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Rückerstattung wegen falscher Ticketausstellung möglich?

Im November 2017 haben wir ein Zugticket gebucht und uns wurde eine Zugverbindung gebucht, die so nicht existiert. Es gab auf der letzten Strecke ein Schienenersatzverkehr, der zu dem Zeitpunkt der Buchung schon bekannt war und trotzdem wurde das Ticket so ausgestellt. Unabhängig davon hatte der ICE von HH-Altona Verspätung aufgrund von ärztlicher Behandlung im Zug und 2 weiteren Störungen (Signal und techn. Störung) so dass wir den Umstieg in Baden-Baden nicht erreichen konnten und wir deswegen anstelle Baden-Baden Freiburg gefahren sind und wir uns dort von unseren Angehörigen per Auto abholen lassen mussten, statt Ankunft in Donaueschingen. Das hatte 1. ein zeitlicher Mehraufwand und 2. zusätzliche Fahrkosten verursacht. Als Frau irgendwo in der Pampas zu stehen weil Anschlusszüge nicht erreicht werden können, ist kein Spaß.

Für den zeitlichen und fahrtechnischen Mehraufwand sollte es wohl eine Erstattung geben.
Fahrgäste waren 2 Frauen von Wyk auf Föhr (ab am 12.05.2018 um 9.35 Uhr über HH-Altona mit dem ICE um 14.07 Uhr über Baden-Baden nach Donaueschingen) in der 1. Klasse. Wagen 11 Platz 63 und 64.

Ich bitte um Klärung und Mitteilung.

Vielen Dank.

Birgit Futter

huepfer112
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Hallo huepfer112,
auch bei einem geplanten Schienenersatzverkehr werden natürlich weiterhin Fahrkarten für diese Strecke angeboten. Dieser ersetzt ja die Zugverbindung. Bei einer verspäteten Ankunft am Zielbahnhof (die Fahrzeitverlängerung durch den Schienenersatzverkehr zählt nicht dazu) werden Sie nach den Fahrgastrechten entschädigt (25% ab 60 Minuten verspäteter Ankunft, 50% ab 120 Minuten verspäteter Ankunft). Sie hätten nach Ihrem Anschlussverlust beziehungsweise generell ab einer zu erwartenden Verspätung von mehr als 20 Minuten (auch hier wird der Schienenersatzverkehr nicht berücksichtigt) am Zielbahnhof auch eine andere (schnellere) Verbindung wählen können. Bei einer zu erwartenden Verspätung von mehr als 60 Minuten am Zielbahnhof (auch hier wird der Schienenersatzverkehr nicht berücksichtigt) kann man von der Reise (auch unterwegs) zurücktreten. Die nicht genutzte Fahrtstrecke wird anteilsmäßig erstattet. Dies wäre hier eventuell gegeben. Wenn es an diesem Tag keine weitere Verbindung mehr nach Donaueschingen (liegt hier offenbar nicht vor) gegeben hätte, hätten Sie eventuell Anspruch auf ein Taxi oder eine Hotelübernachtung gehabt. Die Vorraussetzungen dafür und weitere Informationen zu den Fahrgastrechten finden Sie hier: https://www.fahrgastrechte.info/Wie-mache-ich-meine-Recht.... Private Fahrtkosten werden nicht erstattet. Bei weiteren Fragen bitte melden.

Hallo huepfer112,

soweit hat Ihnen Signal die Fahrgastrechte bereits erklärt. Nur einen Hinweis von mir, Sie können auch die Kosten für die private Abholung geltend machen. Das Servicecenter Fahrgastrechte prüft dann, ob ein Anspruch auf Erstattung besteht. /ma

franke22
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@ Signal:
in diesem Fall wohl nicht, aber grundsätzlich erkennt das SC FGR private Fahrten als "alternatives Verkehrsmittel" an (bzw auf dem Bescheid steht sowas wie "Hilfeleistung selbstbeschafft"). Mir wurden so schon zweimal die angesetzten Kosten von 0,30 EUR pro gefahrenen km (also hin und zurück) ersetzt.

Das waren Fälle, in denen der letzte Anschluss des Tages weg war und ansonsten eine Hotelübernachtung/Taxi angestanden hätte. Die private Fahrt war jedoch billiger wie Hotel oder Taxi, daher wurde es übernommen (laut Begründung im Bescheid).