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Einreise aus dem Ausland - Bordpreis auf DB-Ticket ab Grenze?

Wenn ich im Ausland einen Fahrschein zum Tarif des lokalen Beförderers zu einem Grenztarifpunkt der DB, z.B. Schoena (Gr), erwerbe und mit diesem in einem Zug der DB Fernverkehr einreise, wird für den Anschlussfahrschein (Flexpreis IC/EC bzw. ICE mit BC) der Bordpreis fällig? Gibt es dazu eine passende Stelle im Tarif?

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Hallo R2A,

ich habe nun eine Antwort, die Sie bestimmt freuen dürfte.

In Ihrem Beispiel kommen Sie mit einem internationalen Zug über die deutsche Grenze und möchten ab dem tariflichen Grenzpunkt (hier Schöna Gr) eine Fahrkarte zum Zielbahnhof in Deutschland erwerben. Es geht also um eine Fahrkarte des deutschen Binnenverkehrs, für den ausschließlich die BB Personenverkehr anwendbar sind. Sie kombinieren hier also zwei Binnentarife.

Ein Grenztarifpunkt ist in der Regel kein tatsächlicher Bahnhof. Es hält dort nie ein Zug in den man einsteigen könnte. Es gibt dort keine Möglichkeit des Fahrkartenerwerbs. Im Vorverkauf könnten Fahrkarten ab solchen virtuellen Tarifpunkten lediglich im personalbedienten Verkauf erworben werden. Online oder am Automaten geht es nicht, da diese Vertriebswege nur fahrplanbasiert verkaufen und an virtuellen Grenzpunkten eben kein Zug fahrplanmäßig hält.

Daher erhebt die DB ab solchen Grenzpunkten lediglich den Flexpreis inklusive gegebenenfalls vorhandener BC-Ermäßigung, ohne den  Aufschlag.

Herleitung:

Gemäß Nr. 1.1 der BB Personenverkehr sind diese anwendbar für alle Fahrten ab/nach Tarifpunkten gemäß Teil 3 des Entfernungszeigers (Streckenentfernungszeiger, Tfv 603). Der Tarifpunkt Schöna (Gr) ist Bestandteil des TfV 603, Streckentafel 241.1. Die BB Personenverkehr sind zu Fahrten zwischen Schöna (Gr) und anderen Tarifpunkten in Deutschland anwendbar.

Gemäß Nr 3.8.2 BB Personenverkehr ist geregelt, wann beim Fahrkartenverkauf im Zug auf den Aufschlag verzichtet wird (am Fahrtantritt kein Fahrkartenschalter geöffnet, kein Automat mit Bargeldannahme vorhanden). An den fiktiven Grenzpunkten sind diese Bedingungen grundsätzlich immer erfüllt, da es dort nie Fahrkartenschalter oder Automaten gibt.

Anwendbar ist auch die Nr. 2.2 der BB Personenverkehr, wenn Sie (wie hier schon geschildert) im Ausland die Fahrkarte zu seinem tatsächlichen Zielbahnhof gar nicht erwerben können, weil dieser z. B. nicht in den internationalen Tarif einbezogen ist. Sie haben dann ja sozusagen eine "Antrittsfahrkarte" in Richtung auf Ihren tatsächlichen Zielort, die dann im Zug honoriert angerechnet wird. Daher wird auf den Aufschlag verzichtet.

So ist es auch im entsprechenden Modul des Leitfadens für Zub/KiN für die Zugpersonale angewiesen.

Viele Grüße /ti

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Weitere Antworten

Hallo R2A,

auf die Erhebung des Bordpreises wird verzichtet, wenn der Reisende den Flexpreis sofort bezahlt und er unaufgefordert meldet, dass

  • bei Reiseantritt am Abgangsbahnhof weder ein Fahrkartenschalter geöffnet oder vorhanden war, noch ein zur Annahme von Bargeld geeigneter Fahrkartenautomat betriebsbereit war
    • der Vordruck „Hinweis zum Fahrkartenkauf im Zug" vorgelegt wird
      • es sich um schwerbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 handelt, die bei Antritt der Reise nicht mit einer Fahrkarte versehen sind
        • eine Übergangsfahrkarte für die 1. Klasse erworben wird
          • ein Produktübergang erworben wird. /tr

Leo
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Die Frage ist damit aber nicht beantwortet und erinnert mich an einen Textbaustein der Fahhrpreisnacherhebungsstelle: "Unsere Forderung bestand zu Recht, da der am Einstiegsbahnhof Neapel bereistsehende DB-Fahrkartenautomat nicht genutzt wurde."

Gerade ab Tschechien gibt es oft günstige durchgehende Fahrkarten, zumindest Online:

https://www.cd.cz/typy-jizdenek/mezinarodni-jizdenky/-28642/

(Am Schalter könnte der Kauf an Sprachproblemen scheitern...)

Leo
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"Wenn ich im Ausland einen Fahrschein zum Tarif des lokalen Beförderers zu einem Grenztarifpunkt der DB, z.B. Schoena (Gr), erwerbe und mit diesem in einem Zug der DB Fernverkehr einreise, wird für den Anschlussfahrschein (Flexpreis IC/EC bzw. ICE mit BC) der Bordpreis fällig?"

Es gibt im Ausland keine Möglichkeit, eine Karte nach BB zu erwerben, nur zum meist teuren TVV/SCIC-Preid und auch das nur an größeren Bahnhöfen.

Kaufen auf Vorrat scheidet aus, wenn man nicht genau weiß, ob man mit dem ersten Nachtzug am Montag morgen oder dem letzten Tagzug am Sonntag Abend reist, bei meinem Fall von 99Tkm ab Grenze. Damals waren in Italien auch gar keine Karten ab Kufstein nach München erhältlich, sondern höchstens ab Brenner.

Nach ewigem Hin- und Her hieß es, die Forderung bestünde zwar wegen des DB-Automaten am Einstiegsbahnhof Neapel zu Recht, würde aber aus Kulanz auf den Flexpreis ohne Bordpreiszuschlag reduziert.

Danach kam dann natürlich wieder vermehrt Freude am Autofahren auf.

Der Vorfall war zwar Kurz nach Einführung des Bordzuschlags, aber solch ein Sonderfall ist wohl immer noch nicht in den Paragrafen vorgesehen.

Hallo Leo,

wenn Sie in Zügen des Fernverkehrs eine Fahrkarte kaufen, wird der Bordpreis nicht verlangt, wenn einer der bereits oben genannten Punkte erfüllt ist. Ansonsten wird ein Bordpreis erhoben. Und die Frage war, wie hier die Fahrkarte in einem Fernzug zu erwerben ist. /tr

R2A
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Und wie ist die Antwort nun?
Interessiert wirklich, da das Zugpersonal hier selbst uneinig ist - mal wird mit, mal ohne Bordpreis abgefertigt.

Oder ist der Fall zu unterscheiden:
a) Fahrtbegin in z.B. Praha-Holesovice, wo es nur nationalen Schaltet gibt -> kein Bordpreis
b) Fahrtbeginn in Usti n/L hl.n. dort gibt es internationalen Schalter -> Bordpreis

Nur woher soll das Zugbegleitpersonal wissen ...

Also wenn eine der oben genannten Punkte erfüllt wird, dann wird kein Bordpreis erhoben. Daher wäre der Punkt "bei Reiseantritt am Abgangsbahnhof weder ein Fahrkartenschalter geöffnet oder vorhanden war, noch ein zur Annahme von Bargeld geeigneter Fahrkartenautomat betriebsbereit war " wohl erst einmal ausschlaggebend. Also ist das Beispiel schon nicht schlecht. Wenn Sie vor Ort kein Ticket für die komplette Fahrt kaufen können, sondern nur bis zur Grenze, dann entfällt der Bordpreis. Wenn jedoch ein Ticket für die komplette Strecke erhältlich ist, also mit Grenzübergang und man dennoch nur bis zur Grenze kauft und den zweiten Teil im Zug löst, dann wird der Bordpreis mitberechnet. /no

R2A
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Okay. Soweit verstanden. Gibt es dazu was im Tarif?

Da kommt mir gleich ein ergänzendes Beispiel: Zielbahnhof ist nur Tarifpunkt gemäß BB Personenverkehr und nicht im SCIC-NRT (z.B. Muldenhütten). Damit wäre eine durchgehende Abfertigung ebenfalls nicht möglich.

Oder noch spezieller: Zielbahnhof ist Station gemäß DB-NE-Anstoßtarif, z.B. Stollberg, Schlachthofstraße.

Wie sind diese Fälle zu werten?

In den AGB gibt es diese Info zum Bordpreis

Jetzt kann ich Ihnen nicht so ganz folgen. Geht es Ihnen um innerdeutsche Verbindungen und wie es da geregelt ist, oder verstehe ich es falsch? /no

R2A
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Es geht wie oben geschrieben um die Einreise über Schoena(Gr) im EC mit einem Binnenfahrschein nach Tarif TR-10 der ČD nach Schöna Gr. und dem Wunsch im Zug einen flexiblen Flexpreis nach BB Personenverkehr zur Weiterfahrt zu einem Tarifpunkt:
a) der in BB Personenverkehr und SCIC-NRT
b) nur in den BB Personenverkehr, nicht im SCIC-NRT
c) der nur um Anstoßtarif DB-NE
vorhanden ist und die Frage in welchen Fällen die Fahrkarte ab Schoena(Gr) mit oder ohne Bordpreis ausgegeben wird.
Zum Thema hängt vom Abgangsbahnhof ab hat Ihr Kollege bereits eine Antwort gegeben.

Ich glaube, Sie denken da zu kompliziert, denn ausschlaggebend sind letztendlich die oben genannten Punkte, wann ein Ticketverkauf mit Bordpreis entfällt. Beim Übergang mit dem Zug ist es, wie Sie selbst auch sagen, in gewisser Weise abhängig vom Abfahrtsbahnhof. Das Ziel ist doch in dem Fall irrelevant.
Ich versuche es anders. Wenn der Grenzübergang verkauft werden kann und man aber nur bis zur Grenze das Ticket bucht und im EC dann das Ticket für die Weiterfahrt mit diesem Zug bucht, dann wird auch das Ticket mit Bordpreis ausgestellt. Mehr ist es letztendlich auch nicht. Der Verkauf im Zug ist ja keine Verkaufsstelle in dem Sinne, wie es zum Beispiel ein Reisezentrum ist. In erster Linie soll man ja die Reisezentren, Automaten, Apps/bahn.de für den Fahrkartenkauf nutzen. Als Ausnahme werden eben aber auch noch Tickets im Fernverkehr verkauft, da es aber nur eine Art Sonderverkauf ist, wird hier der Bordpreis erhoben. Ausnahmen sind die oben genannten Gründe oder eben, wenn das Ticket nicht vor Ort durchgängig erstellt werden konnte und man gezwungen ist, im Zug das Ticket zu kaufen. In diesem Fall erfolgt dann der Verkauf ohne Bordpreis, denn für den Kunden gab es ja keine andere Möglichkeit, das Ticket durchgängig zu erwerben. Daher ist es abhängig vom Abfahrtsbahnhof, wenn man es so betrachten möchte.
Ich hoffe, ich habe es verständlich und ausführlich geschildert. /no

R2A
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Es ist sehr wohl auch vom Zielbahnhof abhängig, ob eine durchgehende Fahrkarte möglich ist: Zielbahnhof muss im SCIC-NRT vorhanden sein und es muss eine für den Reiseweg enstprechende Serie oder ggf. mehrere Serien vorhanden sein.

Ihr Hinweis zum Vorverkauf per App, Internet ist ja gut gemeint, nur haben Sie über diese Vertriebswege schon einmal Fahrscheine ab einem Grenztarifpunkt erhalten?

Wenn ich die gesamte Diskussion nochmal zusammenfassen darf, gibt es zwei Fälle:
a) Durchgehende Abfertigung zum entgültigen Zielbahnhof (z.B. Chemnitz Hbf) am Abfahrtsbahnhof (Usti n/L hl.n.) möglich, es wird aber nur ein Ticket bis Schöna Gr. gekauft und der Rest im Zug - Bordpreis für Ticket ab Schoena(Gr),
b) am Abfahrtsbahnhof ist keine durchgängige Abfertigung möglich, z.B. Usti n/L hl.n. - Muldenhütten (Ziel im SCIC-NRT nicht vorhanden) bzw. Praha-Holesovice - Chemnitz Hbf (kein internationaler Schalter am Abfahrtsbahnhof) - Ticket bis Schöna Gr. wird erworben, Fahrkarte im Zug ab Schoena(Gr) ohne Bordpreis.

Da stellt sich mit nur die Frage wie das Zugpersonal das beherrschen soll.

Nein, mit dem Ziel hat es nichts zu tun. Die wichtigen Punkte habe ich Ihnen bereits erklärt. Ob Sie vor Ort im Ausland auch ein Ticket zu einem Bahnhof kaufen können, der zum Beispiel mit einem RE oder einer S-Bahn angefahren wird, spielt keine Rolle. Der Grenzübergang findet mit dem EC statt und hier ist es wichtig, konnte ein Ticket für die Fahrt komplett ausgestellt werden oder eben nicht.
Was Sie aber zum Beispiel über den DB Navigator buchen können, wäre ein Sparpreis Europa. Dieses Ticket gibt es auch als Handy-Ticket. Somit hätten Sie ein Ticket für die komplette Strecke, auch wenn es vor Ort zum Beispiel nicht gekauft werden kann. /no

Leo
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Was ist in folgenden Fällen:

1. Der Bahnhof ist zwar ein SCIC-Tarifpunkt, aber trotzdem kann man z.B. in Österreich (zumindest onine) keine Fahrkarte nach Holzkirchen kaufen.

2. Ich habe eine längst vorhandene Zeitkarte für den österreichischen Streckenanteil, z.B. Interrail, Österreichcard,…. Dann kaufe ich doch keine Fahrkarte ab Wien und zahle bis Salzburg doppelt!

3. Der Grenzpunkt ist kein Bahnhof, z.B. Aachen Süd(Gr), Mittenwald(Gr): Hier gibt es weder online noch in der App nationale Fahrkarten! Wer spontan reist, kann im Vorverkauf keine Karte kaufen, die sowohl am Sonntag abennd, als auch am Montag morgen gilt bei weiniger als 100Tkm!

4. Der im Ausland evtl. am Schalter kaufbare SCIC_Fahrpreis ist deutlich höher als gemäß BB für die selbe Strecke!

Wenn die DB hier weiterhin stur bleibt, braucht sie sich nicht zu wundern, wenn immer mehr Leute auf das Auto ausweichen (zumindest bis z.B. Kufstein, wo Bahnkunden kostenlos parken können)...

In diesem Spezialfall würde ich evtl. hierauf ausweichen:

https://www.prag-entdecken.de/bahnberlin-prag-10er-ticket...

https://www.bahn.de/p/view/angebot/sparpreis-europa/tsche...

Lieber Leo, es wurden in diesem Beitrag alle Punkte genannt, wann in einem Fernzug der DB auf den Bordpreis verzichtet wird. Ansonsten wird der Bordpreis erhoben. Weitere Antworten würden Sich von uns nur noch wiederholen und ich bitte Sie auch um Verständnis. /ch

R2A
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Ich habe es nun wieder nicht verstanden. Wenn eine mögliche durchgängige Abfertigung die Entscheidungsgrundlage ist, dann kommt es auf Start und auf Zielbahnhof an. Beim Start, ob dort international abgefertigt werden kann, beim Ziel ob es im SCIC-NRT überhaupt vorhanden ist.

An Hand dieser Diskussion merke ich, dass der Tarif hier anscheinend so und so ausgelegt werden kann. Wäre prima wenn man deb Punkt "Bordpreis bei Einreise aus dem Ausland" einfach mal klar regelt.
Zu den Tariftips: 10er-Ticket bringt nicht viel, wenn Vor-/Nachlauf zum EC dazukommt.

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"Was Sie aber zum Beispiel über den DB Navigator buchen können, wäre ein Sparpreis Europa. Dieses Ticket gibt es auch als Handy-Ticket. Somit hätten Sie ein Ticket für die komplette Strecke, auch wenn es vor Ort zum Beispiel nicht gekauft werden kann. /no"
Das ist klar, darum geht es nicht, da nicht bei jeder Reise kann oder will am sich festlegen. Außerdem sind nicht alle ČD Bahnhofe im SCIC-NRT.

Hallo R2A,

ich habe nun eine Antwort, die Sie bestimmt freuen dürfte.

In Ihrem Beispiel kommen Sie mit einem internationalen Zug über die deutsche Grenze und möchten ab dem tariflichen Grenzpunkt (hier Schöna Gr) eine Fahrkarte zum Zielbahnhof in Deutschland erwerben. Es geht also um eine Fahrkarte des deutschen Binnenverkehrs, für den ausschließlich die BB Personenverkehr anwendbar sind. Sie kombinieren hier also zwei Binnentarife.

Ein Grenztarifpunkt ist in der Regel kein tatsächlicher Bahnhof. Es hält dort nie ein Zug in den man einsteigen könnte. Es gibt dort keine Möglichkeit des Fahrkartenerwerbs. Im Vorverkauf könnten Fahrkarten ab solchen virtuellen Tarifpunkten lediglich im personalbedienten Verkauf erworben werden. Online oder am Automaten geht es nicht, da diese Vertriebswege nur fahrplanbasiert verkaufen und an virtuellen Grenzpunkten eben kein Zug fahrplanmäßig hält.

Daher erhebt die DB ab solchen Grenzpunkten lediglich den Flexpreis inklusive gegebenenfalls vorhandener BC-Ermäßigung, ohne den  Aufschlag.

Herleitung:

Gemäß Nr. 1.1 der BB Personenverkehr sind diese anwendbar für alle Fahrten ab/nach Tarifpunkten gemäß Teil 3 des Entfernungszeigers (Streckenentfernungszeiger, Tfv 603). Der Tarifpunkt Schöna (Gr) ist Bestandteil des TfV 603, Streckentafel 241.1. Die BB Personenverkehr sind zu Fahrten zwischen Schöna (Gr) und anderen Tarifpunkten in Deutschland anwendbar.

Gemäß Nr 3.8.2 BB Personenverkehr ist geregelt, wann beim Fahrkartenverkauf im Zug auf den Aufschlag verzichtet wird (am Fahrtantritt kein Fahrkartenschalter geöffnet, kein Automat mit Bargeldannahme vorhanden). An den fiktiven Grenzpunkten sind diese Bedingungen grundsätzlich immer erfüllt, da es dort nie Fahrkartenschalter oder Automaten gibt.

Anwendbar ist auch die Nr. 2.2 der BB Personenverkehr, wenn Sie (wie hier schon geschildert) im Ausland die Fahrkarte zu seinem tatsächlichen Zielbahnhof gar nicht erwerben können, weil dieser z. B. nicht in den internationalen Tarif einbezogen ist. Sie haben dann ja sozusagen eine "Antrittsfahrkarte" in Richtung auf Ihren tatsächlichen Zielort, die dann im Zug honoriert angerechnet wird. Daher wird auf den Aufschlag verzichtet.

So ist es auch im entsprechenden Modul des Leitfadens für Zub/KiN für die Zugpersonale angewiesen.

Viele Grüße /ti