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Flexpreis Zugnutzung und was ist eine ICE Fahrkarte?

Ich möchte am 13.05 von Lutherstadt Wittenberg nach Laupheim West reisen.
Reiseverlauf :ab 13:12 über Ingolstadt und ULm. Preis Sparpreis 101,90 und Flexpreis 129,50. Möchte ich nun den Flexpreis nutzen ist mir nicht ganz klar welche anderen Züge zu anderen Zeiten ich nun nutzen darf. Es gibt ja Verbindungen mit Umstiegen in z.B. Nürnberg, Ingolstadt, Donauwäörth, Augsburg, München.Oder auch Fahrten direkt über Stuttgart ohne Umstieg. Wäre nett wenn sie mir dieses Gelecht entwirren könnten

Nobbs
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kabo
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Tja, das ist ein Problem, welches man online nicht alleine lösen kann.
Bei Flexpreistickets ist man bezüglich der Uhrzeit und der Züge flexibel, aber der auf dem Ticket gedruckte Weg muss eingehalten werden.
Der/die zulässigen Weg(e) werden bei einem Flexpreisticket unter "Via" in Form von Buchstaben, Sternchen und Klammen aufgeführt. Insbesondere bei weiten Strecken sind meist mehrere Wege möglich. Welche das genau sind, kann man aber VOR dem Kauf nicht sehen, sondern erst danach. Man kauft also die Katze im Sack. Früher war das mal anders, das wurde aber (warum auch immer) zum nachteil des Kunden geändert.
Man ist also auf die Beratung am Schalter angewiesen, wenn man sich die möglichen Alternativen vor dem Kauf ansehen möchte.

Leo
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Leider werden die Raumbegrenzungen immer kleinkarierter:

Früher waren sie so großzügig, daß man alle sinnvollen Verbindungen (ohne mutwillige Umwege, die nicht die Fahrzeit verkürzen) auch fahren konnte. Jetzt gibt es zwar evtl 3 Verbindungen, die (fast) gleich viel kosten, aber mit 3 verschieden Wegevorschriften.

Ohne Beratung am Schalter kann man nur selbst Probebuchungen vornehmen für ein Datum weit in der Zukunft und sie rechtzeitig stornieren. Leider klappt das für den Privatreisenden nur bis 1 Tag VOR dem ersten Geltungstag, so dass man am Reisetag nicht mehr umdisponieren kann.

Wird der falsche Weg im ICE bemängelt, gibt es eine Umwegkarte zu 0€ oder ein paar € bei leicht unterschiedlichen Preisen, aber plus happigem Bordpreiszuschlag von 12,50€.

Wird der falsche Weg in einem Regionalzug bemängelt, wird man als angeblicher Schwarzfahrer drangsaliert!

Daher: Entweder Finger weg von solch teuren und gefährlichen Flexpreisen im Vorverkauf! Oder: Nicht nur auf den Weg, sondern auch auf den Zug festlegen und viel billiger reisen. Ist das nicht möglich, erst ganz kurzfristig die Karte kaufen, z.B. in der App oder am Automat.

Mit einer IC-Fahrkare dürfen AUF DEM EINGETRAGENEN WEG IC und Nahverkehrszüge benutzt werden dürfen, aber keine ICE; mit einer ICE-Fahrkarte dürfen AUF DEM EINGETRAGENEN WEG alle Züge genutzt werden.

Ein Übergang von IC auf ICE wird auch im ICE ohne Produktübergang verkauft; aber nach Bahnlogik bilden einige Schnellfahrstrecken einen eigenen Weg, so daß doch wieder 12,50€ Borzuschlag fällig werden, wenn man z.B. mit dem ICE über Siegburg statt knapp daneben mit dem IC über Koblenz fährt.