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Das Buchen von Tickets ist teilweise nicht zeitgemäß.

Warum bekommt es die Deutsche Bahn im Jahre 2018 technisch nicht hin, dass man Tickets für Hunde / Blindenhunde online buchen kann? Das ist so nicht zeitgemäß! Die Deutsche Bahn sollte sich moderner aufstellen.

Ich kann auch nicht glauben, dass das so absichtlich gewollt ist, denn das würde heißen, die Deutsche Bahn würde all die Kunden, die ein Hundeticket online buchen würden an die Schalter und Automaten schicken und diese noch mehr verstopfen und so das Leben allen in der Warteschlange schwerer machen, vor allem Älteren usw., die nicht online buchen können / wollen. Oder ist dieser Effekt tatsächlich gewollt?

So oder so, ist es nicht zeitgemäß.

teamdoublek
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Leo
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Tja, da bin ich auch ratlos....

Einerseits MUSS ich seit ca 20 Jahren bei damaligen Dienstreisen online buchen (als es das für die Allgemeinheit noch gar nicht gab) und mache es als informierter Kunde auch wesentlich lieber, als ggf. zig km zum nächsten Reisezentrum zu fahren, mit dem Mitarbeiter zu diskutieren, ob eine separate Produktwahl pro Segment möglich ist (Prämien-Sparpreis über den Fahrplanwechsel)...

Andererseits schüttelte ich 2003 mit einer der ersten Bahncard100 schon fassungslos den Kopf, warum man gerade bestinformierte z. B. für Fahrrad-Reservierungen, Anschlußstrecken im Ausland, usw. an den Schalter zwingt oder zur Online-Buchung mittlerweile zu Buchungsportalen ausländischer Bahnen vergrault...

Vielleicht ist es ja die total überlastete unter Dauerhochdruck kämpfenden IT-Abteilung, die vor lauter neuen Projekten gar nicht mehr dazu kommt, jahrealte Bugs endlich irgendwann mal zu beheben.

Positive Gegen-Beispiele aus dem Ausland gibt es reichlich...

Ich frag mich gerade ob die Antwort von „Leo“ auch nur im Ansatz die Frage vom Ersteller des Beitrages beantwortet hat. Nun gut.

Ganz klare Spielregeln gibt es hier. Hunde sind keine geschäftsfähigen Menschen und können sich zudem in keinster Weise mit einem amtlichen Lichtbildausweis ausweisen. Daher wird es auch in Zukunft nicht möglich sein für Hunde ein eigenes Online-Ticket zu bestellen.

Gruß, Tino!

teamdoublek
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Tino, deine Antwort verstehe ich allerdings nicht. Abgesehen davon, dass es einen EU-Tierausweis gibt, muss ich, der sich durch einen deutschen Personalausweis ausweisen kann, mich auch nicht online ausweisen, wenn ich für meine Freundin ein Zugticket buche. Im übrigen: wenn ich das Hundeticket am Fahrscheinautomaten buche, muss ich mich ebenfalls nicht ausweisen - der Hund auch nicht. Im Zug dann muss auch ich mich nicht ausweisen. Auf meinem Ticket steht 1 Erwachsener, Mitarbeiter sieht einen Erwachsenen, Thema erledigt. Das gleiche mit dem Hund. Auf dem Ticket steht 1 Hund, Mitarbeiter sieht einen Hund, alle glücklich, keiner musste sich ausweisen. Ich nicht, der Hund nicht.
Es tut mir leid, deine Antwort ist mir daher so gar nicht schlüssig.

teamdoublek
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TIno, ein Nachsatz. Also ich verstehe was du sagst, wenn meine Frage gewesen wäre, warum mein Hund sich nicht selbst ein Ticket buchen darf. Dann wäre deine Antwort schlüssig, er ist kein geschäftsfähiger Mensch, darf also keinen Vertrag eingehen. Die Frage ist vielmehr, warum darf ich am Automaten ein Ticket für einen Hund kaufen, aber online nicht. Manche Produkte online buchen zu können, andere nicht oder noch nicht ist so wenig zeitgemäß.

Wenn man ein Online-Ticket bucht, muss zur Verifizierung im Zug ein amtliches Lichtbilddokument zum Abgleich vorgelegt werden. a) wird es sehr schwer dass der Hund ein solches Dokument besitzt (der EU Hundepass gehört nicht dazu) und b) wie soll der Abgleich stattfinden? Hunde sehen in der Regel recht gleich aus und auf dem Online-Ticket muss der Name des Inhabers (Hundes) stehen. Jetzt stellen Sie sich vor man muss jeden Hund „fragen“ wie er denn heißt. Denn auch sonst könnte das Online-Ticket mehrfach kopiert werden und von jedem x-beliebigen Hund verwendet werden.

kirroyal
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Die Argumentation von Tino ist schlüssig, sofern es um ein EIGENES Online-Ticket für den Hund geht. Was ich aber auch nicht verstehe: Warum kann man kein Ticket für eine Person und einen Hund ZUSAMMEN buchen? Wenn zwei Menschen zusammen reisen geht das ja auch, und dann muss sich auch nur der Ticketinhaber ausweisen. Die Identität der zweiten Person ist vollkommen egal. Bei den Ländertickets geht es ja auch (auch online). Da wird einfach in das Namensfeld "Hund" eingetragen und fertig.

kabo
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Wenn die DB Hundetickets online buchbar machen wollte (zum Selbstausdruck) würde sie das auch anbieten können.
Aber die DB will das nicht - das wurde hier schon oft diskutiert.
Es gibt mehr Reisende, die sich durch Hunde gestört fühlen, als Reisende, die ihren Hund mitnehmen wollen.
Deshalb möchte die DB ganz bewusst die Hundemitnahme nicht zu attraktiv/einfach gestalten.
Das ist zumindest ein nachvollziehbarer Grund.

Benutzerin
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Natürlich KÖNNTE die DB auch die Online-Buchung eines Hundes anbieten. Es ist ja auch möglich, mit der eigenen Fernverkehrskarte die Fahrradmitnahme zu buchen, ohne dass das Fahrrad geschäftsfähig ist oder einen Lichtbildausweis besitzt.
Ich bin mir trotzdem nicht sicher, ob kabo recht hat. Es gibt ja im Buchungssystem auch noch andere Ungereimtheiten wie z.B. die Unmöglichkeit, Erwachsene und Kinder auf ein Ticket zu buchen, wenn die Kinder keine "Familienkinder" sind.

Leo
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Generelle Antwort, gemäß allgemeinem Frage-Titel: Vieles ist unzeitgemäß, weil die DB, insbesondere die IT unwillig und unfähig ist, was gerne mit Ausreden vom hohen Ross begründet wird.

Spezielle Antwort: Auch in der Schweiz sind Hunde nicht geschäftsfähig, trotzdem gibt es für sie problemlos onlinetickets: Wie der DB offenbar nicht einleuchtend, wird das Ticket auf das Herrchen/Frauchen personalisiert: Kunde x darf selber fahren und 1 (oder bei 2 Hundetickets eben 2, usw.) Hund(e) mitnehmen. Das hatten wir übrigens schon mehrfach im Forum, was die DB allgemein und "Tino" speziell aber offenbar nicht zur Kenntnis nehmen wollen und unverdrossen auf der faulen Ausrede Geschäftsfähigkeit herumreiten:

https://community.bahn.de/questions/1520778-man-hundetick...

https://community.bahn.de/questions/1632098-mitnahme-hund...

https://community.bahn.de/questions/1433386-reisen-hund-t...

Also noch mal ganz langsam:

1. Bei der SBB muß sich der Hund auch nicht ausweisen.
2. Man muß ihn auch nicht fragen, wie er heißt (oder alternativ den vorgeschriebenen Chip auslesen oder die Nummer der Tasso-Plakette kontrollieren)
3. Es können auch nicht 20 verschiedene Hunde mit einer Hunde arte fahren
4. Ein ganz bestimmter Mensch, dessen Identität geprüft wird, kann so viele Hunde mitnehmen, wie er Hunde als Begleiter online gelöst hat
5. Wenn man wollte, könnte man Hunde ganz einfach wie weitere Personen auf einem Online-Ticket eintragen: Ausweisen muß sich in beiden Fällen nur der Hauptreisende, der menschliche Begleiter schon heute nicht.

Auch der ganze Zirkus mit alleinreisenden Kindern wäre lösbar mit Auswahl beim Buchungsprozess:

3 Erwachsene
2 Familienkinder (kostenlos)
1 sonstiges Nachbarskind ( zum halben Preis)
2 Hunde

Anderes Beispiel: 2 allein Reisende Kinder mit Hund:

0 Erwachsene
0 Familienkinder
2 sonstige Kinder
1 Hund

Das hatte ich vor 8 Monaten auch schon mal vorgeschlagen:

"Außerdem wird beim Sparpreis nur der HAUPTREISENDE naentlich genannt. Man müßte ganz einfach unterscheiden zwischen:
n Erwachsenen => n Mal voller Preis
m EIGENEN Kindern => umsonst
l FREMDEN Kindern / Hunden => l Mal halber Preis"

Also das nächste Mal bitte nicht immer wieder die selbe widerlegte Ausrede mit der Geschäftsfähigkeit, sondern nur kurz:

Wir sind unwillig und/oder unfähig.

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@Leo
Das haben Sie sehr schön zusammengefasst. :-)

Zur Abwehr aufgrund von Beratungsresistenz zählt für mich auch, dass es nicht möglich ist, mit der App Tickets für Dritte zu buchen. Aber wahrscheinlich gibt es Bahnmitarbeiter-Smartphones, in denen die Versendung von Ticket-pdfs blockiert ist.

Woodstock
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Einbau einer Warenkorbfunktion wäre der erste Schritt in ein vernünftiges Buchungssystem.

teamdoublek
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Vielen Dank den Antwortenden.

Ich weise nochmals auch auf meinen Gedankengang hin und würde mich über eine Antwort seitens der DB freuen: Wenn Hundetickets nicht online buchbar sind, sind alle diese Buchungsvorgänge damit automatisch Vorgänge, die die Schlangen an Schaltern und Automaten verlängern. Dort stehen, wie die DB selbst sagt, meistens Nicht-Hundebesitzer. Warum also denen schon vor der Buchung das Leben noch schwerer machen? Naja, und den Hundebesitzern ja auch...

Und es bleibt m. E. dabei. Es ist nicht zeitgemäß! Dass es sich dabei um eine Firmenpolitik handelt ändern daran ja nichts. Dann ist halt die Firmenpolitik nicht zeitgemäß. Zeitgemäß bedeutet "den Erfordernissen der jeweiligen Gegenwart entsprechend". In der Gegenwart herrscht die Generation Internet vor. Punkt. Und wieder Bogen zurück - dadurch, dass man einem Teil der Generation Internet verbietet gewisse Tickets (z. B. Hundetickets) online zu kaufen, macht man der Nicht-Internet-Generation, die gern zum Bahnhof geht, das Leben durch zusätzliche Wartezeiten noch schwerer. Denn, wenn man gezwungen ist mit Hund zu reisen (was kaum ein Tierbesitzer überhaupt freiwillig macht), wird man das Ticket eh holen gehen und sich nicht durch eine unzeitgemäße Firmenpolitik davon abhalten lassen.

Holzmichl
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Seien Sie doch froh, dass Sie überhaupt Ihren Hund im Zug mitnehmen dürfen.
Vielfach ist Ihnen das im Öffentlichen Personenverkehr wie z. B. Fernbussen oder auch im Stadtverkehr Straßburg grundsätzlich nicht gestattet. Ausnahmen gibt es nur für Blindenhunde.