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Fahrgastrechte Formular - Welche Ankunftszeit ist anzugeben ?

Fahrgastrechte - Sparpreis (Zugbindung)

Aufgrund einer Zugverspätung haben wir den Anschlusszug verpasst und wären 60 Minuten verspätet am Zielbahnhof angekommen.

Um die Wartezeit am Umsteigebahnhof sinnvoll zu nutzen, sind wir Essen gegangen und haben die Fahrt dementsprechend nicht mit dem nächstmöglichen sondern einem späteren Zug fortgesetzt.

Im Fahrgastrechte-Formular wird jetzt unter Punkt 1 allerdings die "tatsächliche Ankunftszeit" abgefragt. Diese wäre aber für den Entschädigungsanspruch irrelevant.

Konkret : Planmässige Ankunftszeit 18:00h - aufgrund Verspätung mögliche Ankunftszeit : 19:00h (also 25%-Erstattung) - tatsächliche Ankunftszeit : 21:00h.

Aus diesem Grunde die Frage : welche Ankunftszeit ist im Formular einzutragen ? Die Mögliche oder die (für die Anspruchsermittlung bedeutungslose) Tatsächliche ?

Volker
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031010
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Hallo DB,

genauso sehe ich es auch. Im ersten Schritt gibt es keine Wahl - der ursprüngliche Zug konnte nicht mehr erreicht werden - er MUSSTE einen späteren nehmen. Beim zweiten Schritt liegt eine Wahlmöglichkeit vor. Natürlich kann Volker dann nicht die Entschädigung für 120 Minuten verlangen.

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Weitere Antworten

Woodstock
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Da Sie eine spätere Verbindung gewählt haben und damit die Fahrgastrechte durch Aufhebung der Zugbindung genutzt haben haben Sie keinen Anspruch auf eine Entschädigung.

Volker
Volker

Volker

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Hallo Woodstock,

warum sollte bei der automatischen Aufhebung der Zugbindung der Entschädigungsanspruch verfallen ?

Woodstock
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Durch die geänderte Zugwahl hätte der von Ihnen benutze Zug eine Verspätung von 60 Min haben müssen.
Entscheidendt ist die Ankunft am Zielbahnhof den Sie durch die von Ihnen geänderte Verbindung pünktlich erreicht haben.

Volker
Volker

Volker

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Danke für die schnelle Antwort.

Ich verstehe es aber leider nicht. Die planmäßige Ankunft wäre 18:00h gewesen. Bedingt durch die Verspätung des ersten Zuges wurde der Anschlusszug verpasst und der nächstmögliche Anschlusszug wäre um 19:00h am Zielbahnhof - also besagte 60 Minuten später - angekommen. Eine pünktliche Erreichung des Zielortes war also nicht mehr möglich.

Meine Frage war dahingehend, ob wir im Formular nun die reguläre Verspätung (von 60 Minuten) als Ankunftszeit eintragen müssen oder, wie gefordert, die tatsächliche.

Woodstock
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Die Fahrgastrechte unterscheiden zwischen Entschädigung bei einer Verspätung oder Wahl eines anderen Zuges. Durch Ihre Entscheidung eine Pause einzulegen und die ursprüngliche Verbindung niicht zu nutzen haben Sie sich für diie Wahl eines anderen Zuges entschieden und daher keinen Anspruch mehr auf eine Entschädigung. Diehätten Sie erst wieder wenn der tatsächlich genutzete Zug auch mind. 60. Min Verspätung gehabt hätte.

031010
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Hallo Woodstock,

Ihre Argumentation kann ich nicht ganz nachvollziehen: Sie sprechen davon, dass Volker eine Wahl gehabt hätte. Hatte er aber doch nicht! Sein ursprünglicher Zug war durch den verspäteten Zubringerzug nicht mehr erreichbar. Er musste also unverschuldet einen späteren Zug nehmen. Wieso soll er dann keinen Anspruch mehr auf die Verspätungsentschädigung haben? Verallgemeinert würde das ja bedeuten, dass jeder Fahrgast, der aufgrund eines verspäteten Zubringerzuges den geplanten Zug (mit Zugbindung) nicht mehr erreicht, keinerlei Anrecht auf eine Verspätungsentschädigung besäße!?
Eine Wahl hatte er erst bei der Entscheidung, 60 Min oder später zu fahren.

Woodstock
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Er hatte die Wahl 60 Min. später anzukommen und entsprechend entschädigt zu werden oder, so wie geschehen, eine Pause einzulegen und damit eine völlig neue Fahrt zu beginnen.

Warten wir mal ab was die Moderatoren dazu sagen.

Hallo Volker,

Ich hoffe, ich kann es etwas deutlicher erklären.
Sie hatten einen Fahrschein A - B - C. In B haben Sie den Anschluss aus Bahnverschulden verpasst. Nun fuhr in B ein Anschlusszug, mit welchem Sie in C um 19.00 Uhr angekommen wären. Sie haben aber in B einen längeren Aufenthalt eingelegt (Essen) und sind erst um 21.00 Uhr in C angekommen.

Durch das Servicecenter Fahrgastrechte wird eine Überprüfung Ihrer gebuchten und Ihrer genutzten Verbindung durchgeführt. Dazu werden auch die passenden Anschlüsse bei Anschlussverlust geprüft. Eine künstlich verlängerte Weiterfahrt würde ja zu ungerechtfertigten Ansprüchen führen.

Trotzdem geben Sie im Fahrgastrechte Formular Ihre ursprüngliche Verbindung mit der gebuchten Ankunftszeit und die tatsächlich genutzte Verbindung an.

Die Überprüfung und Entscheidung bzw. Nachfrage erfolgt durch die Kollegen im Servicecenter Fahrgastrechte. /ka

031010
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Hallo DB,

genauso sehe ich es auch. Im ersten Schritt gibt es keine Wahl - der ursprüngliche Zug konnte nicht mehr erreicht werden - er MUSSTE einen späteren nehmen. Beim zweiten Schritt liegt eine Wahlmöglichkeit vor. Natürlich kann Volker dann nicht die Entschädigung für 120 Minuten verlangen.

Volker
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Danke, dann habe ich das Formular doch richtig verstanden.

Letztlich möchte ich keine höhere Entschädigung aufgrund künstlicher Verlängerung der Fahrt erhalten, sondern lediglich die - in diesem Falle - 25% geltend machen.