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Auf Grund der Trödelei eines Lokführers hab ich meinen Anschlusszug verpasst. Wie viel kann ich zurückbekommen?

Der Lokführer war am Einstiegsort überpünktlich. Zwei Minuten zu lang dort und gestanden und immer weiter. Bei Einfahrt in den Bahnhof ist mein Anschlusszug gerade losgefahren. Ich hatte Anfangs 7 Minuten zum umsteigen. Am Ende nichtmal 1 Minute.

LKLR
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Bertosch
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Extra Erstattung für die wahrgenomme „Trödelei“ gibt es nicht.
Es gelten die Fahrgastrechte

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@Sparflieger. Vielleicht weil niemand ein oder ausgestiegen ist. Im Bahnhof zu lange gestanden wirde da man auch die Zeit über die App verfolgen kann. Zug war halb voll. Es kam keine Durchsage ob iwas defekt ist oder irgendet etwas anderes vorgefallen sei. ??

LKLR
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@Sparflieger man kann aber wenigstens etwas sagen oder den Zug anfunken ob der kurz warten kann oder sehe ich das falsch?

Hallo LKLR,

sie haben Ihren Anschlußzug verpasst, egal ob der Lokführer in ihren Augen "getrödelt" hat (hat er bestimmt nicht) oder eine andere Ursache für die Verzögerung im Betriebsablauf verantwortlich ist, entscheidend ist, mit wieviel Minuten Verspätung Sie Ihr Endziel erreicht haben. Bis 60 Minuten Verspätung haben Sie keinerlei Ansprüche. (also wenn spätestens eine Stunde später der nächste Anschluszug fährt und pünktlich ankommt).

Ab 61 Minuten Verspätung stehen Ihnen 25% des Fahrpreises und bei mehr als 120 Minuten 50% des Fahrpreises als Entschädigung zu. Das gilt allerdings nicht für besonders günstige Karten wie Zeitkarten, Ländertickets etc.)

Näheres finden Sie hier:
https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Wenn Sie Ihre Ansprüche geltend machen wollen,
trödeln Sie nicht.

Beste Grüße
Joe

DB
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Team

Hallo LKLR,

der Lokführer kann nicht eigenmächtig entscheiden, wann er losfährt. Dieser muss auf das Abfahrtsignal warten, vorher kann er nicht abfahren. Wenn aber zum Beispiel das Gleis noch durch einen anderen Zug blockiert ist, muss gewartet werden, bis dieses wieder frei ist. Dass keine Information erfolgte, warum es zur Verzögerung kommt, ist allerdings sehr ärgerlich. Sollten Sie wegen dieser Verspätung mindestens 60 Minuten später an Ihrem Zielbahnhof angekommen sein, können Sie Ihre Fahrgastrechte geltend machen. /ni

Tino Groß
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Wenn Joeopitz schon leicht zynische Bemerkungen abgibt dann sollten auch alle relevanten Informationen stimmen. Denn die Fahrgastrechte gelten bereits ab einer Verspätung von 60 min. und somit auch bei Nutzung eines nachfolgenden Zuges wenn dieser exakt eine Stunde später fährt.

Timo hat recht!

Artikel 16
Erstattung oder Weiterreise mit geänderter Streckenführung
Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass bei Ankunft am Zielort gemäß Beförderungsvertrag die Verspätung mehr als 60 Minuten betragen wird, so hat der Fahrgast unverzüglich die Wahl zwischen...

aber

Artikel 17
Fahrpreisentschädigung
(1) Ohne das Recht auf Beförderung zu verlieren, kann ein Fahrgast bei Verspätungen vom Eisenbahnunternehmen eine Fahrpreisentschädigung verlangen, wenn er zwischen dem auf der Fahrkarte angegebenen Abfahrts- und Zielort eine Verspätung erleidet, für die keine Fahrpreiserstattung nach Artikel 16 erfolgt ist. Die Mindestentschädigung bei Verspätungen beträgt
a) 25 % des Preises der Fahrkarte bei einer Verspätung von 60 bis 119 Minuten;
b) 50 % des Preises der Fahrkarte ab einer Verspätung von 120 Minuten.

Danke!