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Warum gibt es keine Ausnahmen für das Vergessen von Schülertickets?

Ich bin am 2. März zur Schule gefahren und als mich die freundliche Zugbegleiterin nach dem Ticket fragte zückte ich schnell das kleine Plastikmäppchen mit dem Schülerticket. Dummerweise befanden sich in diesem Mäppchen nur die beiden Monate Januar und Februar. Ich idiot hatte vergessen den März mitzunehmen.

Die Zugbegleiterin zögerte nicht lange und erfasste meine Daten um mir eine Fahrpreisnacherhebung auszustellen dessen Betrag sich auf 60€ beläuft wenn ich mein gültiges Ticket nicht innerhalb von 7 Tagen vorzeige.

Das finde ich an sich auch völlig verständlich denn außer mir gibt es bestimmt andere die dieses System sonst ausnutzen würden und ohne Strafe davon kämen.

Hier ist allerdings mein Problem mit der Sache:

1. Die Zugbegleiterin hat eine halbe Ewigkeit gebraucht um meine Daten zu erfassen und ich frage mich was passiert wäre, wenn sie nicht kurz vor Halt des Zuges fertig geworden wäre. Ich nehme mal an ich hätte anstatt Göppingen auch noch gleich bis nach Stuttgart mitfahren müssen... Ein Scannerstreifen oder ein elektronischer Chip in den bereits abgelaufenen Schülertickets, die ich dabei hatte, hätte den Vorgang signifikant beschleunigt.

2. Das Filsland Schülerabo ist nur für das ganze Schuljahr erhältlich was bedeutet Januar und Februar in meinem Plastikmäppchen sollten Beweis genug dafür sein, dass ich im Besitz eines Schülerabos bin, jedoch lediglich vergessen habe den neuen Monat mitzunehmen. Mein Problem damit ist, dass Schülern womöglich nicht genügend Zeit gelassen wird am Anfang jedes Monats ihre Fahrkarte auszuwechseln. Ich bin nun 17 und damit schon ein alter Hase was Fahrkarten und Zugfahrten betrifft. Ich hätte es besser wissen müssen und die überzogenen 7€ Bearbeitungsgebühr haben dort getroffen wo sie sollen. Es gibt jedoch noch weitaus jüngere Schüler die das Angebot des Filsland Schülerabos nutzen. Kinder die weitaus vergesslicher sind als ich und ich finde diesen Schülern sollte zumindest bis zum 3. Tag im Monat Zeit gegeben werden das Ticket in ihrem Plastikmäppchen auszuwechseln. Solange sie einen vergangenen Monat im Mäppchen aufbewahren mit dem man den Besitz des Schülerabos nachweisen kann.

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Bertosch
Bertosch

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Bitte nicht falsch verstehen aber:

Zu 1. beschleunigt hätte den Vorgang vor allem wenn Sie nicht den Monat März vergessen hatten.

Zu 2. Es gibt bei dem SchülerAbo auch durchaus Möglichkeiten innerhalb eines Schuljahres zu kündigen, daher reichen die vorherigen Monate nicht als Beweis aus.

Auf Fehlern wird man nun einmal auch schlau, wenn man mal den neuen Monat vergisst, ist es nicht schlimm, da ja die Möglichkeit zum Nachzeigen gibt, auch wenn es eine Bearbeitungsgebühr kostet.
Ist eben auch als Lehrgeld zu sehen.

Und wenn man es schafft, das richtige Verkehrsmittel zu nutzen, sollte man auch das richtige Ticket dabei haben.

Und wenn man bei Schülern eine Ausnahme macht, muss man das auch bei anderen Personengruppen machen.

Leo
Leo

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Ich wäre eher dankbar für den im Vergleich zu anderen Fällen überaus kulanten langen Prozeß - oft macht die Bahn in solchen Fällen kurzen Prozeß - neuester krasser Fall hier:

https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/lange...

Der ruft sogar bis in die Schweiz hinein Unverständnis hervor:

http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/Schueler--15...

Zitat: "Wie reagieren SBB und Thurbo?

Bei der SBB und bei Thurbo würde man einen solchen Fall wie folgt handhaben: «Wenn jemand sein Abo vergessen hat, werden im Zug die Personalien erfasst und der Kunde kann nachträglich bei einem Bahnhof das Abo vorweisen. Dann ist nur eine Gebühr von fünf Franken fällig», erklärt Werner Fritschi, stellvertretender Geschäftsführer der Thurbo AG, auf Anfrage. Wenn jemand ein SwissPass (z.B. mit einem GA" oder einem Halbatax, der Schweizer Bahncard50") vergessen habe und sich im Zug ausweisen könne, dann erfolge die Abklärung gleich im Zug und der Kunde kann die Gebühr von fünf Franken im Zug entrichten und der Fall ist erledigt. Dieses Vorgehen gelte für alle Fahrgäste – gleich welchen Alters.

Zum Aussteigen aufgefordert werden Fahrgästen nur dann, wenn sie sich bei der Kontrolle nicht kooperativ zeigen und sich weigern trotz Schwarzfahren die Personalien anzugeben."

Wie sich verspätetes Vorzeigen auswirkt, ist hier eindrucksvoll beschrieben:

https://community.bahn.de/questions/1567407-bahncard-wege...

Das Geld für den schon bald nach Ablauf der Vorzeigefrist auf den Hals gehetzten Inkassodienst würde ich dann doch lieber in den Führerschein investieren...