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Buchung von Fahrradstellplätzen umständlicher als Sitzplatzreservierung - Warum?

Liebe Deutsche Bahn,
Ich frage mich schon seit 3 Jahren, wieso die Buchung von Fahrradstellplätze im Fernverkehr so viel komplizierter und eingeschränkter ist, als die von Sitzplätzen. Während ich Sitzplätze noch wenige Minuten vor Abfahrt Online / per App buchen kann,
muss ich mich für einen Fahrradstellplatz schon 2 Tage vor Abfahrt am Bahnschalter anstellen, am Reisetag selbst sogar eine kostenpflichtige Hotline anrufen (oft mit einigen Minuten Wartezeit verbunden, dafür stets mit nettem Personal). Auch musste ich feststellen, dass eine Stunde vor Abfahrt nicht mal die Hotline mir einen Stellplatz verkaufen konnte/wollte, während im Zug sämtliche Ca. 10 Stellplätze frei waren. Der Verkauf von Fahrradtickets an Bord des Zuges ist laut Ihren Beförderungsbedingungen ja nicht möglich.
Können Sie mir hierfür Gründe nennen? (Jenseits davon, dass Sie mögliche Entwicklungs-/Implementierungskosten nicht aufbringen möchten.) Und können Sie mir sagen, ob/wann Sie planen, die Buchung von Fahrradplätzen so flexibel, simpel und unaufwändig zu gestalten, wie es Ihre Sitzplatzbuchung bereits ist?

Ich als Kunde finde es schade und ärgerlich, dass Sie hier einen guten Beitrag, den Sie zu einer modernen, multimodalen Mobilität leisten könnten, seit langem versäumen. Hinzu kommt, dass Sie sich ja Umsatz entgehen lassen, wenn Ihre Fahrradabteile leer bleiben, während Personen, die sich "kurzfristig" (d.h. 2 Tage bis 3 Minuten vor Abfahrt) entschließen würden, ihr Fahrrad zähneknirschend stehen lassen, da sie den Aufwand der Buchung scheuen oder gar keine Möglichkeit mehr haben.

Ich freue mich auf eine Antwort von Ihnen.

Anonym
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Sparflieger
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Kleine Korrektur: Zur Zeit kann man immerhin 1Tag vor Abfahrt buchen, dies hat wohl u.a. damit zu tun, dass immer noch ältere Baureihen ohne digitale Anzeige im Einsatz sind.

Aber zumindest für die Züge mit moderneren Wagen (ICmod /IC 2 oder ICE4) könnte man ja mal ein entsprechendes Projekt starten.

Ansonsten volle Zustimmung, gerade was das Buchen von Plätzen online ohne gleichzeitigen Fahrkartenkauf angeht.

Hallo Nikwys, ich kann Ihre Wünsche dahingehend sehr nachvollziehen und im Rahmen der Digitalisierung gibt es auch Bestrebungen, umfangreiche Anpassungen bei bisherigen/zukünftigen Vertriebsplattformen umzusetzen, damit der Verkauf ähnlich einer Sitzplatzreservierung abläuft. Die Buchung und Mitnahme eines Fahrrades ist auch eher saisonaler Natur. Die Umsetzung betrifft auch Plattformen, welche von anderen Eisenbahnen, Reisebüros und Vertriebsagenturen genutzt werden. Dies geschieht leider nicht von heute auf morgen und benötigt sehr viel Planungs-/Entwicklungs- und Umsetzungszeit. Seien Sie daher unbesorgt und haben Sie etwas Geduld.

In letzter Zeit können Sie auf bahn.de und über die App DB Navigator beobachten, dass bereits viele Neuerungen zum vereinfachten und mobilen Ticketkauf Einzug gefunden haben und der Funktionsumfang größer geworden ist.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Pflingstmontag. Viele Grüße /ch

Sparflieger
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@DB/ch

Dieses Thema habe ich schon seit mindestens drei Jahren "in Arbeit" mit dem Kundendialog, ist also wirklich nicht neu.

Verbesserungswürdig ist auch, dass immer die Aussga kommt, dass der Zug ausgebucht ist, wenn man kurzfristig bucht, dies hat mi Plattformen und digitaler Steuerung nun nichts zu tun.

@Nikwys

Ich habe beobachtet, dass von den ZuB auch Fahrradkarten im Zug verkauft werden.

Leo
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"Hinzu kommt, dass Sie sich ja Umsatz entgehen lassen, wenn Ihre Fahrradabteile leer bleiben, während Personen, die sich "kurzfristig" (d.h. 2 Tage bis 3 Minuten vor Abfahrt) entschließen würden, ihr Fahrrad zähneknirschend stehen lassen, da sie den Aufwand der Buchung scheuen oder gar keine Möglichkeit mehr haben."

Ich glaube, wer ein Auto hat, entscheidet sich da eher anders, und läßt sein Fahrrad NICHT zu Hause...

Anonym
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@DB/ch
Danke für die schnelle Antwort. Mir fehlen darin allerdings ein paar konkrete Erklärungen, wieso z.B. die Hotline offensichtlich freie Stellplätze nicht mehr veräußert oder wieso kein Verkauf eines Fahrradtickets durch das Zugpersonal erfolgt. Wenn ich mich bereits im Fahrradabteil mit freien Radplätzen befinde (was - saisonal - eigentlich immer der Fall ist), sehe ich da keinen Hinderungsgrund. Ich kann mich ja auch auf einen nicht gebuchten Sitzplatz setzen, wo ist da der Unterschied?

Sorgen mache ich mir übrigens keine, ich ärgere mich nur regelmäßig, bin enttäuscht vom scheinbar fehlenden Willen der DB und vermute, dass es nicht nur mir so geht. Die Vermutung von @Leo, welche Entscheidung potenzielle Kunden deshalb meist treffen werden, teile auch ich.