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Nach Diebstahl der Börse ohne Fahrkarte gefahren- 60€ bezahlt (statt 11.50€)- ist das gerecht?

Ich wurde am 02.07.abends in einem Cafe in Wuppertal bestohlen (Bargeld, Handy), eine Anzeige bei der Polizei war erfolgt. Da ich in der gleichen Nacht noch zurück nach Köln musste, könnte ich mir keine Fahrkarte kaufen. Den Schaffner bat ich, den Fahrpreis im Nachhinein per Überweisung zahlen zu dürfen. Dieser stellte mir daraufhin ein 60€-Schwarzfahrer-Ticket aus und war erst nach eindringlicher Aufforderung bereit, zu vermerken, dass ich das entsprechende Aktenzeichen bzw. Die Diebstahlanzeige nachreichen werde.
Ich habe dann die Kopie der Anzeige+ Überweisungsbeleg über 11.50€ (regulärer Fahrpreis für die Strecke Wuppertal-Köln) + Original "Fahrpreisnacherhebung" + nettem Anschreiben mit Schilderung des Vorfalls an die National Express Rail GmbH gesandt mit der Bitte, den Fall damit zu schließen.
Ich hatte damit aus meiner Sicht die Fahrt bezahlt. Für eine weitere Bestrafung sah ich keinen Grund, da ich nicht aus eigenem Verschulden, schon gar nicht vorsätzlich ohne Fahrschein gefahren war.
Nun liegt jedoch ein Schreiben besagter National Rail GmbH vor mir mit dem Wortlaut " Diesmal reduzieren wir Ihre Forderung aus Kulanz. Überweisen Sie bitte 18,50€ bis zu 06.08.an ..."
Wofür werde ich hier bestraft? Ich kann diese Vorgehensweise in keiner Weise nachvollziehen und bin von der DB mehr als enttäuscht.
Ein tel. Klärungsversuch ist gestern an einer überaus unfreundlichen Dame gescheitert.
So wird die DB wohl ihren Ruf nicht verbessern können...

Ulrikeg19
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Warum sind Sie von der DB enttäuscht, wenn sich das Unternehmen "National Express Rail GmbH", das mit der DB überhaupt nichts zu tun hat, so verhält?

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Naja, das Bahnunternehmen ist doch nicht am Diebstahl schuld, warum wollen Sie denn die Bahn bestrafen, in dem sie die Leistung der Bahn nicht bezahlen wollen? Sie können ja auch nicht nach dem Diebstahl in den nächsten Supermarkt rennen und dort „einkaufen ohne zu bezahlen“ nur weil der Geldbeutel gestohlen wurde. Oder im Klartext: nur weil sie selbst bestohlen wurden, dürfen Sie nicht einfach selbst stehlen.

Hallo Ulrikeg19,

es ist sehr ärgerlich, aber Schuld an dem Ärger ist in erster Linie der Dieb und nicht die Bahn.

Jeder der mit einem Zug fährt, benötigt dafür ein gültiges Ticket. Ein solches zu besitzen ist die Aufgabe des Reisenden. Die Bahn kann nicht dafür, dass Du bestohlen wurdest. Ja es ist ungerecht was passierte, aber nicht die Bahn ist ungerecht, der Dieb war es.

Ich glaube, das der Schaffner der National Express Rail auch etwas zu wenig Verständnis für die Situation zeigte, das ist schade.
Trotzdem hat er die Fahrscheine zu prüfen und entsprechend zu handeln. Eventuell hätte ein anderer Schaffner anders reagiert, aber Verlangen kannst Du es nicht. Insofern ist es auch gerecht, wenn alle Fahrgäste gleich behandelt werden.

Bei der DB ist es so geregelt, daß Du wenn man ohne gültiges Ticket angetroffen wird die Möglichkeit hast es nachträglich vorzuweisen. Dann bezahlt man nur 7 EUR.
Du wirst auch nachträglich Dein Ticket nicht vorweisen können, der Dieb wird es Dir kaum wiederbringen.

Insofern sind die 7 EUR Aufschlag zum Ticketpreises, den jeder andere auch zahlen muß, wohl in Ordnung.

Natürlich Du kannst nichts für den Diebstahl, die Bahn aber auch nicht. Du kannst auch sauer sein, das Recht hast Du. Sei aber bitte sauer auf den Dieb und nicht auf die Bahn.

Alles Gute.

Bertosch
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Vielleicht sollten sie als Fahrgast den Unterschied lernen zwischen der Deutschen Bahn und anderen Unternehmen.

@Ulrikeg - nicht alles was Bahn ist, ist DB. Wollen Sie, wenn Sie auf einer Einbahnstrasse als Falschparker ein Knöllchen bekommen, das der DB ankreiden.
Fakt ist: Sie sind ohne eine Fahrtberechtigung vorlegen zu können, Bahn gefahren - und wussten das im Voraus.
National Express hat durch Ihr Fehlverhalten einen Aufwand gehabt, an dessen Kosten Sie sich nur mit 7 € beteiligen. Diese 7 € decken den Arbeits- und Zeitaufwand nicht.