Frage beantwortet

Mitnahme von Hunden für alle fair gestalten

Liebes Bahn Team, ich bitte Sie höflichst, folgende Anregung bei sich intern zu diskutieren. Ich fahre seit Jahren gerne und in Zukunft sogar noch häufiger mit der Bahn, sehr viel lieber als mit dem Auto. Und das nicht nur aus ökologischen Gesichtspunkten.
Ich habe einen Hund (der ein wenig größer ist als eine Hauskatze), mit dem es auf der Fahrt nie Probleme oder Beschwerden gab und für den ich bisher immer brav ein Ticket gekauft habe. Jetzt bin ich stolze Inhaberin der BC 50 (bisher 25), doch gilt diese für meinen Hund nicht (obwohl er rein rechtlich als Sachgegenstand und zu meinem persönlichen Eigentum zählt). Warum lässt sich das nicht ändern?

Der Vergleich mit einem Kind ist natürlich nicht hinreichend und kommt daher, dass für Hunde so viel bezahlt werden muss, wie für ein Kind, das alleine reist. Bisherige Argumentationen seitens der Bahn sind:

  • der Hund ist nicht geschäftsfähig (unter 18jährige mit BC auch nicht, beim Hund ist es der/die mitfahrende BesitzerIn (bzw. BahncardinhaberIn) und
  • andere Fahrgäste haben Angst oder Allergien (dazu ein Vorschlag weiter unten) sowie
  • man wolle das Mitnehmen von Hunden nicht allzu attraktiv gestalten. Das finde ich nicht verständlich, es ist ja erlaubt, nur eben für wohlhabende KundInnen mit genügend Geld für die dann sehr teure Fahrkarte (zusammengenommen). Das ist Ausgrenzung!

Für alle, die das hier lesen und davon nicht in erster Linie betroffen sind, erhoffe ich Solidarität und Verständnis bzw. zumindest keine Hetze dagegen. Ich bitte um die Einsicht, dass sich nichts für andere Reisende ändern wird, wenn unten folgende Aspekte berücksichtigt werden.

Nun zahlt mein Hund manchmal mehr als ich (gerade bei Angeboten/Gutscheinen), das kann doch nicht sein? Ich bin derzeit in Ausbildung und pendle viel, bitte beziehen sie diese Anregung in Ihre Überlegungen mit ein, da es sich immerhin bei BC Kunden um Stammkunden handelt. Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass es mit den betreffenden Hunden keine Beschwerden oder etwaige Probleme gibt/ gab (bzw. ein Maulkorb getragen wird und keine Sitzplätze weggenommen werden).

Ich denke, dass die Bahn auch als privates Unternehmen eine gesellschaftliche und ökologische Verantwortung im heutigen Personenverkehr trägt. Sie könnten in eigenem Interesse die Schwelle zur Nutzung der Bahn für alle Mitglieder der Gesellschaft möglichst niedrig gestalten. Dazu zählen sowohl die HundebesitzerInnen als auch natürlich diejenigen, die nicht mit einem Tier im Abteil fahren wollen.

Könnte es nicht so ähnlich wie bei Fährrädern organisiert werden (für die man übrigens bei weitem weniger zahlen muss, obwohl sie offensichtlich mehr Platz im Zuverkehr einnehmen)?

>> Manche Wagons könnten doch explizit ohne einen Transport von Hunden bzw. Katzen gekennzeichnet werden (Stichwort Allergiker)?

>> die BC muss ebenso für das Eigentum der Reisenden gelten (sowie für die Koffer beispielsweise), wenn immerhin schon eine extra Fahrkarte gefordert wird

oder es sollte derselbe Preis/Konditionen wie bei Fahrrädern gelten!

Die bisherige Politik der Bahn zur Mitnahme von Hunden ist alles andere als kundenfreundlich und grenzt Menschen mit Haustier und geringerem Einkommen aus. Warum verzichten Sie, liebe Bahn, auf diese Möglichkeit?

Mit herzlichen und hoffnungsvollen Grüßen
Isabel B.

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Wenn man will, kann man, siehe SBB:

https://www.sbb.ch/de/abos-billette/billette-schweiz/hund...

Letzten Herbst spielte in der Rhätischen Bahn regelmäßig ein Reklamespot für das Büga (ein GA nur für Graubünden).

Verschiedene Leute stiegen in einen Zug ein, Kommentar :"Er häts, er häts.... und auch er häts"

Das war dann ein Hund, die in der Schweiz offenbar willkommen sind:

https://www.rhb.ch/de/ticket-abonnemente/tickets/hundeticket:

Andere Lösung in Norwegen: ein separater Bereich, bei längeren Zügen ein eigener Wagen für Tiere, meist Hunde - auch für Leute mit Interrail ohne Reservierung zu empfehlen...

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Weitere Antworten

Hallo Isabel,

uns ist bewusst, dass die Hundemitnahme immer wieder ein Thema ist. Auch hier in der Community wurde dieses Thema schon des öfteren angesprochen. Die Hundemitnahme ist und bleibt kein einfaches Thema. Neben Allergikern gibt es auch Menschen, die schlicht Angst vor Hunden haben. Da hilft auch kein Maulkorb oder die Beteuerung, dass der Hund ganz lieb ist. In erster Linie geht es um die Personenbeförderung. Für die Mitnahme von Hunden oder auch Katzen hat die Deutsche Bahn versucht, einen Kompromiss zu finden. /ti

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Wenn man will, kann man, siehe SBB:

https://www.sbb.ch/de/abos-billette/billette-schweiz/hund...

Letzten Herbst spielte in der Rhätischen Bahn regelmäßig ein Reklamespot für das Büga (ein GA nur für Graubünden).

Verschiedene Leute stiegen in einen Zug ein, Kommentar :"Er häts, er häts.... und auch er häts"

Das war dann ein Hund, die in der Schweiz offenbar willkommen sind:

https://www.rhb.ch/de/ticket-abonnemente/tickets/hundeticket:

Andere Lösung in Norwegen: ein separater Bereich, bei längeren Zügen ein eigener Wagen für Tiere, meist Hunde - auch für Leute mit Interrail ohne Reservierung zu empfehlen...

IsabelB
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Die Angst vorm Hund kann doch nicht ernsthaft als Argument angegeben werden? Hunde sind ja schließlich erlaubt, also macht das keinen Sinn. Den Schutz für AllergikerInnen ist im Übrigen überhaupt gar nicht mitgedacht, genauso wenig, wie ein faires Konzept für HundebesitzerInnen (wie viele Hunde sind bitte so groß wie eine Katze?!).

Die Bahn bildet ein Monopol, das als Unternehmen eine gesellschaftliche und ökologische Verantwortung trägt!

Es ist ja nicht so, als ob man sich aussuchen könnte, wie man in Deutschland per Zug reisen will. Ich bin, wie viele, angewiesen auf die Bahn und möchte mich mit Ihrer Antwort nicht einfach abspeisen lassen. Vielleicht gibt es ja KollegInnen mit logischeren Argumenten?

Hallo IsabelB,

der Sinn dieser Community ist es, dass Kunden der DB Fragen stellen und andere Kunden, die Ähnliches erlebt haben oder ein gleichartiges Problem gelöst haben, ihnen darauf antworten. Natürlich sind wir auch mit von der Partie und helfen bei kniffligen Problemstellungen. Wir können Ihnen hier jedoch keine grundlegenden Stellungnahmen zu unternehmerischen Entscheidungen der Deutschen Bahn geben. Dazu wenden Sie sich bitte an unseren Kundendialog. /da

Ich sehe das ganz genauso. Wenn man schon für den Hund Zahlen muss und er für die Bahn eine Person ist und keine Sache, dann sollte man auch die Möglichkeit bekommen z.B. die Bahncard für den Hund zu benutzen.
In Nordrhein-Westfalen geht es doch auch? Da fahren Hunde im Nahverkehr kostenlos! Warum kann man das nicht allgemein übernehmen?
Ich kann ja verstehen dass man etwas zahlen muss, muss man ja für Fahrräder auch ( was aber viel weniger ist als für einen Hund, der rechtlich genauso als Sache gilt wie das Fahrrad) aber Leute die nicht so viel verdienen oder Studenten müssen die Möglichkeit bekommen, ihren Hund zu fairen Preisen mit zu nehmen!
Ich zahle momentan für die Strecke von Osnabrück nach Oldenburg über 30 Euro. Da fahre ich lieber mit dem Auto. So wird die Bahn niemals wettbewerbsfähig!