man aber bewusst einen Fahrschein mit BahnCard bucht und diese nicht vorzeigen kann weil angelaufen muss man eben mit Mehrkosten rechnen. Wieso diese so hoch sind habe ich oben bereits erwähnt. Also nicht immer auf die Bahn schieben und von Abzocke sprechen. Sondern erst überlegen.

Danke!

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Also:

Tino sieht sich außerstande, die komplizierte Berechnung :3 durchzuführen und ist anscheinend der Grundrechenarten nicht mächtig, wie ich angesichts seines Einwands mit den verschiedenen Fahrpreisstufen fassungslos feststellen muss.

Ich empfinde das Verlangen eines viel komplizierter auszurechnenden Betrages wie aktuell persönlich als vorsätzlichen Betrug am Kunden, der sich evtl. dann lieber nach Alternativen umsehen könnte, statt eine neue BahnCard zukaufen.

Dann unterstelle ich Ihnen dass Sie des Lesens nicht mächtig sind. Ich sprach nicht von einem einzelnen Fahrschein sondern von einer Kombination von Hin- und Rückfahrt mit unterschiedlichen Sparpreisstufen oder der von Ihnen bereits erwähnten Auslandstarife. Ich gebe Ihnen gerne ein Beispiel welches Sie bestimmt ohne weiteres berechnen können. Sollten Sie bei der derzeitigen Methode Betrug wittern so steht es Ihnen frei rechtliche Schritte einzuleiten.

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Dann lesen Sie doch mal oben, wie die Frage war!

Nur kurz auf Ihre Nebelkerzen-Argumente:

1. Aufteilung der Personen: Das angeblich prohibitive Problem besteht doch auch schon bei 2 Personen und 2 unterschiedlichen Preisstufen mit BahnCard, von denen eine nur eine abgelaufene BahnCard besitzt. Welcher Betrag wird denn dann für die Person ohne BahnCard zugrunde gelegt, um die Differenz zum angeblich korrekten Preis für diese Person zu ermitteln?
2. Aufteilung von Hin- und Rückfahrt: Das Problem kann schon bei einer Person auftreten, die auf der Hinfahrt noch eine gültige BahnCard hatte, auf der Hinfahrt nicht mehr. (Bei den Fahrgastrechten wird einfach der mittlere Preis zwischen Hin- und Rückfahrt gebildet; dieses Verfahren kann sich zum Vor- oder Nachteil des Kunden auswirken und ist im Mittel daher durchaus gerecht.)
3. Die in seltenen Fällen mehr oder weniger schwierige Berechnung des auf den Kunden ohne BahnCard entfallenden Anteils ist nun also gelöst, tritt im hier angefragt Fall einer einzigen Person aber gar nicht auf! Bleibt schließlich zur Berechnung der Nachforderung die Festsetzung eines angemessenen Preises. Dieser Schritt ist der Streitpunkt! Man kann jetzt den Kunden wie die DB abzocken, indem man man als angemessenen Preis den Flexpreis ansetzt - oder aber den zum Zeitpunkt der Buchung verfügbaren Sparpreis. Ganz kulant wäre es natürlich, wenn der Kunde die Wahl hätte, nachzahlen oder später eine rückdatierte BahnCard zu kaufen...

Also: Ausgerechnet Tino Groß, der mir sonst gerne Abweichung vom Thema vorwirft, zündet eine ganz dicke Nebelkerze und wirft mir dann vor, nicht darauf einzugehen!

Knackpunkt ist doch folgende Frage:

Wenn jemand einen Sparpreis mit Bahncard-Rabatt gekauft hat (zum ggf. Teil-Preis x, hier gleich der Gesamtpreis) und er diese nicht vorweisen kann, was fordere ich als angemessen Preis?
Der gesunde Menschenverstand sagt: Den Sparpreis ohne den zu Unrecht erhaltenen Bahncard-Rabatt. Einfach zu berechnende Nachforderung: ein Drittel des (ggf. Teil-) Preises.
Die DB sagt: Den Flexpreis

Als so abgezockter Kunde würde ich das als vorsätzlichen Betrug empfinden, und mich ans EBA und Söp wenden - und natürlich die Bahn danach meiden.

Auch die Lufthansa neigt zu selbstherrlichen AGB zur Benachteiligung der Kunden; da es hierbei oft um größere Summen geht, würden schon etliche vor Gericht für ungültig erklärt. Bei der hier angefragten sehe ich da auch gute Chancen...