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Gilt bei Schienenersatzverkehr mit Bus = Zugausfall = Zugbindung aufgehoben?

Auf meiner innerdeutschen Strecke wird demnächst auf einem Teilstück der Strecke nur Schienenersatzverkehr mit Bus angeboten.
Auf meinem Online-Ticket (Sparpreis Europa) fällt somit die gebuchte Zug-Verbindung aus. Zugausfall bedeutet streng genommen Verspätung = unendlich. Ist somit die Zugbindung für die gesamte Streck automatisch aufgehoben, so dass ich entsprechende längere Umwege fahren darf?
Hintergrund meiner Frage ist die Tatsache, dass ich eine Fahrt im hitzigen Bus nicht vertrage und mir diesen nicht zumuten möchte.

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Hallo Dani5,
da Ihre gebuchte Verbindung nicht mehr existiert ist die Zugbindung aufgehoben. Das heißt allerdings nicht, dass Sie jetzt sämtliche Umwege fahren können. Geben Sie bitte auf http://www.bahn.de die von Ihnen gebuchte Strecke ein und suchen Sie sich eine für Sie passende Verbindung heraus. Alle Verbindungen, die ohne weitere Eingaben (wie zum Beispiel Zwischenhalte) angezeigt werden, können Sie auf jeden Fall benutzen, da diese dann verkehrsübliche Wege sind.

Eine Rückfrage: Die Zugbindung für die gesamte Fahrkarte gilt somit auch dann als aufgehoben, wenn der Ersatzverkehr mit Bus auf dem Teilstück der Strecke durchgeführt wird, auf dem keine Zugbindung existierte (z.B. Nahverkehr-Vor- bzw. Nachlauf?

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Wenn der Abschnitt mit Fernverkehr und Zugbindung und der NV-Vor-/Nachlauf durchgehend als eine Fahrkarte gebucht wurde und der SEV zum Zeitpunkt der Buchung noch nicht bekannt war ist die Zugbindung aufgehoben. Es ist allerdings empfehlenswert die Aufhebung der Zugbindung von einem Reisezentrum oder einer DB Information bestätigen zu lassen, um eventuelle Rückfragen des Zugpersonals zu vermeiden.

Hallo Dani5, wichtig ist, wenn der Fahrplan nicht mehr wie gebucht angeboten wird, ist die Zugbindung automatisch aufgehoben. Daher überprüfen Sie Ihre Bahnverbindung erneut auf bahn.de. Wenn der Fernverkehrszug wie gehabt fährt, können Sie eventuell auf eine frühere SEV-Busverbindung ausweichen, damit Sie diesen Fernzug erreichen. /ch

Danke für die bisherigen Antworten!

Der gesamte Fahrtverlauf wurde als 1 durchgehende Fahrkarte (Sparpreis Europa) gebucht und der Schienenersatzverkehr mit Bus war damals auch nicht im Fahrplan bzw. der gewählten Reiseverbindung eingearbeitet.

Mein Ziel ist es nun, die jeweilige Teilstrecke mit Schienenersatzverkehr mit Bus im reinen Nahverkehr geschickt zu umfahren (längere Bahnstrecke) und/oder gar einen höherwertigeren Zug auch im Nahverkehr zu nutzen (jedoch gleiche Produktklasse wie im Fernverkehrsanteil), um im Zug und nicht im Bus sitzen zu müssen (ohne einen jeden Zeitgewinn).

Aufgrund der für die gesamte (!) Strecke aufgehobenen Zugbindung (wie in den Antworten dargelegt), kann ich somit jede verkehrsübliche Verbindung gemäß der Produktklasse der Fahrkarte (bei mir: IC/EC) auswählen.

Sollte ich etwas nicht verstanden haben, dann bitte um erneute Rückmeldung.

Danke und Gruß.

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Sollte dies einen Zeitgewinn ermöglichen: Sie dürfen auch höherwertige Züge (zum Beispiel ICE) nutzen, da auch die Beschränkung auf die Produktklasse B (IC/EC) aufgehoben ist.

Unter folgendem Link erfolgte von Seiten der Bahn nun eine genau gegenteilige Antwort:

https://community.bahn.de/questions/1603043-zugbindung-au...

Nämlich diejenige, dass diese Aufhebung der Zugbindung nur bei einem Ausfall der gebuchten Verbindung im Fernverkehrsanteil erfolgt (und nicht bei Bus-Ersatzverkehr im Nahverkehrsanteil).

Hallo Dani5, dies wurde ja in dem Beitrag schon beantwortet. Wir haben ja geschrieben: "die Aufhebung der Zugbindung gilt nur bei Fahrplanänderung im Fernverkehr. In diesem Fall wird die vorhandene Zugbindung vor der Fahrt im Reisezentrum aufgehoben.

Kommen Sie an Ihrem Zielbahnhof (laut Fahrkarte) mit einer zu erwartenden Verspätung ab 20 Minuten an, haben Sie laut den allgemeinen Fahrgastrechten die Möglichkeit, Ihre Reise zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt anzutreten. Hier finden Sie die Regelungen. /ka"

Wir haben mit dem Servicecenter Fahrgastrechte gesprochen. Einmal gibt es die Regelung, dass die Zugbindung aufgehoben wird, wenn die gebuchte Verbindung nicht mehr so existiert. Das heißt, wenn der Zug anders fährt oder eben gar nicht mehr eingesetzt wird. Auf den Fernvekehr besteht ja zudem nur eine Zugbindung, jedoch nicht auf den Nahverkehr. Dann gibt es noch die Möglichkeit "Weiterfahrt mit einem anderen Zug". Dies ist dann möglich, wenn eine voraussichtliche Verspätung von mehr als 20 Minuten am Ziel vorliegen würde. Dann wird die Zugbindung aufgehoben und man kann auch einen anderen Zug zum Ziel nehmen. Dies ist in Ihrem Fall ausschlaggebend. Ihre Verbindung hat sich ja in dem Grunde nicht geändert, weil die Fahrzeiten gleich bleiben. Es fällt auch kein Anschluss dadurch weg. Somit entfällt nicht komplett die Zugbindung und die Regelung mit der Weiterfahrt mit einem anderen Zug trifft hier leider auch nicht ein. /no