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Steht eine Rückerstattung zu, wenn man mit dem Flexticket einen früheren Zug genutzt hat, welcher verspätet war?

Hallo.
Letzte Woche bin ich mit einem Flex-Ticket von Frankfurt nach München gefahren.
Ich habe einen deutlich früheren Zug erwischt als geplant (2 Stunden früher). Durch Unwetter kam ich aber erst 2,5 Std nach geplanter Ankunft in München an, gegen 21.00 Uhr statt ca. 18.30 Uhr.
Mit dem eigentlich gebuchten Ticket wäre ich um 20.07 Uhr angekommen (dieser Zug hätte durch die Unwetter aber ebenso Verspätung gehabt).
Steht hier nun eine Rückerstattung zu? Die Fahrzeit war deutlich länger als geplant, aber die Ankunft ja nur knapp eine Stunde später als mit dem ursprünglich geplanten Zug?

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Joeopitz
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Hallo Alliespring,

da ist wohl tatsächlich ein Mißverständniss aufgekommen.

Sie sind 2 Stunden früher losgefahren?!
Also vermute ich, Sie sind kurz vor 15:00 h in den ICE 371 eingestiegen. Dann wäre das Ihre Verbindung gewesen:

Frankfurt(Main)Hbf ab 14:50 ICE 371
Mannheim Hbf an 15:27

Mannheim Hbf ab 15:31 ICE 519
München Hbf an 18:27

Der Anschluss in Mannheim funktionierte nicht, deshalb waren Sie erst gegen 21:00 h in München.

Dann hatten Sie 2 1/2 Stunden Verspätung und Ihnen stehen 50% des Preises Frankfurt->München als Entschädigung zu!

Hier ist das Formular in das Sie die Zugnummern der genutzten Züge und die Zeiten (wenn meine obige Verbindung zutrifft, geplante Abfahrt in F 14:50 h, geplante Ankunft in M 18:27 h, tatsächliche Ankunft 21:00 h) einzutragen sind.
https://www.bahn.de/wmedia/view/mdb/media/intern/fahrgast...

Entschuldigen Sie, ich hatte das falsch verstanden. Tut mir leid.
Sie haben Anspruch auf Erstattung.

Mit besten Grüßen
Joe

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Bei einem Flexticket gilt die Verspätung, die der Zug hatte, mit dem Sie gefahren sind (sofern Sie die Nutzung dieses Zugs per Zangenabdruck nachweisen können).

Joeopitz
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Hallo Alliespring,

Es kommt nicht auf die Verspätung des Zuges oder die Fahrzeit, sondern auf Ihre persönliche Verspätung an. Ihr planmäßiger Zug hatte Verspätung, Sie konnten aber eine andere Verbindung nutzen, durch die die Verspätung dann nicht so groß ausfiel. dadurch sind sie etwas weniger als 1 Stunde verspätet in München angekommen und haben keinen Anspruch auf Erstattung.

Entscheidend ist ihre Verspätung, also der Unterschied zwischen ihrer tatsächlichen und der ursprünglich geplanten Ankunftszeit.

Gruß
Joe

kabo
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Ja. Eine Rückerstattung steht Ihnen zu. Der Zug, den Sie genutzt haben, war deutlich zu spät. Bei einem Flexpreisticket kommt es nicht darauf an, welchen Zug man ursprünglich gebucht hat.

Joeopitz
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Diese Diskussion hatten wir doch schonmal hier:

https://community.bahn.de/questions/1710604-habe-erstattu...

Bei einem Flexticket besteht die Möglichkeit, die Reisepläne vor Fahrtantritt zu ändern. Der genommene Zug wurde somit zur planmäßigen Verbindung. Damit ist die Aussage von Joeopitz falsch. Geben Sie auf dem Fahrgastrechte-Formular einfach den Zug an, den Sie vor Fahrtantritt (nicht den zur Buchung ausgewählten Zug) nehmen wollten. Ein Zangenabdruck auf dem Ticket ist nicht erforderlich. Ihnen stehen durch die Verspätung von 2,5 Stunden eine Erstattung von 50% des Fahrkartenwertes zu.

Anders ist es bei einem Sparpreis-Ticket, wo der frühere Zug nur aufgrund des Ausfalls oder einer Verspätung des gebuchten Zuges genommen wird. Dies ist hier aber nicht der Fall.

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@Joe
Aus irgendeinem Grund kann ich gerade den Link nicht öffnen. Aber da ging es, soweit ich mich erinnere, um einen Sparpreis mit Zugbindung.
Der Fragesteller hatte aber ein Flexpreisticket. Und da ist die auf dem Ticket angegebene Reiseverbindung absolut unverbindlich.

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@tbsn
Wahrscheinlich haben Sie recht, dass man keinen Zangenabdruck benötigt. Fiel mir nur ein, weil die DB - hier im Forum insbesondere in Person von Bahnmitarbeiter Tino Groß - dem Kunden ja gerne Betrugsabsicht unterstellt...

@Benutzerin Schaden tut es im Zweifelsfall natürlich nicht, wenn man den Zangenabdruck hat. Falls das Ticket nicht kontrolliert wurde, ist es aber ein Versäumnis der DB. Was man selbstverständlich nicht machen sollte ist, im Formular einen anderen Zug als genommen und aus dem Zangenabdruck ersichtlich anzugeben - das wäre wirklich Betrug.

Joeopitz
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@ Benutzerin

Ja da ging es um einen Sparpreis. Der Fragesteller ist mit einem anderen Zug gefahren ohne zu bemerken das ist ein verspäteter Vorgängerzug war. Das er relativ pünktlich am Ziel ankam, allerdings mit einem stark verspäteten Zug war die Frage ob ihn dort Entschädigung zu steht.

Danach kam die Frage auf, wie es wäre, wenn er ein Flexpreisticket hätte. Das Ergebnis war wenn ich zu meiner geplanten Zeit in einen Zug einsteige egal ob es mein geplanter Zug oder ein anderer ist, zählt nicht die Verspätung des Zuges sondern die Abweichung von meinem Reiseplan.

Sich darauf zu berufen dass der Plan ja war mit diesem Zug zu fahren und der verspätet sei, funktioniert nur dann wenn man zu mindestens theoretisch zur geplanten Abfahrtszeit des verspäteten Zuges am Bahnhof hätte sein müssen. Wenn es der einzige Zug gewesen wäre, der in Richtung des Reiseziels fuhr, könnte das mit der Entschädigung klappen. Wenn aber mehrere Züge Verspätung hatten und zwischen der geplanten Abfahrt des verspäteten Zuges und der tatsächlichen Abfahrt ein weiterer verspäteter Zug gefahren wäre, hätte man diesen als nächst mögliche Reisemöglichkeit nehmen müssen um das Ziel mit weniger Verspätung zu erreichen.

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Es geht darum: Ich bin im Besitz eines Flexpreistickets von A nach B. Bei der Buchung musste ich - u.a. zur Berechnung des Fahrpreises - eine Verbindung angeben. Ich habe vermutet, dass mein Meeting um 17 Uhr endet, sodass ich den Zug um 18 Uhr erreichen würde, der um 21 Uhr am Zielbahnhof wäre. Diese Verbindung habe ich bei der Buchung des Flextickets angegeben und so steht es als Reiseverbindung auf meinem Ticket.

Nun endet das Meeting aber bereits um 12 Uhr und ich kann, da ich ein Flexticket besitze, bereits um 13 Uhr fahren. Fahrplanmäßig wäre der Zug, in dem ich mit meinem Flexticket sitze, um 16 Uhr am Zielbahnhof. Er hat nun aber 2,5 Stunden Verspätung, sodass ich um 18:30 Uhr ankomme. Nach Ihrer Theorie hätte ich überhaupt keine Verspätung - weil auf meinem Ticket ja steht, dass ich erst um 21 Uhr ankomme.
Und das ist völliger Nonsens.

Joeopitz
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@ Benutzerin

„Nach Ihrer Theorie hätte ich überhaupt keine Verspätung - weil auf meinem Ticket ja steht, dass ich erst um 21 Uhr ankomme.
Und das ist völliger Nonsens.“

Völlig richtig das ist völliger Nonsens da haben Sie vollkommen recht, nur das ist nicht meine Theorie.
Es ist doch völlig Wurst welchen Zug sie ursprünglich mal geplant haben und welcher Zug auf Ihrer Reiseverbindung steht, wir reden hier von einem Flexpreisticket Sie können jederzeit neu entscheiden welchen Zug Sie benutzen wollen.
.
Sie entscheiden sich für den Zug um 13:00 Uhr sie nehmen den Zug um 13:00 Uhr. Wenn sie kurz vor 13:00 Uhr auf dem Bahnsteig stehen in den nächsten Zug einsteigen der dann mit Verspätung um 18:30 Uhr ankommt haben sie zweieinhalb Stunden Verspätung keine Frage dann sind wir 100 % einer Meinung.

Wenn der Zug planmäßig um 13:00 Uhr aber schon an ihrem Startbahnhof die Verspätung hatte und erst um 15:30 Uhr ankam, können Sie nur dann eine Verspätung geltend machen wenn tatsächlich kein anderer Zug fuhr und Sie zweieinhalb Stunden vergeblich am Bahnsteig gewartet haben. Sollte aber um 13:30 Uhr ein anderer Zug fahren der um 16:30 Uhr an Ihrem Ziel ist sind Sie mit 30 Minuten Verspätung angekommen. Unabhängig davon was das für ein Zug war. Falls es der ebenfalls um zweieinhalb Stunden verspätete 11:00 Uhr Zug war, ist der Zug zwar mit zweieinhalb Stunden Verspätung angekommen, Sie sind nur mit einer halben Stunde Verspätung angekommen trotz Flexpreisticket.

Was ich sagen will: Wenn ich in einem verspäteten Zug sitze kann ich nur dann Fahrgastrechte geltend, machen wenn es keinen anderen Zug gab mit dem ich vorher fahren könnte um die Verspätung zu verringern. Sollte es eine andere Verbindung gegeben haben, kann ich nicht sagen ich bin von A nach B mit zweieinhalb Stunden Verspätung gefahren, wenn es eine Möglichkeit gegeben hat 2 Stunden eher eine Verbindung zu nutzen.

Konnte ich jetzt besser verständlich machen was ich mit meinen Worten meinte?

Vielen Dank für die Antworten.
Scheinbar steht also keine Entschädigung zu.
Das ist sehr schade, denn man bucht das Flex-Ticket ja, um evtl auch einen früheren Zug zu bekommen. Wenn dieser dann erhebliche Verspätung hat, sollte man als Besitzer eines gültigen Tickets dieselben Rechte haben, wie alle anderen Leute in dem Zug. Und de facto war ich 2.5 Std später in München als bei Abfahrt geplant.
Konsequenz daraus: Flex-Tickets in Zukunft nur noch mit einer sehr frühen aufgedruckten Verbindung und dann evtl einen späteren Zug nehmen.

@joeopitz:

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

"Ihr planmäßiger Zug hatte Verspätung, Sie konnten aber eine andere Verbindung nutzen, durch die die Verspätung dann nicht so groß ausfiel. dadurch sind sie etwas weniger als 1 Stunde verspätet in München angekommen"
--> Das ist nicht korrekt. Mein Meeting war schneller beendet als gedacht, dadurch konnte ich zwei Stunden früher als geplant losfahren. Und bin durch Unwetter 2.5 Std in Mannheim gestrandet gewesen. Erst hier hat sich die Verspätung ergeben. Ich habe immer den nächstmöglichen Anschluss genommen.

Dass meine ganz ursprüngliche gebuchte Verbindung um 20.00 Uhr angekommen wäre, hat doch mit der Verspätung meiner tatsächlich gewählten Verbindung (und diese Wahl steht mir mit Flex-Ticket ja zu) von 2.5 Std nichts zu tun?

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Ich finde, dass Joeopitz hier unnötig für Verwirrung gesorgt hat, weil er, anstatt sich auf Ihre konkrete Verspätungssituation zu beziehen, auf eine Diskussion verwiesen hat, die für Ihren 'Verspätungsfall' überhaupt nicht relevant ist.
Wenn Sie mit Ihrem Flexticket in München in einen Zug gestiegen sind, der dort mehr oder weniger fahrplanmäßig abgefahren ist, aber dann auf der Strecke 2,5 Stunden Verspätung 'eingefahren' hat, steht Ihnen gemäß Fahrgastrechten eine Erstattung von 50% des Ticketpreises (einfache Fahrt) zu.

Joeopitz
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Hallo Alliespring,

da ist wohl tatsächlich ein Mißverständniss aufgekommen.

Sie sind 2 Stunden früher losgefahren?!
Also vermute ich, Sie sind kurz vor 15:00 h in den ICE 371 eingestiegen. Dann wäre das Ihre Verbindung gewesen:

Frankfurt(Main)Hbf ab 14:50 ICE 371
Mannheim Hbf an 15:27

Mannheim Hbf ab 15:31 ICE 519
München Hbf an 18:27

Der Anschluss in Mannheim funktionierte nicht, deshalb waren Sie erst gegen 21:00 h in München.

Dann hatten Sie 2 1/2 Stunden Verspätung und Ihnen stehen 50% des Preises Frankfurt->München als Entschädigung zu!

Hier ist das Formular in das Sie die Zugnummern der genutzten Züge und die Zeiten (wenn meine obige Verbindung zutrifft, geplante Abfahrt in F 14:50 h, geplante Ankunft in M 18:27 h, tatsächliche Ankunft 21:00 h) einzutragen sind.
https://www.bahn.de/wmedia/view/mdb/media/intern/fahrgast...

Entschuldigen Sie, ich hatte das falsch verstanden. Tut mir leid.
Sie haben Anspruch auf Erstattung.

Mit besten Grüßen
Joe

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Nachtrag:

„Dass meine ganz ursprüngliche gebuchte Verbindung um 20.00 Uhr angekommen wäre, hat doch mit der Verspätung meiner tatsächlich gewählten Verbindung (und diese Wahl steht mir mit Flex-Ticket ja zu) von 2.5 Std nichts zu tun?“

Genau so ist es. Welche Verbindung ürsprünglich gewählt wurde ist unerheblich. Auf der Fahrkarte steht auch keine Verbindung, nur im Reiseplan.

Joe

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@ Benutzerin

„Ich finde, dass Joeopitz hier unnötig für Verwirrung gesorgt hat, weil er, anstatt sich auf Ihre konkrete Verspätungssituation zu beziehen, auf eine Diskussion verwiesen hat, die für Ihren 'Verspätungsfall' überhaupt nicht relevant ist.“

Ich habe die „konkrete Verspätungssituation“ tatsächlich mißverstanden. Deshalb der Verweis auf den in meinen Augen analogen Fall. Nur tatsächlich war es hier ganz anders.

Inzwischen hab ich gemerkt, dass ich hier Verwirrung gestiftet habe. Das ist mir peinlich.

Hallo Alliespring,

auch ich finde, dass alle genannten Eventualitäten, welche Joeopitz hier nennt, zu einer sehr großen Verwirrung führen.

Wie Benutzerin (vielen Dank) richtig schreibt, in Anbetracht Ihres aktuellen Falles, haben Sie Anspruch auf Entschädigung nach den allgemeinen Fahrgastrechten, da Ihr genutzter Zug mit 2,5 Stunden Verspätung am Zielbahnhof angekommen ist. /ka