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Abfahrt am Vortag wenn gebuchte Verbindung wegen Baustelle nicht moeglich ist ?

Meine Fahrt nach Verona am 24.7.18 von Höxter Rathaus (Abfahrt 5:10) kann nicht wie in der Fahrkarte angegeben, durchgefuehrt werden. Der Grund ist die Verspaetung des ICE 1505 in Muenchen Hbf wegen einer Baustelle. Deshalb kann ich den EC 87 von Muenchen Hbf nach Verona nicht erreichen. Die Zugbindung wurde schon aufgehoben. Die Fahrkarte ist gueltig ab dem 24.7.18 und ich wollte schon am Vorabend um 22:10 abreisen, was mir aber gestern im Reisezentrum in Koeln Hbf verwehrt wurde. Die Dame von der DB am Eingang des Reisecenters wollte mir erst gar keine Wartenummer geben, da es ja klar ist, dass die Fahrkarte am 23.7.18 nicht gueltig ist. Bei einer Abreise am Vortag um 22:10 wuerde ich den gebuchten Zug von Muenchen nach Verona (EC 87) erreichen. Ich kann nicht verstehen, warum die Bahn keine Abreise am Vortag erlaubt, wenn durch eine Baustelle der Bahn der ganze Reiseplan nicht eingehalten werden kann. Ausserdem waere bei der Abfahrt am Vortag keine Rueckzahlung (Fahrgastrechte) notwendig. Bei der Fahrkarte handelt es sich um den Sparpreis Europa, gebucht am 29.01.18.

drhook
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kabo
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" Ich kann nicht verstehen, warum die Bahn keine Abreise am Vortag erlaubt, wenn durch eine Baustelle der Bahn der ganze Reiseplan nicht eingehalten werden kann. Ausserdem waere bei der Abfahrt am Vortag keine Rueckzahlung (Fahrgastrechte) notwendig. "
-> Das verstehe ich auch nicht - und es ist der erste derartige Fall, der mir zu Ohren kommt.
Aber rein formal besteht tatsächlich kein Anspruch auf eine Abfahrt am Vortag. Die EU-Fahrgastrechteverordnung spricht immer nur von Rechten, die man bei einer tatsächlichen Verspätung hat. Anstrengungen, die der Fahrgast unternimmt, damit er trotz Verspätung pünktlich am Ziel ankommt - z.B., dass der Fahrgast früher losfährt als gebucht - finden keine Berücksichtigung. Weder im Artikel 17 (Fahrpreisentschädigung) noch im Artikel 16 (Erstattung oder Weiterreise mit geänderter Streckenführung - womit letzteres die Aufhebung der Zugbindung meint).
Wenn die DB also lieber die Verspätungsentschädigung zahlen will, anstatt kulanterweise die Abfahrt vom Vortag zu erlauben, dann soll die DB halt zahlen.

Hallo drhook, sobald die Zugbindung aufgehoben wurde, können Sie am eingetragenen Reisetag von A nach B fahren. Hierbei haben Sie bereits eine flexible Fahrkarte, jedoch heißt es nicht, dass Sie am Vortag oder an anderen Tagen flexibel fahren dürfen, denn die Verbindung wird am eingetragenen Reisetag weiterhin angeboten. /ch

drhook
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Die Verbindung wird am Reisetag angeboten aber durch die Ankunftsverspaetung von ICE 1505 in München Hbf kann der EC 87 nicht erreicht werden. Also wird die Verbindung am Reisetag nicht angeboten ! Allgemein betrachtet ist das Verhalten der Bahn aber sehr sehr fragwuerdig. Der Kunde bemueht sich durch andere Verbindungen sein Ziel puenktlich zu erreichen und es wird dem Kunden nicht erlaubt 1 Stunde un 50 Minuten (am Vortag um 22:10) vorher abzufahren. Der Grund fuer diese ganze Diskussion liegt ja nicht beim Kunden, sondern nur bei der Bahn die eine Baustelle eingerichtet hat. Die Bahn ist nicht kulant mit der Zielrichtung, dass der Kunde puenktlich ankommt.

Es wird die Verbindung von A nach B am 24. Juli 2018 angeboten – auch wenn Sie hierdurch verspätet an Ihrem Zielbahnhof ankommen werden. Hier wurde die Zugbindung vom günstigen Sparpreis bereits für den Reisetag automatisch aufgehoben, wo Ihnen die Bahn entgegen kommt. Ihre Fahrkarte gilt demnach weiterhin am 24. Juli – zum Beispiel bei dieser Verbindung:

Wenn Sie das als unzumutbar betrachten und früher fahren möchten, können Sie die komplette Fahrkarte zurückgeben. Hierzu können Sie das Fahrgastechte-Formular verwenden und angeben, dass Sie die Fahrt nicht angetreten haben. Für den 23. Juli 2018 benötigen Sie allerdings eine neue gültige Fahrkarte. /ch

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@DB
Sie bezeichnen es ernsthaft als "Entgegenkommen", wenn ein Kunde durch Wegfall einer von ihm gebuchten und bezahlten Leistung dann ersatzweise eine andere Leistung in Anspruch nehmen 'darf'? Dass dem Kunden ein kostenneutrales Erreichen einer von ihm gebuchten Auslandsverbindung verweigert wird und seine Alternative nur aus verspäteter Ankunft oder Ticket-Neukauf (vermutlich wesentlich teurer) besteht, ist kundenfeindlich.

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Die Antworten von DB/ch suggerieren, dass es nur die 2 folgenden Alternativen gäbe: (a) Fahrt am gleichen Kalendertag mit verspäteter Ankunft gegenüber dem ursprünglichen Fahrplan, (b) Rückgabe (immerhin ohne Stornogebühr, jedoch Aufwand und ggf. lange Bearbeitungszeit) und Neukauf für den vorherigen Tag.
Unter Verweis auf https://community.bahn.de/questions/1632237-nutzung-sparp... stelle ich folgende weitere Optionen in den Raum (der dortige Aspekt „ersatzweise Nutzung des Nahverkehrs“ ist hier nicht relevant): (c) kulanzweise Gültigschreibung der Fahrkarte für den Vortag; leider wurde sie dem Fragesteller in Köln verweigert, möglicherweise hätten andere Stellen anders entschieden, (d) Kauf einer Fahrkarte für die am Vortag zu fahrende Strecke und anschließende Einreichung zur Erstattung; mehrfach wurde solches in diesem Forum auch von „DB“ empfohlen, (e) Nutzung der ursprünglichen Fahrkarte am Vortag, am besten mit Stempel „Zugbindung aufgehoben“, und Erläuterung der Sachlage beim Zugpersonal; dann ist sowohl möglich: (e1) Ticket wird anerkannt, (e2) Nachlösen für Strecke des Vortages; anschließend einreichen wie oben, (e3) Fahrpreisnacherhebung…
Ob tatsächlich in den Fällen (d) und (e2) erstattet wird, kann ich natürlich nicht garantieren, auch wenn ich vermute, dass es klappt. Für (e3) wage ich keine Prognose.
Auch wenn der Fragesteller es nicht vorhat: Keineswegs sollte man ohne entsprechende Bescheinigung eine Strecke über einen anderen Grenzübergang wählen, schon gar nicht über ein weiteres Land (im vorliegenden Fall denkbar: Schweiz statt Österreich).

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@drhook: Unabhängig von der Gültigkeitsfrage, ist eine Abfahrt um 22.10 Uhr sinnvoll, bei mehreren Umstiegen in der Nacht? Auch wenn das so klappt, was noch nicht mal so sicher ist: Hast du etwas von einer 2 Std. früheren Ankunft nach einer Nacht mit wenig Schlaf?
Die ursprünglich vorgesehene Verbindung ist vermutlich jene, die ich z.B. für den 10. Juli noch abrufen kann. Auch hier sind mehrere äußerst knappe Umstiege dabei, so dass ein Erreichen des EC 87 keineswegs sicher gewesen wäre.
Für die gegebene Situation schlägt die Reiseauskunft als erste Verbindung (ohne Busverkehr) über den Brenner vor: Abfahrt 7.10 Uhr, Ankunft 18.58. Falls du jedoch schon eine (oder zwei) Stunde eher in Höxter losfährst, sollte ein Verpassen des EC 89 in Rosenheim wirklich unwahrscheinlich sein.
Falls eine Ankunft gegen 17 Uhr sehr wichtig ist: Noch gibt es erstaunlich günstige Ryanair-Tickets von Berlin, Hamburg und Köln nach Bergamo. Eine Anreise ab Höxter mit der Bahn müsste allerdings auch dafür am Vorabend erfolgen.

drhook
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Ich werde nun um 5:10 am 24.7. abreisen, da ich fuer die Zuege bis Muenchen schon
eine Sitzplatzreservierung gekauft habe. In Muenchen habe ich dann leider etwas
Aufenthalt. Ein Mitarbeiter der Bahn hatte mir ja hier vorgeschlagen mit vier Stunden
Verspaetung in Verona anzukommen, natuerlich ist das vollkommen inakzeptabel.
Wie schon gesagt haette die Bahn eine Abfahrt am Abend des Vortages erlauben
koennen, einfach nur um eine Verspaetung am Ankunftsort zu vermeiden. Vor circa
drei Wochen hatte die Bahn ja in den Medien mehr "Puenktlichkeit" versprochen, aber
ich merke nichts davon, aber vielleicht ist dieses Versprechen noch nicht bei allen
Bahn-Mitarbeitern angekommen.
Diese Verspaetung bei meiner Hinfahrt nach Verona ist kein Einzelfall. Bei meiner
Rueckfahrt von Bologna (am 7.8. mit EC88 usw.) nach Höxter gibt es wieder eine
Baustelle der Bahn zwischen Kufstein und Rosenheim. Deshalb verpasse ich wieder
den Anschluss in Muenchen. Die Verspaetung am Ankunftsort wird wohl 1:25 sein,
also wieder ein Fahrgastrechtefall.