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Hat das mittlerweile Methode, die Fahrgäste bewusst zu "verarschen"?

In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass Anschlusszüge eigentlich warten sollen, dies aber nicht machen. Hat das Methode? Heute (5.3.) wieder. München, ICE 523 kommt mit Verspätung an. Ankunft 10:14 Uhr statt 10:07 Uhr. Im ICE-Portal, im DB-Navigator und im Zug selber wird hingewiesen, dass der EC 217 nach Graz (Abfahrt 10:17 Uhr) abfahrbereit wartet. Im ICE-Portal wurde auch die korrekte Prognose Ankunft 10:14 Uhr des ICE angegeben. Also war die Zeitdifferenz bekannt.
Und was passiert? Alle Passagiere rennen natürlich nun schnell los und die Ersten erreichen 10:18 Uhr den Bahnsteig und der EC ist weg.
Da frage ich mich wirklich, will es sich die DB mit ihren Kunden verscherzen?
Warum wird behauptet, der Anschlusszug wartet? Will man testen, wie schnell Oma und Opa rennen können um dann zu sagen: Pech gehabt, ihr wart zu langsam, der nächste Zug geht in 2 Stunden?

Bahnfrosch
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Ich halte es für unwahrscheinlich, dass das 'Methode' hat. Vielmehr befürchte ich, dass sie es nicht besser können.

kabo
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Hallo Bahnfrosch, zum Zeitpunkt (10.05 Uhr) war es vorgesehen, dass der Eurocity nach Österreich auf den verspäteten ICE 523 warten soll. Da der ICE 523 mit mehr als 9 Minuten in München Hbf angekommen ist, war ein weiteres Warten vermutlich nicht mehr gegeben und der Eurocity ist um 10.19 Uhr abgefahren. Entschuldigen Sie, dass es mit dem Anschlusszug letztendlich doch nicht geklappt und hoffe, dass Sie mit dem nächsten Takt gen Süden fahren konnten.

Bei minimalen Verspätungen können an einem Vormittag die Züge aufeinander warten. Wenn jedoch die Verspätung höher ausfällt, würde sich diese automatisch auf den Anschlusszug übertragen und der Eurocity hatte noch einen weiten Weg nach Graz vor sich. Dadurch wären andere Anschlüsse zum Beispiel in Österreich gefährdet gewesen. /ch

kabo
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Ja, aber das Problem besteht ja nicht nur darin, dass der Anschlusszug nach Graz nicht gewartet hat, sondern dass die Information, die im ICE 523 verbreitet wurde, nicht richtig war.

Es ist ja anerkennenswert, dass die DB sich bemüht, über alle möglichen Kommunikationskanäle ihre Kunden über Anschlüsse und deren Erreichbarkeit zu informieren. Aber diese Information muss halt auch verlässlich sein.

Wenn im ICE 523 zugesagt wurde, dass der EC nach Graz erreicht wird und wartet, dann muss der EC halt auch tatsächlich warten. Zusagen haben ja durchaus auch eine gewisse Verbindlichkeit.

Ja, und ich kann aus eigener (reicher) Erfahrung sagen, dass es wirklich oft vorkommt, dass das Erreichen eines Anschlusszuges zugesagt wird, der glückliche Reisende dann vor Ort dann aber feststellen muss, dass der Anschlusszug entgegen der Zusage trotzdem schon weg ist. Und dann man sich bei einer nicht unerheblichen Anzahl von Reisenden der Verdacht breit, dass das Erreichen den Anschlusszuges nur zur Kundenbesänftigung zugesagt wurde.

Vermutlich liegt das Problem hier eher in der Informationsweitergabe, ich habe nämlich auch schon den umgekehrten Fall erlebt, dass im ICE durchgesagt wurde, dass RB xy leider nicht warten könne, tatsächlich war dieser Zug aber bei Einfahrt des ICE noch nicht einmal angekommen und konnte bequem erreicht werden.

Bahnfrosch
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@DB Dann stimmen eure Systeme oder eure Kommunikation nicht. Noch um 10:07 Uhr stand in den Kanälen, Zug wartet nicht. Danach wurde umgeschalten auf "Zug wartet" der Zugchef hatte zur Einfahrt 10:13 Uhr durchgesagt (sogar zweisprachig): Zug steht abfahrbereit.
Wie gesagt, die Prognose war immer schon auf 10:14 Uhr Ankunft.

Mir war es relativ egal, wollte eh nur nach Salzburg und hatte so noch etwas Zeit mich in der Lounge zu verköstigen, aber das Drama jedesmal mitzuerleben, wie ältere Leute versuchen, schnell loszurennen oder Mütter mit Kindernwagen durch die Bahnhofshalle jagen um dann nur noch die Rücklichter zu sehen wirft kein gutes Bild auf die DB.
Sollen sie halt sagen: Zug fährt pünktlich ab und fertig, wer sprintet, meinetwegen, sein Risiko aufs "Maul zu fliegen", aber wenn zur Ankunftzeit durchgesagt wird, Zug wartet, bedeutet das für mich auch, dass die Oma aus der Doppeltraktion ganz hinten auch noch bequem ohne Sprint den Anschluss erreichen kann.
Wie gesagt, wenn im Zug zur Ankunftzeit durchgesagt wird, Zug wartet und der Zug 4 Minuten später abfährt, obwohl die Mindestumsteigezeit 10 Minuten ist, ist das für mich ein Unding.
Da sie schreiben, der Zug wäre 10:19 Uhr abgefahren (war selber 10:19 Uhr dort, Rücklichter habe ich keine mehr gesehen) muss er ja 2 Minuten gewartet haben, die Frage ist nur auf wem? Nur ein paar flinke Zuggäste, die in Wagen 21 das Glück hatten, vorne an einem Kopfbahnhof anzukommen? Und dann wird einfach die Tür zugemacht, wenn man sieht, dort kommt noch eine ganze Horde?

Mir geht es nicht darum, warum der Zug nicht warten kann, ich verstehe es natürlich, wegen den weiteren Anschlüssen, Trassenkonflikten etc.. Mir geht es nur um die mangelnde bzw. bewusst fehlerhafte Kommunikation.

P.S. Das was Kabo schreibt ist auch meine Vermutung. Kundenbesänftigung und eine gute Aussenwirkung auf die anderen Fahrgäste, so nach dem Motto: Die DB kümmert sich um die Fahrgäste, wartet sogar auf Anschlüsse. Der andere Fahrgast mit anderem Ziel bekommt ja gar nicht mit, dass das alles nur Show war. ;)