Frage beantwortet

Unangebrachtes Verhalten des Bahnmitarbeiters bei Kontrolle, Wie damit umgehen?

Guten Abend,

Das Thema ist etwas komplexer, deshalb erstmal eine Ausgangslage:
Vor mehreren Wochen war ich in einer der vielen Züge unterwegs. Für gewöhnlich lese ich dabei, deshalb kann es manchmal vorkommen, dass der Kontrolleur genau dann erscheint, wenn ich mitten im Absatz bin. Ich frage an dieser Stelle stets höflich nach ein paar Sekunden Geduld, was i.d.R auch kein Problem darstellt.
Allerdings hat dieser spezielle "Freund" der DB an jenem Tag keine Geduld gehabt, weshalb er mich sofort frech kam. Sinngemäß lautet die Aussage damals: Hör mal zu du Arschloch, wenn ich komme zeigst du mir deine Karte sofort, oder zu fliegst am nächsten Halt raus.
Nachdem ich ihn ein paar Sekunden schockiert angeschaut hatte fügte er noch hinzu, dass er jetzt die Polizei rufen werde, welche mich am nächsten Bahnhof aufnehmen würde.
Ich legte also mein Buch weg und holte die Karte raus, er allerdings verweigerte jetzt die Kontrolle mit der Aussage, es sei zu spät.
Nun gut, am Bahnhof angekommen stand tatsächlich die Polizei da. Diese befand meine Fahrkarte für gültig und ich durfte weiterfahren, nachdem die Aussagen der anderen Fahrgäste zwecks Anzeige wegen Beleidigung aufgenommen wurden.

Gestern traf ich diesen "Freund" wieder. Ich erkannte früh genug die Kontrolle, weshalb ich meine Fahrkarte direkt parat hatte. Er jedoch schien nicht so erfreut mich wiederzusehen, also zerriss er meine Fahrkarte (da es eine Monatskarte war und gestern der Monat endete, nicht ganz so tragisch), packte mich grob am Arm und sagte mir, ich solle aufpassen, dass meine Adresse niemals in seinen Händen landet. Leider war der Zug schon etwas leerer, weshalb der einzige Zeuge ein halb Blinder war.

Jetzt meine eigentliche Frage: Was empfiehlt die Bahn in solchen Situation dem Fahrgast? Was wird empfohlen für künftige Zusammentreffen? Darf ich in Zukunft jeglichen Kontakt zu diesen Individuum, also auch die Kontrolle verweigern? Welche Möglichkeiten bietet die Bahn dem Kunden, damit dieser Sicher und Unbeschadet am Ziel ankommt?

Ich an meiner Stelle möchte die Kontrolle verweigern. Zum einen habe ich keine Lust auf weitere Übergriffe, zum anderen ist jetzt wieder Anfang des Monats, ein erneuter Verlust der Karte wäre also diesmal tragischer. Da das Personal nicht im Vorfeld auf dem Zug steht, kann ich ja auch nicht sicher sein, solche Situationen zu vermeiden, mal davon abgesehen, dass es unzumutbar ist, vom Fahrgast einen Ausstieg zu erwarten, wenn der Bahnmitarbeiter einen Sprung hat.
Eine weitere Anzeige ist jetzt auch schon gestellt, aber da ich den Typen jetzt wiedergesehen habe, scheint die Bahn ja nicht die Leute wegen Anzeigen zu entlassen oder wenigstens zu suspendieren.

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Bahnfrosch
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Per Email werden sie nur Textbausteine nach frühestens 4 Wochen bekommen. Sollte es sich wirklich so wie geschildert zugetragen haben, direkt an den Bahnvorstand schreiben und Beschwerde einlegen. Eine andere Möglichkeit wäre der Verkehrsausschuss des Bundestages.

Solche Verhalten dürfen nicht vertuscht werden.
Mit emails an den Kundenservice kommen sie leider nicht weiter.

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Per Email werden sie nur Textbausteine nach frühestens 4 Wochen bekommen. Sollte es sich wirklich so wie geschildert zugetragen haben, direkt an den Bahnvorstand schreiben und Beschwerde einlegen. Eine andere Möglichkeit wäre der Verkehrsausschuss des Bundestages.

Solche Verhalten dürfen nicht vertuscht werden.
Mit emails an den Kundenservice kommen sie leider nicht weiter.

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Verstehe ich Sie richtig: Sie haben gegen diesen Mitarbeiter bereits Anzeige bei der Polizei erstattet?

@johnemerald: Total vergessen zu erwähnen, dass ich bereits nach dem ersten Vorfall eine Mail an den Kundendialog geschrieben habe. Warum habe ich es vergessen? Ganz einfach, weil Bahnfrosch bereits richtig angemerkt hat: Es ist sinnlos. Nach über 20 Tagen keine Antwort. Nix. Die Bahn schweigt. Am Telefon ist das schon schwerer mit dem Schweigen, dann kommen aber eher Aussagen wie:"Es tut uns leid, dass sie solche Erfahrungen gemacht haben. Ich werde Ihre Beschwerde weitergeben."

@Benutzerin: Ja, ich habe bereits nach dem ersten Vorfall Anzeige erstattet, damals wegen Beleidigung. Das hätte ich gar nicht erst gemacht, wenn der Mitarbeiter der DB nicht selber den Freund und Helfer gerufen hätte. Und nach dem 2ten Fall vom 31.07 habe ich mittlerweile auch Anzeige erstattet.

Da ich seit dieser Woche keinen Urlaub mehr habe, besteht theoretisch täglich die Möglichkeit auf ein Wiedersehen. Eine Alternative Route gäbe es, wenn ich statt 30 Minuten Bahn 2h Bus fahren würde. Kommt für mich also nicht in Frage, Heute habe ich auch beschlossen lieber 60 Minuten auf die nächste Bahn zu warten, da ich meinen Freund bereits von außen erkannt habe.

Frage: Für eine Beschwerde an den Bahnvorstand wäre diese Adresse wohl am besten, oder? Deutsche Bahn AG
Potsdamer Platz 2
10785 Berlin
Ansonsten sehe ich schon, dass es wohl leider keine schnelle und gute Lösung gibt. Mir bleibt wohl nur abwarten, was die Anzeigen bewirken werden.

Wenn hier irgendwo einer dieser Moderatoren der DB anwesend ist, könnte der doch mal ein Wort dazu verlieren. Ich will eigentlich kein großes Thema daraus machen, aber die Umstände und Reaktionen lassen das leider nicht zu.

Bahnfrosch
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Ja, die Adresse dürfte gehen.
Die Moderatoren hier stehen in der Nahrungskette der DB auch ganz unten, von da dürften sie nix erwarten.
Wenn sie es drauf anlegen wollen, würde ich wieder mit dieser Bahn fahren und den Schaffner heimlich filmen. Dann hätten sie wenigstens was in der Hand, um es evtl. den Medien zuzuspielen.

Es gab vor kurzen einen ähnlichen Fall auf Facebook, wo die Zugbegleiter nichts unternommen hatten und alles runterspielten, als ein Fahrgast im Zug Kinderpornos anschaute und sich weigerten, die Polizei zu informieren. Das zieht jetzt wohl auch weitere Kreise. Wenn dann noch ihr Fall dazu kommt...keine gute PR ;)

Ich werde auf jeden Fall an den Vorstand schreiben und auch an den Verkehrsausschuss. Das dürfte für meinen speziellen Fall wohl weniger Bedeutung haben, da diese Wege mir nicht gerade schnell erscheinen, aber eine andere Wahl lässt man mir nicht.
Mit dem Video werde ich mal Versuchen, auch wenn es ggf. vor Gericht (ich hoffe, es muss nicht so weit kommen) nicht viel bringen wird, dann ist es - wie sie sagten - eventuell gut für die Medien.

Ich sehe mit ihren Ratschlägen meine Frage als Beantwortet an. Haben Sie vielen Dank.

Signal
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Ein Vorstandsmitglied wird aber sicherlich nicht antworten. Das Ganze wird an den Kundendialog weitergegeben ("Herr/Frau XYZ hat uns gebeten, Ihnen zu antworten"). Und dann kommen wieder die Textbausteine zum Einsatz.

Bahnfrosch
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@signal Doch glauben sie mir. Das wird nicht einfach so weiter an den Kundendialog mit Textbausteinen abgeschoben. Hatte ich schon öfters so gemacht und es wurde immer ausführlich das Problem zu meiner Zufriedenheit (...und noch mehr) behandelt. Klar antwortet der Chef nicht selber, aber dort arbeiten noch Leute, die sich solchen Problemen (gerade wenn es um Aussenwirkung geht) ernsthaft annehmen.

Hallo Hellreser,

bitte entschuldigen Sie, dass wir uns jetzt erst melden.

Ihre Verärgerung ist zurecht. So ein Verhalten ist natürlich überhaupt nicht zu akzeptieren und entbehrt jeglichen Verständnisses. Mir bleibt momentan erst einmal, mich bei Ihnen zu entschuldigen.

Ich habe ein paar weiterführende Fragen. Wann haben Sie, an welche Stelle Ihre Beschwerde gerichtet? Haben Sie von dieser Stelle bereits eine Eingangsbestätigung erhalten? MfG /ka