Frage beantwortet

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
MichaZ
MichaZ

MichaZ

Ebene
2
1803 / 2000
Punkte

@kabo : Diese Notbremsüberbrückung darf man aber nur im Tunnel anwenden, ansonsten muss sie deaktiviert sein. Sonst könnte ja zum Beispiel ein technischer Defekt vorliegen, der akut gefährlich ist (z.B. Tür öffnet sich während der Fahrt) und wenn immer standardmäßig die Notbremsüberbrückung aktiv wäre, würde der Zug ja weiterfahren, was zu weiteren gefährlichen Situationen führen würde

Trotzdem ist es sinnvoller, zu warten, bis der Zug den nächsten Bahnhof anfährt (aber den Notruf schon vorher absetzen) Und, falls vorhanden, sollte man den Sprachwunsch betätigen (Hebel neben der Notbremse) und den Notfall dem Triebfahrzeugführer mitteilen

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (0)

Ja (2)

100%

100% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Darf man, ist aber kontraproduktiv.
Denn nach einer Notbremsung bleibt (in vielen Fällen)** der Zug mitten in der Pampa stehen - also nicht unbedingt da, wo medizinische Hilfe verfügbar ist und ein Krankenwagen gut herankommen kann.

Viel(!) sinnvoller ist es, einen Krankenwagen vom Zug aus zum nächsten Bahnhof zu bestellen, so dass der Krankenwagen und der Zug gleichzeitig eintreffen und sich die Sanitäter gleich am Bahnsteig um den Patienten kümmern können, anstatt erstmal suchen zu müssen, wo der Zug zum stehen gekommen ist und sich dann über Felder und Wiesen zum Zug vorarbeiten zu müssen.

** Unter anderem deshalb haben eigentlich alle Fernzüge und auch immer mehr Regionalzüge eine sogenannte Notbremsüberbrückung. D.h. bei einer Betätigung der Notbremse wird der Zug gar nicht sofort gestoppt, sondern der Fahrer hat die Möglichkeit den Zug gezielt dort anzuhalten, wo Hilfe am besten möglich ist. (Also nicht mitten im Tunnel oder auf einer Brücke, sondern an einer für Krankenwagen gut erreichbaren Stelle - also meist im nächsten Ort.)

MichaZ
MichaZ

MichaZ

Ebene
2
1803 / 2000
Punkte

@kabo : Diese Notbremsüberbrückung darf man aber nur im Tunnel anwenden, ansonsten muss sie deaktiviert sein. Sonst könnte ja zum Beispiel ein technischer Defekt vorliegen, der akut gefährlich ist (z.B. Tür öffnet sich während der Fahrt) und wenn immer standardmäßig die Notbremsüberbrückung aktiv wäre, würde der Zug ja weiterfahren, was zu weiteren gefährlichen Situationen führen würde

Trotzdem ist es sinnvoller, zu warten, bis der Zug den nächsten Bahnhof anfährt (aber den Notruf schon vorher absetzen) Und, falls vorhanden, sollte man den Sprachwunsch betätigen (Hebel neben der Notbremse) und den Notfall dem Triebfahrzeugführer mitteilen

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Dass die NBÜ nur in Tunneln verwendet wird, ist so pauschal nicht richtig - auch wenn der Hauptgrund natürlich darin besteht zu verhindern, dass ein Zug nach eine Notbremsung im Tunnel zum Stehen kommt und somit für Rettungskräfte unerreichbar ist.

MichaZ
MichaZ

MichaZ

Ebene
2
1803 / 2000
Punkte

@kabo Wann darf denn die NBÜ eingesetzt werden außer in Tunneln und auf Brücken und wenn es durch orangene Marker gekennzeichnet ist?

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Zum einen stehen die orangenen Marker nicht nur in Tunneln (weiter oben wurde der Eindruck erweckt, NBÜ gäbe es nur in Tunneln) , sondern auch auf Brücken, in Einschnitten oder an anderen unzugänglichen Stellen ,wo es ungünstig wäre, wenn dort ein Zug zum Halten käme.
Zum anderen ist meines Wissens in S-Bahn-Zügen die NBÜ außerhalb von Bahnhöfen durchgehend aktiv (auch wenn keine orangenen Marker vorhanden sind).
Ich lerne aber gene dazu.