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Warum wird Beförderungsbedingung 6.1 nie durchgesetzt?

Ich fahre regelmäßig die Strecke Münster-Hamburg. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass die vermeintlich komfortable Zugfahrt, sich zu einem Lärmterror a'la Guantanamo entwickelt. Ursächlich hierfür sind fast immer Reisegruppen, zum Teil feuchtfröhlich, die ein Sozialverhalten an den Tag legen, als gehöre ihnen der Wagen ganz alleine. Ghettoblaster oder Partymusik aus dem Handy, Gegröhle, Gesänge und ab und an auch die direkte Belästigung von anderen Fahrgästen.
Direkte Ansprachen führen so gut wie nie zu einer Linderung, oft genug wird man dabei eher noch zum Ziel der kommenden 2+x Stunden Feierlaune.
Es ist absolut unmöglich, sich diesen Beeinträchtigungen zu entziehen.
Nun ist es mir in zuletzt ca. 100 Fahrten NIE untergekommen, dass die Zugbegleiter auch nur den Versuch gemacht haben, auf die Einhaltung der Beförderungsbedingung einzuwirken.
Der Fahrgast wird stattdessen mit dem Problem einfach allein gelassen. Auf direkte Ansprache reagiert das Zugpersonal desinteressiert bis pampig (bisher vielleicht zehn Versuche).
Vor dem Hintergrund erscheinen einem die Werbebilder der Bahn mit entspannt lächelnden Fahrgästen, tippenden Businesskunden, lesenden Damen oder fröhlichen Familien wie ein Hohn.
Geht es nur mir so?

Und warum eigentlich nur ausgerechnet bei der Bahn? Konkurrenzunternehmen fahren oft nur mit der Hälfte der Mannschaft an Zugbegleitung und schaffen es trotzdem besser, ihre Fahrgäste vor Belästigungen zu schützen. Ist ja auch kein Wunder, denn dort wird immerhin der Versuch unternommen (was oft schon ausreicht).

cyko
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Beförderungsfall
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Sehr geehrter cyko,

wir bedauern sehr, dass Sie mit den Leistungen der Deutschen Bahn in diesen bedauerlichen Einzelfällen einmal nicht zufrieden waren.

Bitte sprechen Sie das Zugpersonal in Zukunft jedes Mal an, nicht nur in 10 von 100 Fällen. Notieren Sie sich Datum, Uhrzeit, Strecke, Zugnummer, Wagennummer, die Art der Störung und den Namen sowie die Reaktion des DB-Mitarbeiters oder der DB-Mitarbeiterin.

Anschließend reichen Sie bitte Ihre Beschwerde unter https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm... (Fernverkehr) oder https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog_regi... (Nahverkehr) ein.

Sie erhalten dann baldmöglichst bedauernde Textbausteine.

cyko
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Ich entnehme ihrer Antwort, dass meine Schilderungen wohl dem Normalfall entsprechen. Tatsächlich hätte ich das Zugpersonal sicher auch öfter angesprochen, so es in solchen Situationen auffindbar wäre. Vermutlich bilde ich mir das ein, aber es scheint gerade dann mit Abwesenheit zu glänzen.
100 Fälle sind allerdings arg übertrieben.
Ich habe zuletzt ca. 100 Fahrten absolviert, derlei Geschehnisse kommen vielleicht bei jeder vierten Fahrt vor. Wobei dabei anzumerken ist, dass ich Wagen in denen ich solche Gruppen schon erkennen kann, schon im Voraus meide.
Es bleibt allerdings dabei, dass das Zugpersonal in keinem Fall bisher hilfreich war. Vereinzelt wurde man wie gesagt sogar angepampt.
Vielen Dank für die Links, ich glaube, den Dauerbeschwerdespaß gebe ich mir.

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Sehr geehrter cyko,

Sie haben von ca. 100 Fahrten geschrieben, bei denen die Zugbegleiter keinen Versuch unternommen hätten, auf die Einhaltung der Beförderungsbedingung hinzuwirken. Dass in in 75 dieser 100 Fälle gar kein Anlass zum Hinwirken bestand, haben Sie nicht geschrieben.

mfg

cyko
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Doch, ich habe ja ihre falsche Interpretation direkt korrigiert. Ansonsten war meine Frage ernst gemeint und ich wiederhole gerne meinen Dank für ihre erste Antwort.