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Entschädigung möglich?

Ich hatte ein Ticket mit BC 25 von Hannover +City bis Darmstadt +City für Mo. 14.5. (ICE ab Hannover 21:26 nach Frankfurt, von dort weiter um 0:06 mit RB). Wegen eines Unwetters in der Nähe von Frankfurt war die Strecke Frankfurt-Darmstadt gesperrt, so dass keine Züge mehr fuhren. Einzig ein VIAS in den Odenwald (der fährt über Darmstadt), der mit über 40 min Verspätung in Frankfurt abfuhr, konnte noch erreicht werden (normalerweise wäre der schon lange vor der Ankunft meines ICEs abgefahren). Wegen der Streckensperrung fuhr der aber einen weiten Umweg (statt 20min benötigte der nun 60min nach Darmstadt) und kam dann ca 1:17 in Darmstadt an. Der gebuchte Ausgefallene RB wäre 0:24 angekommen. Zu der Zeit fährt in Darmstadt keine Straßenbahn mehr, so dass ich ein Taxi nehmen musste.

Wäre mein Ziel nur Darmstadt Hbf, würde ich vermutlich laut Fahrgastrechten keine Entschädigung und auch kein Taxi bezahlt bekommen. Denn die Verspätung in Darmstadt war nur 53 min.
Mein Ziel war aber Darmstadt-Eberstadt, bis dahin ging es aber nicht mehr weiter, auf der Strecke sind ja alle Züge ausgefallen, und selbst wenn nicht, fährt um die Zeit eh nichts mehr. Der Zielbahnhof Darmstadt-Eberstadt war also absolut unerreichbar. Insofern müsste also Entschädigung fällig sein und das Taxi erstattet werden.

Das mögliche Problem: bei der Buchung (Hin- und Rückfahrt auf einem Ticket) habe ich als Start Darmstadt Hbf angegeben, weil bei der Hinfahrt bei Startbahnhof Darmstadt-Eberstadt meine Wunschverbindung nicht angeboten wurde (kleiner Bug im System), und ich weiß, dass das Ticket selbst wegen der Gleichstellung der Bahnhöfe eh auf „Darmstadt“ ausgestellt wird und nicht auf „Darmstadt Hbf“. D.h. Ich darf sowieso von Eberstadt aus fahren.
Aber auf dem Reiseplan (das bei online-Tickets ja mit auf dem Ticket steht) steht nun Darmstadt Hbf als Start/Ziel. Das Ticket selbst ist für alle gleichgestellten Bahnhöfe gültig (dort steht also nur „Darmstadt“ als Start bzw. Ziel). Spielt der Reiseplan für die Entschädigung und Erstattung der Taxikosten eine Rolle, oder zählen nur die Angaben auf dem Ticket selbst? D.h. wird man die Erstattung verweigern, wenn ich als Ziel Darmstadt-Eberstadt angebe?

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kabo
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In einem sehr ähnlichen Fall hat das Servicecenter Fahrgastrechte die Erstattung der Taxikosten vom Hbf zum tariflich gleichgestellten Vorort zunächst verweigert mit der Begründung "Zielbahnhof der Fahrt war am Hbf bereits erreicht". (Auf dem Ticket stand als Ziel die Sammelbezeichnung "Großstadt" und im Reiseplan "Großstadt Hbf").

Erst auf schriftliche Beschwerde, dass das eigentliche Ziel der Reise nicht "Großstadt-Hbf" sondern "Großstadt-Vorort" gewesen wäre, dass die Fahrt mit einem Zug erfolgt wäre, und im Rahmen der tariflichen Gleichstellung auch vom vorhandenen (durchgehenden) Ticket abgedeckt war, wurden die Taxikosten von "Großstadt-Hbf" nach "Großstadt-Vorort" nachgezahlt.

Letztendlich habe ich also die Erstattung bekommen - war aber ärgerlicher Schreibkram. Deshalb achte ich jetzt verstärkt darauf, dass auch im Reiseplan der Vorort auftaucht, zu dem ich tatsächlich will.

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Danke für die Antworten. Ich werde wohl dem Fahrgastrechte-Formular noch einen Brief beilegen, im dem ich nochmals explizit darauf Hinweise, wohin und wie ich fahren wollte.