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Zugausfall Ticket Sparaktion

Ich habe ein IC-Ticket Sparpreis-Aktion gebucht. Die gebuchte Verbindung wurde gecancelt. Kann ich jetzt eine andere Strecke unter Nutzung eines RE (Ostdeutsche Eisenbahn) und ICE zum Ziel wählen, um pünktlich anzukommen?

Hier wurde mir gestern geantwortet und von der DB hier bestätigt:
...wenn sich die zu erwartende Ankunft um mehr als 20 min verzögert gilt bei der Sparpreis-Aktion folgende Regelung. Der Fahrgast das Recht die Fahrt zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt (bitte 1. Geltungstag beachten) fortzusetzen. Bei der Sparpreis-Aktion gilt jedoch folgende Sonderregelung. Muss ein Zug des Nahverkehrs genutzt werden, so hat der Fahrgast zunächst die Kosten auszulegen. Diese werden Ihnen anschließend vom Servicecenter Fahrgastrechte erstattet. Die Fahrkarten Sparpreis Aktion gelten nur in IC/EC und ICE Zügen, nicht im Nahverkehr.

Vom Kundenservice der DB habe ich gerade die Antwort bekommen, dass ich mit dem Ticket Sparpreis-Aktion auch die Ostdeutsche Eisenbahn nutzen kann. Was ist denn nun richtig?
Ich bin verwirrt.

Ariane70
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Antworten

franke22
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8Ganz offiziell ist die Antwort, die sie hier erhalten haben, richtig. Wenn sie sicher gehen möchten, kaufen Sie sich ein NV-Ticket für den ODEG-Abschnitt und reichen Sie es anschließend zur Erstattung ein.

Der Kundendialog ist häufig nicht mit besonders gut informiertem Personal besetzt, vermutlich war dem Mitarbeiter die Regelung nicht bekannt. Da auch Zugpersonal oft nichts davon weiß, kann sein dass man damit auch ohne zusätzlichen Fahrschein durchkommt, drauf verlassen würde ich mich aber nicht.

Neptun
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Warum ist die besagte Antwort "ganz offiziell richtig"? Auch in einem früheren Beitrag (https://community.bahn.de/questions/1632237-nutzung-sparp...) wurde dies schon ohne Quellenangabe so postuliert. In den Beförderungsbedingungen steht jedenfalls nichts davon. Eine Pflicht für Neukauf und anschließende Erstattung gibt es ausschließlich für Fahrkarten der Produktklasse C (in 9.1.2).

Elementarteilchen
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Man sollte am besten mal in die Bedingungen des jeweiligen Aktions-Angebots schauen, wenn man es kauft. Dort steht genau drin, was gilt.

Mit der letzten Sparpreis Aktions-Runde gab es für Bahn-Bonus-Kunden eine um zwei Tage vorgezogenen Verkaufsstart. Und für dieses Angebot („Sparpreis Aktion BahnBonus) wurden auch entsprechende Konditionen bereitgestellt, in denen explizit als Besonderheit aufgeführt wird, dass im Fahrgastrechtefall bei Weiterfahrt im Nahverkehr zunächst ein NV-Ticket zu erwerben ist, welches dann später eingereicht werden muss und erstattet wird.

Ob diese Bedingung für jedes Sparpreis-Aktions-Ticket gilt, kann ich nicht sagen, für dieses oben genannte aber definitiv.

In den allgemeinen Beförderungsbedingungen der DB steht leider nichts davon, obwohl dort die generelle Regeln für Sparpreis und Sparpreis-Aktion bzgl Gültigkeit (Fernverkehr+Nahverkehr versus ausschließlich Fernverkehr) erklärt wird, und die generelle Regeln der Fahrgastrechte (die Weiterfahrt in anderer Produktklasse) erwähnen dort ausschließlich den Fall, dass man bei einem NV-Ticket bei Weiterfahrt im Fernverkehr erst noch ein FV-Ticket kaufen muss, welches später erstattet wird. Der Fall dass bei Sparpreis-Aktion ggfs für den NV ebenfalls ein Ticket gekauft werden muss, ist nicht erwähnt.

Das ist leider ungünstig, da man so ohne weiteres nachträglich gar nicht mehr an die besonderen Konditionen der Aktionstickets rankommt.

Da der Sarpreis-Aktion ein reines Frenverkehrsticket ist, werden im Gegensatz zum Sparpreis die Nahverkehrunternehmen nicht an den Einnahmen beteiligt. Da die NV-Unternehmen bei diesem Ticket außen vor bleiben, erkennen Sie dieses Ticket auch nicht an.
Damit ein Fahrgast bei Zugausfall/Verspätung nicht auf der Strecke bleibt erstattet die DB in diesem Fall hinterher dem Preis für ein NV-Ticket.
Leider kommt es auch bei DB Mitarbeitern vor, dass sie Sparpreis-Aktion fälschlicherweise mit Sparpreis in einen Topf werfen und eine nicht korrekte Info geben. Erfahrungsgemäß sind die Mitarbeiter von NV-Betrieben da genauer informiert, da geht es ja auch um entgangene Einnahmen. Die Wahrscheinlichkeit dass ein ODEG-Mitarbeiter nachzahlen lässt, ist sehr hoch.