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Bayernticket-Gültigkeit während der Streckensperrung München-Freising

Werte Herren,

während der Sommerferien verlängern sich die Fahrzeiten München-Regensburg und weiter deutlich, da man sperrungsbedingt ab München mit der S-Bahn und je nach Tageszeit Busumstieg am Flughafen nach Freising fahren und dort nochmal umsteigen muß. Man muß also deutlich früher als normal abfahren, um zur gewohnten Zeit am Ziel zu sein. Wer sonst den ersten Zug nach 9:00 Uhr genommen hat, muß demnächst dann vor 9 abfahren. Könnten Sie nicht in dieser Zeit wenigstens auf der Strecke München-Regensburg/Plattling die Sperrzeit des Bayern-und QDL-Tickets aufheben? Es wäre schließlich mehr als ärgerlich, wenn man als Zugabe zu der Fahrzeitverlängerung und den Umständen, die sich nunmal nicht vermeiden lassen, auch noch deutlich mehr als sonst zahlen müßte! Vielen Dank.

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Hallo Gast10, das Bayern-Ticket gilt unter der Woche ab 9 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen jeweils ab 0 Uhr. Wenn Sie vor 9 Uhr unter der Woche fahren möchten, benötigen Sie eine reguläre Fahrkarte für den Streckenabschnitt, wo die planmäßige Abfahrtszeit nach 9 Uhr liegt. Ich habe hierzu auch keine Ausnahmen vorfinden können. /ch

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Das ist wirklich nicht gerade fair. Sie könnten sich einmal an die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) wenden und dort die Lage schildern. Kontakt: info@bahnland-bayern.de
Das Ergebnis der Anfrage können Sie uns gerne hier mitteilen, da dies auch für andere Reisende relevant ist.

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Es gibt offenbar doch eine Kulanzregelung: Bei Früherlegung oder Späterlegung wird aus Kulanz die zeitliche Gültigkeit für alle bei der DLB (alex) gültigen Tarife entsprechend der regulären Fahrzeiten der Züge gewährt (siehe https://bauinfos.deutschebahn.com/docs/bayern/infos/855_9...).

Diese Kulanzregelung gab es speziell beim Alex auch bei früheren Fahrplanänderungen immer. Dort war sie freundlich, in diesem Fall ist sie aber völlig leer, da es ja gar keine Alex-Züge mit entsprechend vorverlegter Abfahrtszeit gibt. Das Problem, daß man vor 9 fahren muß, um zur regulären Zeit anzukommen, taucht beispielsweise in folgendem Fall auf:

München Hbf ab 9:24, Passau an 11:37 - da muß man dann künftig um 8:05 oder (mit sehr knappen Anschlüssen) 8:35 abfahren.

Und ein etwas komplexerer Fall:

Hinfahrt: München ab 10:42, Pilsen an 14:50; Rückfahrt: Pilsen ab 19:10, München an 23:20
Hier wäre künftig die Ankunft in München erst um 0:27 (wenn drei knappe Umstiege funktionieren...), das ist zu spät, also muß ich zwei Stunden früher von Pilsen fahren, also muß ich auch zwei Stunden früher von München fahren, das wäre dann mit der S-Bahn um 7:55 Uhr.

Das wichtigste wäre also, wenn in S-Bahnen und Ersatzbussen die Sperrzeit aufgehoben oder zumindest um eine Stunde gelockert wäre.

Die BEG beantwortete meine Anfrage selbst überhaupt nicht, sondern leitete sie an den „Teilnetzmanager Ring Ost / Donau-Isar-Expreß“ der DB weiter, also nur eines von mehreren beteiligten Unternehmen. Dieser antwortete nur in allgemeinen Floskeln, die Sperrzeit werde nicht geändert, da sie sicherstelle, daß „nahezu jeder Fahrgast einen Sitzplatz bekomme“. Obwohl in den Ferien der Schülerverkehr wegfällt und der Berufsverkehr etwas reduziert ist, also die Platzsituation entspannt ist, scheint man kein Interesse zu haben, bei sperrungsbedingten Tarifproblemen kulant zu sein.