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Kann trotz Zugbindung ein ICE auch schon in Altona statt in Hamburg Hbf bestiegen werden?

Ich habe für meine Schwägerin und meinen 8 Monate alten Neffen eine Fahrkarte von Bahrenfeld nach Mannheim gekauft. Leider habe ich dabei vergessen, das System zu einem Umstieg in Hamburg Altona zu zwingen. Nun steht auf der Fahrkarte (Sparpreis), dass der ICE nach Mannheim erst in Hamburg Hbf bestiegen werden dürfte. Jeder der sich ein bisschen mit den Hamburger Bahnhöfen auskennt, weiß aber, das ein Umstieg in Hamburg Hbf mit Kinderwagen eine mittlere Katastrophe ist und in Altona hingegen ziemlich bequem, insbesondere, da hier die Züge auch schon ein paar Minuten vor Abfahrt bereit gestellt werden.
Frage ist nun, darf meine Schwägerin trotzdem in Hamburg Altona schon in den ICE einsteigen und damit ihre Nerven und die der anderen Reisenden schonen oder muss sie sich in das Getümmel am Hbf stürzen?

Ganz generell stellt sich mir die Frage, ob man dem Buchungssystem nicht beibringen kann, bequeme Umstiege bei der Routensuche zu bevorzugen.

JoBi
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Antworten

Entscheidend ist nicht der angehängte Fahrplan sondern der auf dem Ticket stehende Abgangsbahnhof, das sollte in Ihrem Fall HAMBURG sein. Und dann ist das Ticket von Bahrenfeld bis Mannheim gültig und auch ein Umstieg in Altona ist zulässig.
Wenn Sie einen Zwischenhalt eingeben brauchen Sie dem Buchungssystem nichts mehr beibringen, das kann es schon.

DB
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Hallo Jobi,

die Antwort von Woodstock ist soweit korrekt. Insofern HAMBURG statt Hamburg Hbf auf dem Ticket vermerkt ist, kann Ihre Schwägerin stattdessen auch in Hamburg-Altona umsteigen. /ju

JoBi
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Danke für die schnellen Antworten, aber wie oben beschrieben steht auf dem Ticket eben explizit Hamburg Hbf als Zustiegsort:

NV*HH-Hbf 15:24 ICE971

Früher war das auch mal anders in Hamburg, da stand der Bahnhof nicht explizit drauf, zumal die Bahnhöfe ja eh tariflich gleichgestellt sind.
Ich weiß natürlich auch, dass in der Praxis keine Ticketkontrolle zwischen Altona und Hbf stattfindet und wenn ich selber fahren würde, wäre mir das auch egal. Hier geht es aber um jemanden der eher selten mit der Bahn fährt und ein Kleinkind dabei hat und sich um so was einen Kopf macht.

Meine Frage zielte also darauf ab, ob hier im Zweifelsfall kulant von Seiten der Bahn gehandelt wird.

Meine ergänzende Frage zielte darauf ab, dass ich es für ziemlich ungeschickt und kundenunfreundlich von der Bahn halte, dass man das Buchungssystem durch Eingabe eines Zwischenhaltes zum Umstieg in Altona oder Dammtor zwingen muss, obwohl der Hamburger Hbf heillos überlastet ist. Hier sollte das System wenn möglich immer einen Umstieg in Altona oder Dammtor ausgeben, es sei denn es geht nicht anders, z.B. von Lübeck richtung Süden. Ähnliches gilt z.B. auch für Frankfurt Flughafen und Frankfurt Hbf.

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Hier im Forum antworten vor allem Kunden und auch die Moderatoren sind leider nicht in der Position verbindliche Auskünfte in Sachen 'Kulanz' zu geben.
An Stelle Ihrer Bekannten würde ich den Zustieg in Altona riskieren. Wie Sie selbst schreiben, gibt es zwischen Altona und Hbf so gut wie nie Kontrollen. Und die Zugbegleiter sind ja meistens auch keine Unmenschen, die eine Frau mit einem Baby schikanieren würden. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen will, kann sie sich für 8 Euro eine ICE-Fahrkarte von Altona nach Hbf kaufen. Was ich aber sehr viel Geld für so eine kurze Strecke finde.

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Nur wenn HAMBURG und nicht Hamburg Hbf auf der Fahrkarte steht, greift die tarifliche Gleichstellung.

Das von Ihrer Schwägerin geplante Vorgehen ist nicht zulässig. Ob das Zugbegleitpersonal dennoch Kulanz walten lässt, weiß ich allerdings auch nicht. /ju

kirroyal
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Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor. Mit ziemlicher Sicherheit wird auf dem Ticket "Hamburg -> Mannheim" stehen (also ohne Hbf). Sonst wäre nämlich der Vorlauf von Hamburg-Bahrenfeld (erkennbar am NV* im Wegetext) nicht im Ticket mit enthalten, was absolut unlogisch wäre. Hinzu kommt, dass Hamburg-Altona auf dem direkten Weg zwischen Hamburg-Bahrenfeld und Hamburg Hbf liegt, was eine Fahrt über Altona auf jeden Fall abdeckt.

Knackpunkt ist aber die Zugbindung: Demnach darf der gebuchte Fernverkehrszug ICE 971 erst ab Hamburg Hbf genutzt werden. In ähnlichen Fällen wurde hier vom DB-Team aber bestätigt, dass eine Nutzung innerhalb der tariflichen Gleichstellung trotz anders lautender Zugbindung möglich ist:

https://community.bahn.de/questions/1499621-habe-ice-tick...
(ICE-Ticket Berlin->Kassel mit Zugbindung ab Berlin Hbf, laut DB ist ein Einstieg bereits in Berlin Ostbahnhof möglich)

@DB: Das ist ein absolut vergleichbarer Fall. Was gilt denn nun?

Und zum Thema, warum das Buchungssystem keinen Umstieg in Hamburg Dammtor vorschlägt: Soweit ich weiß, wird diese Möglichkeit bewusst unterdrückt, weil Dammtor pro Fahrtrichtung nur eine Bahnsteigkante besitzt. Würden dort nun mehrere ankommende Züge ihre umsteigewilligen Fahrgäste "entleeren", wären die Kapazitäten schnell erschöpft. In Hamburg Hbf verteilt sich die Last auf mehrere Bahnsteige.

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Hallo kirroyal, hallo JoBi

da Hamburg-Bahrenfeld tariflich gleichgestellt ist, ist es kein Problem, den Zug schon in Altona zu besteigen. Anders wäre es, wenn man von einem S-Bahnhof gekommen wäre, der nicht in die tarifliche Gleichstellung von Hamburg fällt. /ti