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Zugbindung bei Fahrplanänderung?

Sehr geehrte Damen und Herren, schon vor einiger Zeit habe ich ein Online-Ticket für eine Fahrt von Hamburg nach München und zurück gebucht (13.7. hin, 15.7. zurück). Nun bekam ich vor einigen Tagen per Mail die Info, dass es sowohl für Hin- als auch für den Rückweg Änderungen im Fahrplan gibt. So wie ich es sehe, fährt mein Zug auf dem Hinweg knapp 40 Minuten eher als geplant ab und kommt auf dem Rückweg auch mehr als 30 Minuten wieder an. Ist damit die Zugbindung für beide Tage aufgehoben, sodass ich jede beliebige Verbindung nehmen kann? Gilt dies dann auch für die Fahrtstrecke? Von München aus sind die Verbindungen nach Hamburg über Kassel und Hannover ähnlich schnell, wie über Erfurt und Berlin. Benötige ich eine Bestätigung aus dem Reisezentrum? Vielen Dank!

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Hallo ddham, wenn die gebuchte Verbindung nicht mehr so stattfindet, ist die Zugbindung aufgehoben. Im Zweifel können Sie vor Ihrer Fahrt sich auch einen Stempel auf der Fahrkarte geben lassen, dass die Zugbindung aufgehoben ist. Dann gibt es auch im alternativen Zug keine Missverständnisse. /ch

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Ab 20min Verspätung am Ziel ist die Zugbindung aufgehoben. Zu Verfrühungen schweigen sich die Fahrgastrechte leider tot. Aber bei 40 min früherer Abfahrt ist meiner Meinung nach jegliche Toleranzbereiche ebenfalls überschritten und die Zugbindung müsste ebenfalls aufgehoben sein.

Bei Aufhebung der Zugbindung ist man auch nicht mehr an die Fahrstrecke gebunden, d.h. man darf auch andere Strecken nutzen. Große explizit angegebene Umwege sind nicht drin, aber wenn die normale Fahrplanauskunft die Verbindung ausspuckt, ist man auf der sicheren Seite.

Die Aufhebung der Zugbindung muss man sich nicht bestätigen lassen (der Schaffner kann im Zweifelsfall mit seinem Scanner-dings kontrollieren, was denn mit dem ursprünglich gebuchten Zug los ist), das kann aber dennoch sinnvoll sein. Speziell wenn der Zug früher los fährt, würde ich sicherheitshalber ein paar Tage vor der Reise am Bahnhof mir die Aufhebung der Zugbindung bestätigen lassen. Hat man diese, ist man auf der sicheren Seite, auf falls sich später bei der Abfahrt des Zuges noch was ändern sollte.
Und wenn dann am Bahnhof auch gleich noch über die Rückfahrt entschieden werden kann, und die Zugbindung ebenfalls schon jetzt aufgehoben ist, ist man mit der Reiseplanung gleich viel flexibler.

Meines Wissens nach ist die Zugbindung in diesen Fällen aufgehoben, sie dürfen aber keinen Zug nehmen, der noch eher abfährt als der ursprünglich gebuchte. Die Verbindung muss also später abfahren.

Hallo ddham, wenn die gebuchte Verbindung nicht mehr so stattfindet, ist die Zugbindung aufgehoben. Im Zweifel können Sie vor Ihrer Fahrt sich auch einen Stempel auf der Fahrkarte geben lassen, dass die Zugbindung aufgehoben ist. Dann gibt es auch im alternativen Zug keine Missverständnisse. /ch

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@Malu23
Warum darf man nicht früher als gebucht losfahren? Man muss am selben Tag losfahren, aber sonst gibt es doch keine Einschränkungen.

Dürfte man nicht früher als gebucht fahren, dürfte man noch nicht mal mit dem nun verfrühten Zug selbst fahren, obwohl man den gebucht hat.

Anderes Beispiel: Wenn mein ICE ausfällt, der mich in 1h zum Flughafen bringen würde, darf ich durchaus 1h früher mit einem langsameren IC fahren, damit der mich trotz längerer Fahrzeit immer noch rechtzeitig zum Flug bringen kann. D.h. man sollte problemlos auch früher fahren dürfen.
Bisher gab es hier auch noch nie Probleme, und mir wurden sogar von der Bahn selbst häufiger am Bahnhof frühere Alternativverbindungen herausgesucht.

Was nicht geht ist nur, dass man obwohl es passende Züge gibt, mit denen man zur geplanten Abfahrt mit weniger als 60 min Verspätung am Ziel ankommen würde, dennoch viel später fährt, um dann noch eine Entschädigung über die Fahrgastrechte einzufordern.

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"sie dürfen aber keinen Zug nehmen, der noch eher abfährt als der ursprünglich gebuchte"

Das stimmt nicht. Der Fahrgast hat ein berechtigtes Interesse daran, pünktlich am Zielbahnhof anzukommen - was bei einer bereits bekannten Verspätung/Fahrzeitverlängerung dann ja so gut wie unmöglich wäre.

@ Elementarteilchen & Benutzerin

Okay, danke für die Richtigstellung, dann war ich da falsch informiert, sorry!

Bei Euren Beispielen macht das mit der aufgehobenen Zugbindung ja auch völlig Sinn. Nur, wenn der Zug früher abfährt als geplant und auch früher am Ziel wäre, könnte man sich ja fragen, warum man dann NOCH früher fahren wollen würde...in diesem Fall hat die Änderung für den Reisenden ja imho nur positive Auswirkungen.
Aber egal, umso besser, wenn es da keine Einschränkungen gibt bei der Aufhebung der Zugbindung :o)