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ICE Verspätung, weil kein Lokführer da ist

Neues von dem tollsten Unternehmen der Welt, der DB!!!

Auf der Fahrt mit dem ICE 1681 am 28.03.2018 konnte die Fahrt in Kassel-Wilhelmshöhe nicht pünktlich fortgesetzt werden, weil - man halte sich fest - kein Lokführer zu gegen war. Für die Zugführerin ein völlig normaler Zustand. Sie zog den Vergleich zum LKW-Verkehr. Auch dort bräuchten die Fahrer Ruhezeiten...Ich erklärte ihr dann, dass der ICE kein LKW ist und Menschen viel Geld für eine Fahrtkarte zahlen, die in Verbindung mit einer gewissen Dienstleistung stünde, die man Beförderung nennt.
Die Verspätung betrug dann ab Abfahrt 25 Minuten. Für viele Fahrgäste natürlich wieder kein Problem, weil sie keine Anschlusszüge zu befürchten haben. Andere Fahrgäste, wie ich, kommen wegen dieser großartigen - schon vieles bei der DB erlebt - Verspätungsgründe im Abend nicht mehr am gewünschten Ziel an.
Es ist so unfassbar, was sich dieses Unternehmen herausnimmt...Die kleinen Details, wie falsche Wagenreihung, fehlende Reservierungen (wie immer), kein Service über Anschlüsse etc. etc., führe ich hier nicht weiter aus.
Allen Reisenden wünsche ich viel Glück und die Möglichkeit Ihre Wut nach Berlin zu tragen. Diese Zustände sind nicht haltbar.

EisenbahnfürdenMenschen
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Das ist nichts Neues.
Ich hab auch schon im IC in Bremen auf einen Lokführer gewartet. Und in einem (bereits stark verspäteten) IC gesessen, der in Mainz wg. Ruhezeiten dann nochmal eine Pause einlegen musste.

Andererseits: nein, der ICE ist kein LKW. Er befördert in der Regel ein paar hundert Menschen. Und da ist es mir dann doch lieber, wenn der Lokführer nicht übermüdet irgendwelche Signale übersieht.

Bertosch
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Ihnen wünsche ich dass das tolle Unternehmen DB das nächste Mal einen übermüdeten Lokführer einsetzt der Sie dann nicht sicher an Ziel bringt.

Man, denken Sie doch mal weiter.....

Glücklicherweise sieht der Gesetzgeber in Berlin es anders. Dort hat man schon vor längerer Zeit erkannt, dass jeder Mensch essen, trinken und ruhen muss und den Arbeitsschutz sowie die Ruhezeiten im Gesetz verankert. Ich hoffe, dass kein Wutbürger dies jemals ändern wird.

DB
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Hallo EisenbahnfürdenMenschen,

gerade die Maßnahme, dass der Lokführer eine Pause machen muss, kommt doch den Menschen zugute. Natürlich ist eine Verspätung ärgerlich und man kann sicher schauen, wie man solche Situationen zukünftig vermeidet. Aber niemand möchte hier Menschenleben gefährden. Der ICE ist kein Lkw, korrekt. Er transportiert Menschen statt Güter. Diese gilt es doch aber umso mehr zu schützen. Die Beförderung findet ja statt. Zudem ist die Beförderung von Gütern auch nicht kostenfrei. /ti

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Auf welchem irrationalen und unterirdischen Niveau argumentieren Sie denn bitte schön alle hier??? Niemand wünscht sich übermüdete Lokführer und Zugführer. Niemand. Anhand Ihrer (Blender28, Bertosch, Benutzerin, DB) einfältigen und implizierenden Argumentationsweise zeigt sich doch das Problem:

Menschen bezahlen für eine Dienstleistung, die Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie eine Beförderung beinhaltet, viel Geld. Sie planen gemäß der angegebenen Beföderungszeiten. Hierauf sollte man sich verlassen können. Die DB ist verpflichtet aureichend (ausgeschlafenes) Personal zu beschäftigen, um Ihre Dienstleistung einzuhalten. Diesem Standard ist die DB im beschriebenen Fall nicht nachgekommen.

Ich kann doch keine ICE-Fahrt mit minutengenauer Ankunftszeit angeben und dann nicht über ausreichendes Personal verfügen?! Das wäre so, als wenn ich einen Catering-Service für eine Hochzeitsfeier anbiete und mich dann eine Stunde verspäte, weil der Koch nicht da war. Dann muss ich halt zwei Köche beschäftigen und sicherstellen, dass einer von beiden auch ausgeschlafen ist. Der Andere verlässt sich auf meine vertraglichen Angaben. Die DB ist auch in Ihren AGBs teils (natürlich personenabhängig) mehr als genau. Gleiches Recht für alle!

Die DB muss dann - sofern sie ihre Dienstleistung nicht einhalten kann - mehr Geld in das Personal und die Arbeitsbedingungen investieren! Ich verstehe nicht, wie die Kommentatoren hier die Dinge von den Füßen auf den Kopf gestellt haben und der DB hier noch soziale Kompetenz attestieren. Es gilt den Sachverhalt wieder vom Kopf auf die Füße zu bringen: Ausreichend Lokführer und Personal nach transparenten Tarifen und Arbeitsstunden zu beschäftigen sollte hinsichtlich unserer Rechtsstaatlichkeit ein Standard sein, der einzuhalten ist. Fahrgäste in der Nacht stranden zu lassen, Unbeteiligte dadurch zu involvieren (wer holt wen ab, wann kommt man an, wie verschieben sich dadurch Termine, kann man noch im Hotel einchecken etc. etc.), das geht gar nicht.

Wenn der "Blender28" von Wutbürgern und Arbeitsschutz spricht, dann zeigt sich welches geistiges Kind er ist. Er hat überhaupt nicht verstanden, dass es in dieser Kritik nur darum geht, dass die DB Ihre Pflicht als Dienstleister erfüllen muss. Ein bißchen weniger Ideologie und mehr gesunder Menschenverstand wären schon wünschenswert. Ich finde es nicht normal, dass ein deutscher Hochgeschwindigkeitszug, der Großstädte miteinander verbindet, mitten im Streckenverlauf eine halbe Stunde auf einen Lokführer warten muss. Solche Lokführerwechsel waren immer normal und reibungslos organisiert.

Was läuft hier nur alles falsch. Wie kann man nur solche unmöglichen Verhältnisse als "Normalitäten" hinnehmen?!

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Dank Ihrer uneinfältigen Überlegenheit können Sie der DB sicher bei der Rekrutierung von (z.B.) Lokführern unschätzbare Dienste leisten. Vielleicht kennen Sie ja die Bäume, auf denen man die fertig ausgebildeten Mitarbeiter ernten kann?
Die Bahn hat Personalprobleme und ja, die sind zum Teil auch 'hausgemacht'. Andererseits lässt sich nicht jeder Personalmangel kurz- oder mittelfristig beheben. Wenn dann z.B. eine Grippewelle die ohnehin dünne Personaldecke nochmal ausdünnt, dann passiert sowas halt.
Und auch wenn es Ihnen nicht passt: bei den 'vorhandenen' Mitarbeitern hat sich auch die Bahn an Arbeitsschutz-Bedingungen zu halten.

Geistiges Kind: "Substantiv, Neutrum - Kind, dessen außergewöhnliche geistige, künstlerische Fähigkeiten ein Wunder darstellen." (http://www.Duden.de) Vielen Dank für dieses sehr nette Kompliment.

Bertosch
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EisenbahnfürdenMenschen,

an Ihrer Antwort scheinen Sie wohl mehrere Monate gefeilt zu haben, wenn Sie sich raus nehmen hier alle als einfältig bezeichnen zu können.

Menschen wie Sie, sind genau der Grund warum immer mehr Unternehmen Deutschland den Rücken zu drehen. Geiz ist Geil Mentalität aber nur günstige Preise zahlen wollen!

Gerne könne Sie aber als Consultant der DB mit Rat und Tat zur Seite stehen, natürlich kostenfrei als verantwortungsbewusster Bürger.

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@Bertosch Mittlerweile vermute ich, dass Sie allesamt bei der DB arbeiten. Anders kann ich mir das nicht erklären! Sie unterstellen mir eine "Geiz ist Geil"-Mentalität wo die Faktenlage der Preise der DB eine ganz andere ist:

Bucht man nicht Monate im Voraus, sondern fährt relativ spontan (spontane Mobilität war mal das A und O Aushängeschild der Eisenbahn und ist es in anderen Ländern immer noch), dann bezahlt man deutlich mehr als wenn man alleine mit seinem eigenen PKW die Strecke fahren würde. Das finden Sie normal??? Ich weiß ja nicht...Wahrscheinlich finden Sie auch die Privatisierung und neoliberale Politik der letzten 20 Jahre vernünftig und sozial.

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@Blender28 Ja, Kinder sind hinsichtlich ihrer vorurteilsfreien und phantasiereichen, neugierigen Haltung einfach für uns ein Vorbild! Besonders, weil sie häufig nicht so ideologisch denken und urteilen!

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@Benutzerin...ich wette, dass Sie bei der DB arbeiten...deutlicher geht es nicht. Welch Wunder: Sie gestehen ein, dass die DB eine "hausgemachte" Personalproblematik besitzt! Dies zu kritisieren, war mein Anliegen. Sie alle versuchen diese Kritik zu kaschieren und mit haltlosen Unterstellungen das "soziale Denken" im Sinne der neolibaren Politik der DB auf deren Seite zu ziehen.

Klar kann ich der DB helfen: Faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen, langfristige Verträge, Aufheben der Privatisierung, Rückverstaatlichung, Wiedereinführung des Beamtenstatus etc...ich glaube, dann hätte man in der heutigen Zeit wenig Probleme mit willigem Personal.

Die Zustände bei der DB sind unhaltbar für alle Beteiligten. Für die Fahrgäste wie für das Personal. Beispielsweise vor dem Hintergrund der Fußballspiele. Noch letztens hatte eine Zugführerin vor uns ihren ganzen Frust und Angst geklagt. Was diese Frau geschildert hat, war so heftig. Mir fehlen dafür einfach die Worte.

Ich verstehe nicht, was Sie diese Politik noch verteigigen lässt? Seien Sie ehrlich, Sie arbeiten für dieses Unternehmen, oder etwa nicht?!

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@EisenbahnfürdenMenschen
Ganz ehrlich: nein.
Ich verbringe lediglich als Kundin sehr viel Zeit in (Fern-)Zügen und ehrenamtlich auf dem Bahnhof.
Und der ein oder andere Bahnmitarbeiter, der hier mitpostet, findet mich alles andere als 'bahnfreundlich'.

Was Sie hier abliefern, ist leider ziemlich allgemeines "Blabla" über 'das große Ganze', das die konkret vorhandenen Probleme leider auch nicht löst. Und schon gar nicht kurz- oder mittelfristig.

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@Benutzerin dann müssen Sie anscheinend stets vom Glück begünstigt gewesen sein...Das freut mich! Ehrlich! Was ich in den letzten zehn Jahren mit der DB erlebt habe, geht auf keine Kuhhaut mehr. Nicht nur, dass Fahrgäste teils systematisch aufgrund instransparenter Preis- und Bahntickets (Fahrkartenautomaten) kriminalisiert werden, sondern, dass auch so gut wie keinen Service in Problemfällen gibt. In 70% meiner Fahrten mit dem Fernverkehr wurden die entscheidenen Anschluss-Züge erst einfach gar nicht in den Durchsagen thematisiert. Man muss darum betteln, dass Züge vorgemerkt werden.

Was Sie für "Bla bla" halten, ist für andere konkret. Wenn sich genüg Menschen empören würden, dann könnte man schnell was ändern. Leute wie Sie, die das Ganze irgendwie doch stabilisieren, legitimieren und kritische Stimmen ersticken wollen, machen sich zu Steigbügelhaltern der neoliberalen Gewinnpolitik der DB. Ihr Ehrenamt hingegen ehrt Sie.

Die DB-Mitarbeiter geben beispeilsweise häufig die Kritik der Fahrgäste nach oben auch nicht weiter. Alle haben Angst. Die Matrix des Angepasstseins hat sich schon derartig etabliert, dass einstige Selbstverständlichkeiten völlig aufgeweicht sind.

An Bahnhöfen mit Shoppinghalls sucht man teils Sitzmöglichkeiten vergeblich. Das ist so asozial und widerlich. Mich ekelt es dermaßen an. Alte und Kranke, Eltern mit Kindern...der Mensch hat das Recht auf eine Sitzmöglichkeit am Bahnhof. Zehn Sitzplätze pro Bahnsteig für gefühlte 200 Menschen (Hannover, Hamm (Westf.), Köln etc.)...es ist nicht hinnehmbar! Warum bleibt die große Empörung aus? Genügend Sitzbänke zu schaffen ist eine Selbstverständlichkeit, eine völlige Normalität. Heute ist sie das nicht mehr.

Aber das ist ja jetzt wieder "Bla bla"...